Warum Vox im Viertel fischt und die Linke in der Stadt

Die Wählerschaft wählt aus Bequemlichkeit, nicht aus Ideologie: Gehalt, Sofa und Supermarkt. Demgegenüber hat sich die Klassenzahlung in Vierteln und Städten umgekehrt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Warum Vox im Viertel fischt und die Linke in der Stadt
Der Wähler, dem es «gut geht»: Gehalt, Sofa und Supermarkt in Reichweite

Die am häufigsten wiederholte These zur elektoralen Verankerung des PSOE erwähnt keine Ideologie. Sie erwähnt Bequemlichkeit. Der typische Wähler – monatliches Gehalt, Sofa, Videoabo und Supermarkt um die Ecke – würde nicht überzeugt wählen: Er würde ruhig wählen, eingerichtet in einer Welt, die nicht über sein Viertel hinausgeht. Die Paradoie ist, dass dieses Porträt zugleich zur Erklärung des Ergebnisses und zu seiner Verspottung herangezogen wird. Und mitten im Lärm ist die einzige materielle Zahl, die auf den Tisch kommt, eine Rentenerhöhung.

Die Klassenzahlung hat sich umgekehrt

Jahrzehntelang schien die Landkarte stabil: Die Linke holte die Stimmen der Arbeiterviertel, die Rechte die der Selbstständigen, der Villen und der zwei Autos. Mehrere Analysen halten fest, dass diese Achse gebrochen ist. Die Rechte fische bereits in Vierteln und Dörfern – dort ist der Aufschwung von Vox zu verorten –, während die Linke ihre Unterstützung in den Städten konzentriert. Das unbequeme Detail: Die Fahne des Arbeiters gehört nicht mehr dem, der sie ein Jahrhundert lang geschwungen hat. Und manche fügen hinzu, dass der Block der Rechten das Modell nicht ändert, nur die Farbe des Schilds.

Die Rentenerhöhung als Wahlkampfargument

Gegenüber den Erzählungen über Identitäten und Fahnen ist der einzige konkrete ökonomische Vektor, der auftaucht, die Rentenerhöhung dieses Jahres. Für einen Teil ist darin die materielle Erklärung des Konformismus zu finden: Das Gehalt kommt jeden Monat, und wer es bezieht, wählt nicht gegen den, der es erhöht. Es ist eine alte Überlegung – die Brieftasche entscheidet –, angewandt auf eine gealterte Wählerschaft, bei der Wohnung und Jugendlöhne außerhalb des Gesprächsradius liegen.

Wenn die Stimme an der Supermarktkasse und über den Nettolohn entschieden wird, ist die Frage nicht, ob es dem Wähler gut geht. Sondern wie schlecht es ihm gehen muss, um den Stimmzettel zu wechseln.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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