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PSOE-Sprecherin Mínguez unter Druck wegen Mietwohnungen des Partners
Daten über die 30 Mietwohnungen des Partners der PSOE-Sprecherin Montse Mínguez tauchen auf; sie bezeichnet Nachfragen als persönlichen Angriff.
PSOE-Sprecherin weicht Fragen zu den Wohnungen ihres Partners aus
Montse Mínguez, die Sprecherin der PSOE, sah sich mit Fragen zu den Dutzenden von Mietwohnungen konfrontiert, die ihr Partner Sergi Vélez verwaltet. Ihre Antwort war schroff: „Das ist ein persönlicher Angriff, ich muss mich abkoppeln.“ Die Szene, festgehalten in Material, das in den letzten Tagen kursierte, fasst den Konflikt zwischen der öffentlichen Rhetorik der Partei und der Vermögensrealität ihres engsten Umfelds zusammen. Die Angelegenheit ist nicht geringfügig: Laut veröffentlichten Daten hat die Gesellschaft, mit der der Unternehmer durch Mieten reich wurde, jahrelang keine Steuern gezahlt, und sein Vermögen ist seit Sánchez' Amtsantritt im Moncloa-Palast und ihrem Aufstieg innerhalb der Partei explodiert.
Von „Heuschrecken-Fonds oder Familien“ zu dreißig Mietwohnungen
Vor kaum zehn Tagen wetterte Mínguez mit einer Botschaft, die nun unangenehme Echos hervorruft: „Schluss mit Heuchelei! Hier geht es um Heuschrecken-Fonds oder Familien, um Spekulation oder Unterstützung der sozialen Mehrheit.“ Das Zitat, von mehreren Nutzern ausgegraben, kollidiert frontal mit den Aktivitäten ihres Partners, Sergi Vélez Abusa, Geschäftsführer und CEO des Holdings Nest Capital. Über Nest Capital Home S.L. verwaltet er Immobilien in Lérida und an der Costa Brava. Die wiederkehrende Zahl ist eindeutig: rund 30 Wohneinheiten im Portfolio. Berichten zufolge umfasst das Geschäft die Urbanisation Botànic in einer der exklusivsten Gegenden von Lérida, mit Duplex-Wohnungen, Penthäusern und privaten Pools.
Die Paradoxie endet hier nicht. Im Juli 2017 leitete Mínguez die Regierungskommission des Stadtrats von Lérida, die eine Änderung des Bebauungsplans genehmigte. Diese Änderung hätte ihrem Partner laut Berichten ermöglicht, sich mit Luxuswohnungen zu bereichern. Die Abfolge – öffentliches Amt, regulatorische Änderung, privater Vorteil – ist genau die Art von Zufall, die Handbücher für gute Regierungsführung zu vermeiden empfehlen. Hier wurde zumindest vermieden, darüber zu sprechen.
Vermögen, das keine Steuern zahlt
Die wirtschaftliche Spur des Holdings wirft weitere Schatten auf. Die Gesellschaft, mit der Mínguez' Partner durch Mieten reich wurde, hat fünf Jahre lang keine Steuern gezahlt, wie exklusive Berichte zeigen. Insgesamt soll der Unternehmer seit Sánchez' Machtantritt 13,3 Millionen Euro verdient haben. Die zeitliche Übereinstimmung zwischen Mínguez' politischem Aufstieg und der Expansion des Vermögens ihres Partners ist mindestens auffällig. Es beweist nichts, nährt aber den Verdacht, dass die Anti-Spekulations-Rhetorik eine Ausnahme namens Familie hat.
Manche behaupten, dies sei ein persönlicher Angriff, und das Privatleben öffentlicher Amtsträger dürfe nicht ausgeleuchtet werden. Dieses Argument leidet unter einem Symmetrie-Problem: Wenn die Prüfung den Partner von Isabel Díaz Ayuso betrifft, verteidigt derselbe Sektor dies als Ausübung von Demokratie und Meinungsfreiheit. Der doppelte Maßstab ist wahrscheinlich der am häufigsten genannte Punkt in Diskussionen über den Fall. Andere weisen darauf hin, dass es nicht um Privatsphäre geht, sondern um die Nutzung eines öffentlichen Amtes zur Änderung eines Bebauungsplans zugunsten einer mit dem Amtsträger verbundenen Firma. Das ist keine Privatsphäre mehr: Es ist ein Interessenkonflikt.
Kohärenz als politisches Gut
Die PSOE hat einen großen Teil ihrer jüngeren Erzählung auf die Verteidigung des Rechts auf Wohnraum und die Kritik an Großvermietern aufgebaut. Das Wohnungsgesetz, Mietobergrenzen und die Rhetorik gegen Investmentfonds erfordern Glaubwürdigkeit, die bröckelt, wenn das Umfeld der Verteidiger auf der anderen Seite des Ladens steht. Dies ist kein Problem, das nur dieser Partei eigen ist – Fälle wie Inés Arrimadas oder Ayuso selbst werden als Spiegelbilder genannt –, aber es wird zum Problem, wenn die Rede auf sarracena Überlegenheit fußt.
Die Sprecherin tweetet seit fünf Tagen nicht. Es ist kein Rückzug, sieht aber so aus. Die offene Frage ist nicht, ob Mínguez die Geschäfte ihres Partners kannte, sondern ob jemand in der Parteizentrale (Ferraz) davon wusste und entschied, dass es keine Rolle spielt. Laut gesammelten Aussagen „kennt Sánchez die beruflichen Aktivitäten des Partners nicht“. Dieser Satz gehört bereits zum Standardrepertoire: Er gab auch Unwissenheit bezüglich Ábalos, Cerdán und Salazar an. Das Muster wiederholt sich mit einer Präzision, die verdächtig wird.
Wird Mínguez die Prüfung überstehen? Es hängt davon ab, ob der Fall eine Anekdote in sozialen Medien bleibt oder vor Gericht geht. Falls ja, wird die Verteidigung des persönlichen Angriffs nicht ausreichen. Falls nein, hat die PSOE bewiesen, dass Kohärenz ein Luxus ist, den man nur von anderen verlangt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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