PSOE schneidet in Andalusien besser ab als erwartet

Der andalusische PSOE holt nur 20 Sitze, weit entfernt von den prognostizierten 35. Vox legt um 2 % zu, die PP baut ihren Vorsprung aus. Analyse der Ergebnisse.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Andalusien: PSOE bleibt bei 20 Sitzen, weit hinter den optimistischen Prognosen

Vor der andalusischen Wahl deuteten die Erwartungen auf eine Erholung des PSOE hin, mit einer Spanne von rund 35 Sitzen, und auf einen Verlust der absoluten Mehrheit der PP, die auf etwa 50 Sitze fallen sollte. Die Realität sah ganz anders aus: Der PSOE erhielt gerade einmal 20 Sitze, während die PP die 45 deutlich überschritt – ein Abstand von 25 Sitzen zwischen beiden. Vox wiederum konnte ihre Unterstützung um 96.000 Stimmen steigern, ein Plus von 2 % gegenüber der letzten Wahl.

Das Versagen der Umfragen: vom Optimismus zum Absturz
Die optimistischsten Prognosen, die auf dem Verschleiß der Koalitionsregierung und der Person der Ministerin María Jesús Montero beruhten, wurden vollständig widerlegt. Der PSOE erreichte nicht nur keine 35 Sitze, sondern fiel sogar unter sein historisches Wahlniveau in der Region. Manche Analysen deuten darauf hin, dass sich die linke Wählerschaft fragmentiert hat, während die PP die Unzufriedenheit mit der nationalen Regierung für sich nutzen konnte.

Vox legt zu, doch der Alvise-Effekt spaltet die Rechte
Die rechtsensrecht Partei gewann 96.000 Stimmen gegenüber der vorherigen Wahl, ein Plus von 2 %. Allerdings kostete das Auftreten von Alvises Partei PP und Vox zusammen Sitze – ohne diese Konkurrenz hätten sie 2 oder 3 zusätzliche Abgeordnete gewinnen können. Trotzdem verfügt die Rechte über eine komfortable Mehrheit.

Die Schattenseiten der Briefwahl
Am Wahltag machten Vorwürfe einer Manipulation der Briefwahl die Runde, allerdings ohne schlüssige Beweise. Mehrere Analysen wiesen auf Unregelmäßigkeiten bei den Umschlägen hin, wobei die Behörden die Transparenz des Verfahrens zusicherten. Diese Gerüchte nährten das Misstrauen eines Teils der Wählerschaft, änderten aber das Endergebnis nicht.

Die offene Frage ist, ob der andalusische PSOE bei künftigen Wenden aufholen kann oder ob dies der Beginn eines Zyklus unaufhaltsamen Niedergangs in der Region ist. Die Daten deuten vorerst darauf hin, dass der Abstand zur PP strukturell ist und dass Sánchez' Partei eine völlig neue Strategie braucht, um verlorene Stimmen zurückzugewinnen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (46 Antworten).

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