Warum nennt niemand die Einwanderung als Ursache für Spaniens PISA-Absturz?

Der PISA-Bericht zeigt einen bildungsbezogenen Niedergang in Spanien. Welche Rolle spielt die Einwanderung dabei, und welche Daten bestätigen das? Die wichtigsten Punkte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Einwanderung ist nicht die Hauptursache für den Rückgang der spanischen Bildungsergebnisse, wie die verfügbaren Daten zeigen, die auf Lehrplanänderungen und das Pandemiemanagement als entscheidendere Faktoren verweisen.

Das Bildungswesen in Spanien scheint an einem Scheideweg zu stehen, und die Ergebnisse des **PISA**-Berichts tragen nicht dazu bei, die Zweifel zu zerstreuen. Seit einem Jahrzehnt beobachten wir einen stetigen Niedergang bei den Tests, die die Leistungen von **15- und 16-jährigen** Schülern international bewerten. Die neuesten Daten aus dem Jahr **2022** bestätigen diesen besorgniserregenden Trend, und die Frage lautet, ob die Einwanderung damit etwas zu tun hat.

## Lehrplan und Pandemie als Hauptfokus

Die Realität ist, dass die Einwanderung in den verfügbaren Berichten und Analysen nicht als der wichtigste Einflussfaktor auf die Bildungsleistung erscheint. Experten und die Analysen zum **PISA**-Absturz verweisen auf andere Faktoren mit größerem Gewicht. Ein zentraler Punkt ist die Entwicklung des Lehrplans. Das Bildungsgesetz **Lomloe**, das im Dezember **2020** verabschiedet wurde, führte einen stärker an Kompetenzen, Einstellungen und Werten der Schüler orientierten Ansatz ein, auf Kosten des Auswendiglernens konkreter Inhalte.虽然 die Absicht, ein ganzheitlicheres Lernen zu fördern, gut ist, wurden die Schwierigkeit, diese Kompetenzen zu messen, und die mögliche Verwässerung der Grundinhalte wie Mathematik zum Gegenstand der Debatte.

Die **Elbichito-19**-Pandemie hinterließ ebenfalls tiefe Spuren. Die Lockerung der Versetzungs- und Abschlusskriterien, die es erlaubte, eine Klasse zu überspringen und sogar den ESO-Abschluss (das spanische Mittelschuldiplom) ohne Grenze bei durchgefallenen Fächern zu erhalten, war als Ausnahmeregelung gedacht. Doch diese Ausnahme wurde zum Dauerzustand, und die Aufholung der während der Schulschließungen verpassten Inhalte fand nie wirksam statt. Dies betraf eine ganze Schülergeneration, die diese Veränderungen in entscheidenden Phasen ihrer Ausbildung erlebte: von einer eher traditionellen Bildung zu einem stärker projektorientierten und qualitativ bewerteten Unterricht, aber mit einer Wissensgrundlage, die möglicherweise beeinträchtigt wurde.

## Der Einfluss von Bildschirmen und Lehrerbürokratie

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Auswirkung von Bildschirmen auf das Lernen. Der **PISA**-Bericht selbst hatte bereits **2022** vor der Ablenkung durch elektronische Geräte gewarnt, selbst wenn sie zu Bildungszwecken genutzt wurden. Ab **drei Stunden** täglicher Nutzung sank die schulische Leistung tendenziell. Das Aufkommen der künstlichen Intelligenz im Leben der Jugendlichen, das **PISA 2025** erstmals messen wird, fügt dieser Debatte eine neue Ebene hinzu.

Darüber hinaus ist der bürokratische Aufwand für Lehrkräfte erheblich gestiegen. Die Notwendigkeit, unzählige Rubriken für qualitative Bewertungen auszufüllen, gepaart mit dem Gefühl, zusätzlich als Psychologen und Krankenpfleger fungieren zu müssen, hat viele Lehrer dazu gebracht, die Schule eher als eine "Sozialeinrichtung" denn als Lernort zu empfinden. Das Fehlen einer wirksamen Reform des Lehrerberufs, die Ausbildung und Wertschätzung der Lehrkräfte verbessern würde, hat ebenfalls nicht dazu beigetragen, die Situation umzukehren.

## Und was ist mit der Einwanderung?

Zwar hat sich die Zusammensetzung der Schülerschaft in den letzten Jahrzehnten verändert, und Schüler mit Migrationshintergrund sind an vielen Schulen deutlich vertreten, doch die verfügbaren Daten benennen die Einwanderung nicht als Hauptursache für den Rückgang der **PISA**-Ergebnisse. Der Bericht konzentriert sich auf die Bewertung von Kompetenzen und Wissen, und die Analysen zu den Ursachen des Niedergangs verweisen eher auf Bildungspolitik, Lehrplanänderungen und das Management von Krisen wie der Pandemie.

Es stimmt, dass die Integration von Schülern mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen Herausforderungen mit sich bringt und sich die Schule anpassen muss, um allen eine gerechte und hochwertige Bildung zu bieten. Doch den Bildungseinbruch ohne solide Daten und gezielte Analysen der Einwanderung zuzuschreiben, hieße ein komplexes Problem zu vereinfachen. Bildung ist ein grundlegender Pfeiler, und ihre Bewältigung erfordert einen tiefen Blick auf alle Einflussfaktoren – vom Lehrplan über die Investitionen in das Lehrpersonal bis zur Anpassung an die neue Zeit.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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