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Vorschlag von Feijóo: Autos über 10 Jahre verschrotten
Ein Feijóo zugeschriebener Vorschlag, Autos älter als zehn Jahre aus dem Verkehr zu ziehen, entfacht erneut eine Debatte über öffentliche Hilfen, alte Hybride und Spaniens veralteten Fuhrpark.
Ein Hybrid älter als zehn Jahre, mit ECO-Kennzeichnung und Emissionen unter 100 Gramm CO2 pro Kilometer. Er erfüllt die Vorschriften und trägt den ECO-Aufkleber. Und dennoch passt er zum Profil, das ein Feijóo zugeschriebener Vorschlag zur Verschrottung freigibt: Alle Pkw über ein Jahrzehnt aus dem Verkehr, mit öffentlichen Beihilfen für den Kauf eines neuen. Der Ansatz wurde im November 2022 bekannt und kursiert weiter, da er drei Punkte berührt, die niemand offen ansprechen möchte: Wer zahlt, was wird zerstört und was wird danach gekauft?
Was genau schlägt Feijóo bezüglich Autos über 10 Jahren vor?
Pkw älter als zehn Jahre aus dem Verkehr ziehen, weil sie als hochgradig umweltschädlich gelten, und ihren Ersatz mit öffentlichen Geldern finanzieren. Das ist der Kern des dem PP-Chef zugeschriebenen Ansatzes, formuliert als Alternative dazu, auf Elektroautos zu „bestehen“, die sich viele Familien nicht leisten können. Das Kleingedruckte lässt zwei Lesarten zu, keine davon ist endgültig. Eine spricht von einer erzwungenen Entfernung aus dem Fuhrpark; die andere besteht darauf, dass der Wechsel finanziert werden soll, d.h., wer sein Auto ersetzen will, erhält Hilfe. Dazwischen liegt eine Kluft, die bestimmt, ob es ein Industrieplan oder ein Problem für den Geldbeutel ist.
Das Paradox der Verschrottung funktionierender Autos
Das unbequemste Argument ist nicht ökonomisch, sondern ökologisch. Manche fassen es in einem Satz zusammen: Die Herstellung eines neuen Autos verschmutzt bereits genauso viel wie das alte Auto 15 Jahre lang durch seinen Auspuff emittierte. Wenn diese Größenordnung stimmt, ist die Zerstörung von Fahrzeugen mit verbleibender Lebensdauer alles andere als ökologisch, und das Alter als Maßstab für Schmutz hält kaum stand. Der Fall der Veteran-Hybride illustriert dies: Ein Auto über zehn Jahre alt, mit ECO-Kennzeichnung und Emissionen unter 100 g/km hat nichts Offensichtliches gegenüber einem neuen Verbrenner nachzuholen. Was oft entfernt wird, ist ein funktionierendes Auto.
Woher kommt das Geld für die Beihilfen?
Von allen. Zuschüsse für den Autokauf kommen nicht aus einem Zauberhut, und laut Berechnungen in der Debatte steckt darin 6.000 Euro plus Verwaltungskosten plus die üblichen Ineffizienzen öffentlicher Programme. Der Begünstigte bekommt auch nicht alles netto: Die Beihilfe verbilligt ein Auto, das immer noch deutlich mehr kostet als das abgegebene. Für jemanden, der Ende des Monats hohe Miete gezahlt hat, fehlt der Rest für das neue Auto im Budget. Und wer die Differenz nicht decken kann, hat als Alternative zu einem zwölf Jahre alten Auto nicht ein Elektroauto: sondern gar kein Auto.
Der Fuhrpark und ignorierte Emissionen
Die wiederkehrende Kritik betrifft den Fokus. Man spricht über Privat-Pkw, nicht über Schiffe, Flugzeuge, Züge, Kohle- und Dieselkessel oder Generatoren, die in Tausenden Betrieben laufen. Niemand bestreitet, dass ein altes Fahrzeug mehr emittiert als sein modernes Pendant; debattiert wird, warum die Anpassung immer vom Glied verlangt wird, das morgens zur Arbeit fährt. Es gibt auch ein Grundproblem: Wenn Spaniens Fuhrpark altert, liegt das auch daran, dass Autokauf teuer ist. Das Alter zu bekämpfen, ohne den Kauf zu verbilligen, bedeutet, ein Symptom zu bekämpfen.
Europäische Industrie, Niedrigpreissegment und Zölle
Es gibt eine Sichtweise, die den Fokus auf das Angebot legt: Laut Befürwortern hat die europäische Automobilindustrie das Mittel- und Niedrigpreissegment, weniger profitabel, verlassen, um sich auf Premium zu konzentrieren. Als die Nachfrage ausblieb, war die Antwort nicht niedrigere Preise: sondern Zölle auf chinesische Autos, die weiterhin günstige Segmente bedienen. Das erklärte Ziel ist der Schutz der europäischen Produktion; die faktische Wirkung ist die Verknappung des erschwinglichen Angebots genau dann, wenn die Leute gebeten werden, ihre Autos zu wechseln. Der freie Markt funktioniert in beide Richtungen, bis er es nicht mehr tut.
Die sich verschiebende Schwelle: Heute 10 Jahre, morgen 8
Der unbequemste Punkt ist, dass die Grenze nicht statisch bleibt. Wenn heute Autos über zehn Jahre entfernt werden, ist der Fuhrpark morgen jünger, und das neue alte Auto wird neun, acht Jahre haben. Dies ist die natürliche Verschiebung jeder Schwelle. Daher der kurze Schritt zum politischen Verdacht: Manche sehen die Maßnahme in der globalen Klimaablage und den 15-Minuten-Städten, eine Behauptung ohne Beweise, die man als das behandeln sollte, was sie ist: eine parteiische Hypothese. Eine andere Sache sind die Daten dahinter: Alter als Schuld-Etikett hat ein Verfallsdatum.
Wenn man die in der Debatte kursierende Berechnung akzeptiert – ein neues Auto entspricht 15 Jahren Abgasemission –, könnte das sauberste Fahrzeug im Fuhrpark genau das sein, das dieser Vorschlag zur Verschrottung freigeben will.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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