Warum würde diese Strategie im echten Leben nicht funktionieren?

Ein 40-Jahre-Backtest ergibt 336 $ pro 1 $ seit 1986 – mit 30 % Anleihen mit 20 Jahren Laufzeit, 30 % Anleihen unter 1 Jahr, 22 % Nasdaq 3x und 18 % Gold 2x. Das sind die Risiken.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Scheitern kann sie durch den täglichen Wertverfall von leveraged ETFs, die Annahmen des Backtests, Steuern und das jährliche Rebalancing. Der simulierte Rückgang von 46,90 % in den Jahren 2000–2003 wäre schon schwer auszuhalten.

## Das Portfolio aus Anleihen, Gold und Hebel
Das Portfolio **30/30/22/18** verteilt 30 % auf Anleihen mit 20 Jahren Laufzeit, 30 % auf Anleihen unter 1 Jahr, **22 % Nasdaq 3x** Daily Leverage und **18 % auf Gold 2x** Daily Leverage. Rebalanciert wird einmal im Jahr. Die leveraged ETFs liefern die Rendite; Anleihen und Cash sichern Gewinne und bieten Liquidität.

Laut einem verbreiteten Backtest hätte diese Mischung den Nasdaq, den S&P 500 und den Total World geschlagen, mit geringeren Rücksetzern. Die Assets wären unkorreliert: Steigt der Nasdaq, fallen Anleihen und Gold meist; fällt der Nasdaq, steigen sie meist. Diese Beziehung ist kein Naturgesetz und kann brechen.

## Der 40-Jahre-Backtest: glänzende Zahlen
Die Rechnung besagt, dass **1 $** aus dem Jahr **1986** heute zu **336 $** geworden wären. Während der Dotcom-Blase, im März 2000, wäre aus 1 $ sogar 24 $ geworden. Das ergibt einen CAGR von 12,8 %, gegenüber 8,67 % beim S&P 500 und 8,27 % beim Nasdaq 100.

Der Backtest zeigt, dass der Nasdaq zwischen 2000 und 2003 um 82,97 % fiel, während diese Strategie um 46,90 % fiel. In den letzten 10 Jahren wären aus 1 $ 4,81 $ geworden, der Nasdaq 100 hätte allerdings 6,81 $ gebracht. Das sind Zahlen einer Rekonstruktion, nicht eines realen Kontos.

## Der tägliche Wertverfall von leveraged ETFs
Täglich gehebelte ETFs vervielfachen die Rendite eines langen Zeitraums nicht um das Drei- oder Zweifache. Sie bilden die tägliche Bewegung ab. In seitwärts laufenden, volatilen Märkten frisst das tägliche Nachjustieren das Ergebnis auf, selbst wenn der Index am Ende flach bleibt. Dieser Verfall ist Mathematik, keine Meinung.

Dazu kommen die internen Kosten: Swaps, Finanzierung, Gebühren und Spreads. Ein **Nasdaq 3x** oder ein **Gold 2x** kann bei einem starken Einbruch einen großen Teil seines Wertes verlieren. **1986** gab es die heute angebotenen täglich gehobelten ETFs noch nicht, also ist der älteste Teil des Backtests eine Simulation.

## Rebalancing, Steuern und Rücksetzer
Jährliches Rebalancing klingt einfach. In der Praxis bedeutet es, Gewinner zu verkaufen und Verlierer zu kaufen – manchmal mit Geld, das man braucht. Es löst Kapitalertragsteuern, Gebühren und Slippage aus. Kommt der Crash nach dem Rebalancing, wartet die Strategie zwölf Monate, um wieder günstig nachzukaufen.

Auch **Anleihen mit 20 Jahren Laufzeit** sind kein Cash. Steigen die Zinsen, fällt ihr Kurs. Die Cash-Variante brachte laut Rechnung **1,4 %** weniger pro Jahr. Und die Varianten mit moderneren ETFs haben erst etwa **25 Jahre** Backtest. Nichts davon ist Finanzberatung; jeder Anleger muss seine Risiken selbst abwägen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).

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