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Vox und Einwanderung: der Kurswechsel, der ihre Wählerschaft spaltet
Ein Tweet behauptet, Vox ändere allmählich seine Einwanderungsrhetorik, und die Rechte werde am Ende pro-einwanderungsfreundlicher sein. Das ökonomische Argument spaltet.
Vox und Einwanderung: der Kurswechsel, der ihre Wählerschaft spaltet
Kann eine Partei, die die Einwanderung zu ihrem Markenkern gemacht hat, am Ende mehr Einwanderung verteidigen als die spanische Sozialistenpartei (PSOE)? Das ist die These eines Tweets von @Óscar Guardingo, die eine Debatte entfacht hat, in der das Misstrauen gegenüber der offiziellen Erzählung mit dem Verdacht konkurriert, dass das Kapital im Grunde ängstliche Arbeiter braucht, um die Löhne zu drücken. Ausgangspunkt ist eine Behauptung: Vox beginnt, seine Einwanderungsrhetorik zu ändern. Das Ziel sei, dieser These zufolge, ein Szenario, in dem die Rechte pro-einwanderungsfreundlicher ist als alle anderen.
Von der Abschiebung zum Deal mit den Arbeitgebern
Misstrauen ist der vorherrschende Ton. Ein Teil der Teilnehmer sieht keinen ideologischen Wandel, sondern ein Manöver: Nachdem einige wenige mit Vorstrafen abgeschoben und eine Schau veranstaltet worden seien, werde die Partei am Ende Massenanwerbungen von Arbeitskräften im Herkunftsland mit den Arbeitgeberverbänden aushandeln. Die Formulierung ist hart und liefert keine Belege, fasst aber die zentrale Angst zusammen: Dass die restriktive Rhetorik Fassade ist und die tatsächliche Politik der Import billiger Arbeitskräfte.
Manche gehen weiter und behaupten, die Rechte sei die am meisten pro-einwanderungsfreundliche Ideologie überhaupt, gerade weil sie nur die illegale Einwanderung kritisiere, nicht aber die legale, die sie für weit zahlreicher und zerstörerischer halten. Es ist ein Argument, das den üblichen Rahmen umkehrt: Die Kritik gälte nicht der Einwanderung selbst, sondern ihrer Regulierung.
Das ökonomische Argument: Arbeitskräfteangebot und Löhne
Der analytische Kern der Debatte ist ökonomisch. Es wird argumentiert, Vox kritisiere Einwanderung wegen Kriminalität oder mangelnder Integration, erwähne aber nie die als am schädlichsten geltende Wirkung: das Anwachsen des Arbeitskräfteangebots, das die Löhne nach unten drückt. Es ist dieselbe Logik, die dem ursprünglichen Tweet zugrunde liegt, in dem behauptet wird, das Kapital brauche ängstliche Arbeiter, um die Löhne noch weiter zu senken.
Die gezogene Schlussfolgerung ist bitter: Trotzdem ist es die einzige Option. Das heißt, der Wähler, der diese ökonomische Diagnose teilt, findet keine Alternative.
Was, wenn das Problem das Arbeitskräfteangebot wäre?
Gegen den migrationszentrierten Ansatz wird ein klassischer Einwand erhoben: Wenn Arbeitskräfte gebraucht würden, müsste man niemanden holen, denn es würde völlig genügen, die bereits hier Lebenden in Arbeit zu bringen. Das ist die Antwort derer, die das Problem in der Erwerbsquote und nicht in der Demografie sehen.
Eine andere Verdachtslinie deutet an, dass Illegale legalisiert werden und jedes Jahr Hunderttausende dazukommen, mit dem Modell anderer europäischer Regierungen als Referenz. Der Zweifel bleibt: Man wird ihnen das Benefit of the doubt geben, aber es wird gewarnt, dass es schlechter als unter der vorherigen Regierung nicht mehr gehen kann.
Die Wahl als Strafe, nicht als Überzeugung
Eine pragmatische Haltung entschärft die Lage: Wenn erst einmal die Kriminellen abgeschoben würden, auch wenn es nur hundert sind, sei es schon besser als jetzt. Der Rest ist Erwartungsmanagement. Werden Versprechen nicht eingehalten, wird man sie nicht wieder wählen. Die Stimme funktioniert hier als umkehrbare Strafe, nicht als bedingungslose Zustimmung.
Den Abschluss bildet der übliche Verdacht: Die Rechte sei ein sparsamer PSOE, nichts Neues, aber der Ministerpräsident sei inzwischen abgenutzt und ein Wechsel fällig. Die letzte Ironie: Der Wechsel, falls er kommt, könnte dem, was man hinter sich lassen wollte, allzu sehr ähneln.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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