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Netanyahu klebt die Rückkamera seines Handys ab – mit gutem Grund?
Ein Beitrag zeigt Benjamin Netanyahus Handy mit abgeklebter Rückkamera. Die Geste nährt Verdachtsmomente zur Sicherheit offizieller Geräte.
Ein auf X verbreiteter Beitrag zeigt das Telefon von Benjamin Netanyahu mit abgeklebter Rückkamera – eine Geste, die als Vorsichtsmaßnahme gegen mögliche Spionage gedeutet wird. Eine offizielle Bestätigung für den Grund gibt es nicht.
Das Bild des israelischen Ministerpräsidenten, **Benjamin Netanyahu**, mit der mit Klebeband abgedeckten Rückkamera seines Telefons ist in den sozialen Medien viral gegangen. Der Beitrag, verbreitet auf **X**, zeigt das Gerät mit abgedeckter Linse und begleitet das Bild mit einer rhetorischen Frage, was der Regierungschef wohl wissen mag, um diese Vorsicht walten zu lassen. Die Praxis ist nicht neu: Das Abkleben der Kameras von Laptops und Handys ist bei hohen Amtsträgern und Sicherheitsfachleuten weit verbreitet.
## Eine verbreitete Vorsichtsmaßnahme in Sicherheitskreisen
Klebeband über der Linse ist keine isolierte Geste. **Mark Zuckerberg**, Vorstandschef von Meta, gab 2016 zu, die Kamera seines Laptops abzudecken. Auch Geheimdienstler und Regierungsmitarbeiter verschiedener Länder haben das getan. Die Logik ist einfach: Gelingt einem Angreifer der Fernzugriff auf das Gerät, lässt sich die Kamera aktivieren, ohne dass der Nutzer es bemerkt. Abkleben beseitigt diesen Weg.
Bei einem Regierungschef ist das Handy ein hochwertiges Ziel. Den Geheimdiensten mehrerer Länder wurde vorgeworfen, die Kommunikation verbündeter Staatsführer abgefangen zu haben. Die Spionagesoftware **Pegasus**, entwickelt von der israelischen Firma NSO Group, wurde auf Telefonen von Politikern, Journalisten und Aktivisten mehrerer Länder nachgewiesen.
## Der Kontext der Cybersicherheit in Israel
Israel gehört zu den Ländern mit der am weitesten entwickelten Cybersicherheit und ist zugleich eines der am stärksten exponierten. Seine Amtsträger arbeiten mit strengen Protokollen für Geräte. Das Bild deutet an, dass diese Maßnahmen bis ins Detail reichen, eine Linse physisch abzudecken. Eine offizielle Bestätigung, ob die Geste auf eine konkrete Bedrohung reagiert oder bloße Routine ist, gibt es nicht.
Der Beitrag liefert keine Beweise für Spionage. Er zeigt nur das Telefon mit abgedeckter Kamera. Jede Deutung dessen, was Netanyahu weiß oder fürchtet, ist Spekulation.
## Was sich ableiten lässt – und was nicht
Die Geste passt zu einer vernünftigen Sicherheitspraxis, nicht zu einem Geständnis. Das Abkleben der Kamera beweist nicht, dass das Gerät kompromittiert ist; es beweist, dass sein Besitzer so handelt, als könnte es sein. In stark exponierten Umgebungen ist das die Standardhaltung.
Das Bild kursiert ohne überprüften Kontext zu seinem genauen Datum oder Ort. Man sollte den Beitrag als das behandeln, was er ist: ein Foto ohne Beweiskette, das eine Diskussion über Privatsphäre und Spionage anheizt – kein Beweis für irgendetwas.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (7 Antworten).
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