Wärmepumpentrockner: A+++ lohnt sich nicht

Ein A+++ Trockner spart pro Zyklus nur 0,5 kWh gegenüber A++, kostet aber 200 € mehr. Die Amortisation dauert extrem lange.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Wärmepumpentrockner: A+++ lohnt sich nicht
Wärmepumpentrockner: 2.000 Ladungen für die A+++-Amortisation

Wie oft muss man trocknen, damit sich der Aufpreis von 200 Euro für das Energielabel lohnt? Der Wärmepumpentrockner hat seinen Weg in die Haushalte gefunden wie einst die Geschirrspülmaschine: ein Gerät, dessen Wert erst erkannt wird, wenn man ihn besitzt und auf das Wäscheaufhängen verzichtet. Der Markt bietet Modelle von 280 bis über tausend Euro mit Labels von A bis A+++, wobei der Preisunterschied selten dem Verbrauchsvorteil entspricht.

Was ein Wärmepumpentrockner wirklich kostet

Die Preise, die der Durchschnittskäufer sieht, sind alles andere als einheitlich. Ein Basis-Modell von Beko wurde für 280 Euro gekauft; ein Beko mit 8 kg Fassungsvermögen und Klasse A+ liegt bei etwa 385 Euro; das 7-kg-Modell kostete vor Kurzem noch 420 Euro. Das japanische Referenzmodell — ein Panasonic Frontlader mit Wärmepumpe und Inverter-Motor — war online für 519 Euro und mit Lieferung für 600 Euro erhältlich. Im Vergleich dazu wurde eine LG Waschtrockner-Kombination mit 8 kg für 400 Euro erworben.

Der Haken liegt im Namen. Kaum eine Waschtrockner-Kombination verfügt über eine Wärmepumpe, und jene, die es tun — wie ein Modell von AEG — kosten weit über tausend Euro. Der riemenlose Motor und die Geräuschlosigkeit kompensieren nicht den Verlust an Effizienz oder Kapazität.

Lohnt sich die Klasse A+++?

Hier widerlegen die Zahlen die Marketingaussagen. Ein A+++ Trockner verbraucht 0,5 kWh weniger pro vollständiger Trocknung als ein A++ Modell. Bei einem Strompreis von 0,2 Euro pro Kilowattstunde amortisieren sich die 200 Euro Mehrkosten erst nach 2.000 Trocknungsvorgängen. Mit dem niedrigeren Tarif, der dieser Berechnung zugrunde liegt (0,075 Euro), steigt diese Zahl auf über 5.000. Bis dahin ist die Maschine längst ersetzt worden.

Das höchste Label verkauft sich gut. Aber als private Investition ist es, wohlwollend betrachtet, fragwürdig. Wer täglich trocknet, findet keine Ersparnis; wer nur gelegentlich trocknet, schon gar nicht.

Waschtrockner oder zwei Geräte: der alte Streit

Das entscheidende Argument ist simpel und vernichtend: Ein Waschtrockner trocknet nur die Hälfte dessen, was er wäscht. Wenn acht Kilogramm Bettwäsche gewaschen werden können, passen nur vier zum Trocknen hinein. Und wenn er ausfällt, verliert man beide Funktionen gleichzeitig, mit einer stopfenden Trommel und nur zwei Trockenprogrammen bei 60 und 90 Grad.

Demgegenüber steht die Ansicht, dass doppelte Geräte, Platzbedarf und Komponenten für eine einzige zusätzliche Funktion absurd seien. Das klassische Gegenargument ist die professionelle Wäscherei, wo Trockner immer getrennt von Waschmaschinen stehen. „Irgendeinen Grund wird es haben“, sagen die Befürworter. Der Konsens, falls es einen gibt, ist lauwarm: Getrennte Geräte, es sei denn, der verfügbare Raum diktiert anders.

Der Fehler, der die Markenempfehlung ändert

Der schlechte Ruf von Indesit kursiert, ohne dass ihn viele selbst überprüft hätten; für viele entscheidet letztlich der lokale Kundendienst, nicht das Logo. Dokumentiert ist jedoch das Gegenteil dessen, was der Preis suggeriert: Ein Siemens-Wärmepumpentrockner war neunmal in der Werkstatt, mit einem wiederkehrenden Fehler der Wasserpumpe — voller Behälter durch Flusenverstopfung — alle drei Monate. Dieses Problem wird dem selbstkondensierenden System von Bosch, Siemens und Balay zugeschrieben.

Das Relikt, das überlebt: Gas und Schleudertrockner

Zwei Kuriositäten, die vom Elektromarkt in die Ecke gedrängt wurden. Ein Erdgas-Trockner, der nach 20 Jahren noch funktioniert, wurde für 80.000 Peseten gekauft. Er wurde direkt vom Energieversorger verkauft, heute unvorstellbar, und im Vereinigten Königreich sind solche Geräte noch üblich. Und der Wäscheschleuder mit 2.600 Umdrehungen, so groß wie eine Butangasflasche, überlebt auch sie. Sie bringt Polyester glättbereit heraus, ohne den Stromverbrauch eines Trockners.

Am Ende läuft alles auf eine Steckdose hinaus: kein Abfluss, kein Wasserhahn, kein Bauaufwand. Das Effizienteste an einem Trockner scheint offenbar sein Label zu sein. Die Zahlen hingegen brauchen 2.000 Wäscheladungen, um demjenigen recht zu geben, der die A++ Klasse gewählt hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (108 Antworten).

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