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Wagner rekrutiert afrikanische Häftlinge für den Krieg in der Ukraine
Ein sambischer Student starb an der ukrainischen Front. Der Fall wird mit Wagners Rekrutierung afrikanischer Häftlinge für den Krieg in Verbindung gebracht.
Wagner rekrutiert afrikanische Häftlinge für die ukrainische Front
Was machte ein sambischer Student der Kerntechnik an der ukrainischen Front? Lemekhani Nyirenda war zum Studium nach Moskau gereist. Am 9. November, so die Berichte, teilte der Kreml seinen Tod im Kampf im Nachbarland mit. Der Fall wird mit einem Mechanismus in Verbindung gebracht, den die britische Presse bereits dokumentiert hatte: Die private Militärfirma Wagner holt Häftlinge aus afrikanischen Gefängnissen, um sie in die Ukraine zu schicken. Das Muster wiederholt sich in der Zentralafrikanischen Republik und in Tansania, wo ein anderer Rekrut, Nemes Tarimo, die Freiheit gegen ein Gewehr eingetauscht haben soll.
Von der Kerntechnik in den Kühlwagen
Der Weg des sambischen Studenten fasst die Logik des Systems zusammen. Er kam mit einem Studienvisum nach Russland. Er landete, so die Geschichte, die die Runde macht, in einer Sturmeinheit. Sein Leichnam ist, wie der so vieler anderer, unauffindbar: Im besten Fall liegt er in einem Kühlzug in der Westukraine neben Tausenden nicht identifizierter Leichen; im schlechtesten Fall düngt er das Land. Wagners Tote tauchen in den offiziellen Statistiken nicht auf.
Die Zahl, mit der der Kreml rechnet, beträgt 144 Millionen Einwohner, obwohl das Land nach manchen demografischen Analysen eigentlich 800 haben müsste. Der demografische Winter in Russland hat nicht nur mit dem Krieg zu tun: Es gibt mehr als eine Million Abtreibungen pro Jahr. Vor diesem Hintergrund wird jeder Frontverlust zu einem Loch, das die Rekrutierung im Inland nicht schließen kann.
Warum die russische Armee Kämpfer außerhalb Russlands sucht
Die kurze Antwort: Sie findet keine im eigenen Land. Die Tschetschenen, das erste rekrutierte Reservoir, verschwinden mit steigenden Verlusten allmählich von der Landkarte. Die Rekruten haben sich inzwischen an palästinensische Flüchtlingszentren gewandt, wo 350 Dollar monatlich für die Unterschrift und den Marsch nach Bachmut geboten werden sollen. Und an afrikanische Gefängnisse, mit dem Versprechen von Freiheit oder der russischen Staatsbürgerschaft für das eine Prozent, das überlebt.
Das Ergebnis ist ein babylonisches Sprachgewirr von Söldnern mit der Mission, die Ukraine zu „denazifizieren“. Ein Muster, das an den Zusammenbruch der syrischen Armee 2015 erinnert, die damals durch ausländische Milizen ersetzt wurde. Der Vergleich ist nicht beruhigend.
Die Gegenseite importiert ebenfalls Söldner
Hier gilt es, die Perspektive nicht zu verlieren. Die Ukraine nimmt seit dem ersten Tag ausländische Kämpfer auf: Europäer, Amerikaner, Kolumbianer. Die Asymmetrie, auf die manche hinweisen, betrifft die Zusammensetzung, nicht die Existenz. Auf beiden Seiten gibt es Menschen, die für das Schießen bezahlt werden.
Die Diskussion driftete dann in weniger erbauliche Gefilde: Vergleiche darüber, welche Nationalität von Frauen in welchen audiovisuellen Produktionen auftaucht, Theorien über Wiederbesiedlung und demografischen Austausch. Kamingespräch-Material, das schon dem geringsten Abgleich mit Migrationsdaten nicht standhält. Die Realität ist prosaischer: Ein Land mit 144 Millionen Einwohnern und ein Abnutzungskrieg haben nicht genug Soldaten, und man kauft die, die man kriegen kann, wo man sie findet.
Am Ende erweist sich die letzte Hoffnung der weißen Rasse als ein Sambier mit einem Freiheit-auf-Raten-Vertrag und einem Einwegticket. So ist das eben mit der Geopolitik.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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