Warum es kaum Fotos aus dem Wehrdienst bei Spaniens Marine und Luftwaffe gibt

Marine und Luftwaffe in Spanien nahmen kaum Wehrpflichtige auf: Der Wehrdienst dort war meist etwas für Freiwillige und Gebildete. Deshalb gibt es kaum Fotos.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wehrdienst bei der Marine: der Dienst, über den niemand sprach und den niemand fotografierte

Haben Sie sich je gefragt, warum in Familienalben der 80er- und 90er-Jahre nur Soldaten mit Gewehr in einem staubigen Lager zu sehen sind, aber fast niemand in Uniform der Marine oder Luftwaffe? Die Antwort ist kein Zufall: Diese Posten waren selektiv, sie verlangten ein Profil, das selten dem des Durchschnittsrekruten entsprach, und zudem war eine Kamera ein knappes Gut.

Ein Posten für Freiwillige und Seemänner

Der spanische Wehrdienst verteilte die Posten nach Bedarf, doch Marine und Luftwaffe brauchten kaum Rekruten. Die Marine verlangte erfahrene Seeleute oder Menschen mit Ausbildung; die Luftwaffe nahm, zumindest jahrelang, nur Freiwillige an. Wer diesen Filter nicht passierte, kam zur Infanterie, zum Kartoffelschälen und Herumstehen. Die einzige Möglichkeit, Waffengattung und Posten zu wählen, war die Freiwilligkeit. Deshalb haben die wenigen, die auf einem Schiff oder auf einem Luftwaffenstützpunkt landeten, oft besondere Geschichten zu erzählen: ein Patrouillenboot im Koreakrieg mit einem in Plane gewickelten Maschinengewehr, das acht Monate lang niemand sah, oder ein U-Boot vom Typ S-72, das einen Rekrutenjahrgang mit Fotos begrüßte.

Die Zeit ohne Handys und Digitalkameras

Dazu kommt eine technische Frage: Damals gab es weder Digitalkameras noch Handys, und ein Foto kostete richtig Geld. Rekruten an Land hatten eher die Chance, an eine Kamera zu kommen, doch auf einem Schiff oder Stützpunkt, mit weniger Kameraden und mehr Kontrolle, war Fotografieren das letzte Problem. Deshalb sind die Wehrdienstalben voller Porträts in Munitionslagern, und es gibt kaum Bilder aus dem Inneren eines U-Boots oder vom Deck eines Patrouillenboots.

Und wenn diejenigen, die dort dienten, ihre Geschichten erzählen, taucht immer dieselbe Sarracena auf: Was nicht fotografiert wurde, bleibt nicht in den Archiven, überlebt aber als Anekdote. Wie jenes Maschinengewehr auf dem Patrouillenboot, in Plane gewickelt und nie gesehen: das beste Bild eines Wehrdienstes, der keine Spuren hinterlassen wollte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (52 Antworten).

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