VOX verweigert Unterstützung für Guardiola in Extremadura

Die PP in Extremadura hat 28 Sitze und braucht die 5 von VOX, um María Guardiola zu wählen, die ihren einzigen möglichen Partner ablehnte und den Weg für Vara öffnete.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

VOX verweigert Unterstützung für Guardiola in Extremadura
Guardiola lehnt VOX ab und Extremadura droht Neuwahl

María Guardiola wird nicht Präsidentin der Junta de Extremadura (Regionalregierung), solange ihre Wahl von VOX abhängt. Die PP-Kandidatin hat die Ablehnung der Partei, die sie stützen könnte, zu ihrem Markenzeichen gemacht. Diese Entscheidung hat konkrete arithmetische Folgen: Ohne die fünf Abgeordneten von VOX erreicht die PP in Extremadura keine Mehrheit. Das Problem ist nicht narrativ, sondern eine Frage der Mandate.

Das Szenario ist bekannt. Die PP gewinnt, benötigt fünf Sitze, die nur VOX hält, und die Kandidatin zieht es vor, ein Abkommen mit dem linken Lager zu prüfen, statt sich mit denen zusammenzusetzen, die ihr die Mehrheit garantieren. Seitdem verschlechtert sich die Lage zusehends, und niemand weiß, wie lange das anhält.

Die fünf Sitze, über die niemand sprechen will

Die PP in Extremadura hat 28 Abgeordnete. VOX hat 5. Zusammen bilden sie eine Mehrheit, aber die Dynamik wurde einseitig festgelegt: Die Kandidatin lehnte VOX öffentlich ab, und seitdem wird jede Bewegung als Zugeständnis gewertet. Ein wiederkehrendes Detail: Ein Berater Guardiolás, Martínez-Vares, forderte im Fernsehen vom linken Lager, der PP die fehlenden fünf Sitze zu überlassen, um das von ihm sogenannte Ultranationalistische zu stoppen.

Das bedeutet, dass die Verlierer den Gewinnern ihre Mehrheit abtreten sollen. Der Vorschlag hat Substanz. Die Antwort kam nicht von VOX, sondern vom politischen Schachbrett selbst: Wenn VOX sich enthält, kann Vara gewählt werden. Dies ist das Szenario, das über Extremadura schwebt.

Warum lässt VOX lieber die PSOE regieren, statt Guardiola zu unterstützen?

Weil VOX kalkuliert, dass die Kosten einer Unterstützung höher sind als der Verlust einer Region. Das Argument lautet, dass Enthaltung eine nationale Botschaft sendet: Öffentliche Vetos haben Konsequenzen, und wer einen Partner beleidigt, kann später nicht dessen Stimmen verlangen. In Madrid und Andalusien erinnere man sich daran, dass die externe Unterstützung der PP dazu führte, dass diese Linke für Sozialpolitik und VOX für Wirtschaftspolitik nutzte, wobei die Präsidentschaft als Tauschobjekt diente.

Hier liegt der Kern des Ärgers. VOX will nicht nicht-regieren; VOX will nicht als Statist regieren. Das Dilemma ist binär: Entweder Eintritt in die Regierung mit echten Ministerien oder gar nichts. Als Referenz dient die Aufteilung neun Ministerien für die PP, inklusive Präsidium und Vizepräsidium, und zwei für VOX. Bei 28 und 5 Sitzen wäre dies das Bild des Gleichgewichts.

Was passiert bei Neuwahlen in Extremadura?

Das hängt davon ab, wen man fragt. Manche behaupten, Neuwahlen würden der PSOE eine absolute Mehrheit geben: Die Linke würde sich gegen die PP schließen und VOX für die Blockade zahlen. Andere drehen die Logik um. Die Wähler in Extremadura sind rot und blau (PSOE und PP), und viele Blau-Wähler entschieden sich gegen VOX. So gesehen könnte die Strategie, keinen Pakt einzugehen, im zweiten Versuch Stimmen bringen.

Beide Hypothesen sind plausibel, heute aber nicht verifizierbar. Die harte Datenlage bleibt bei den Sitzen: 28 und 5, mögliche Mehrheit, blockierte Mehrheit.

Ist Regieren mit PSOE dasselbe wie mit Guardiola?

Diese Frage beunruhigt alle. Ein Teil des rechten Wählerspektrums meint, es mache keinen Unterschied, da die PP-Politik ohne VOX dieselbe sei wie die der PSOE, sodass Nachgeben nichts koste. Die Gegenposition besagt, dass man der PSOE die Region für ein Foto opfert, und eine Region sei keine nationale Lektion wert.

Hier zeigt sich die alte Wunde der spanischen Rechten: vierzig Jahre Richtung Mitte, die laut dieser Lesart die PP ihrer Prinzipien beraubt haben und eine Kandidatin hervorbrachten, die ihren einzigen möglichen Partner ablehnt, während sie Umarmungen dort sucht, wo es nie welche gab.

Die PP als Geisel ihrer eigenen Kandidatin

Es gibt noch eine prosaische Seite. Sobald sie Abgeordnete ist, kann nur sie ihr Amt niederlegen. Wenn ihr Mandat gefährdet ist, rechnen viele damit, dass sie zur sozialistischen Fraktion wechselt, statt zurückzutreten. Die nationale PP kann sie in diesem Szenario aus Madrid nicht entlassen. Die Partei erscheint somit als Geisel einer lokalen Entscheidung mit nationalen Auswirkungen, während Feijóo versucht, Risse zu vermeiden, die die allgemeinen Wahlen belasten könnten.

Kein geringes Problem. Jeder Tag ohne Investitur schwächt die PP als Alternative, und jede Erwähnung der Linken als Partner entlastet VOX vom erwarteten Druck. Dieselbe Partei, die eine Flagge aus einem Rathaus entfernt, um VOX nicht zu provozieren, und sie dann auf die Fassade projiziert, um die Medien nicht zu ärgern, weiß nun nicht, ob sie vetoen oder paktieren soll. Ein Zeichen dafür, dass es kein Kriterium gibt, nur Kalkül.

Mit Blick auf die Zahlen wird Extremadura wahrscheinlich gescheiterte Investituren aneinanderreihen, bis jemand den politischen Preis zahlt. Zahlt ihn die PP, hat VOX das Spiel ohne eine Stimme gewonnen. Zahlt ihn VOX, steht Guardiola als Architekt eines Erfolgs da, den niemand nachahmen kann. Beide Ausgänge werden außerhalb Extremadurs entschieden. Und das ist rein wahlkampftaktisch gesehen am teuersten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).

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