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Vom Gehalt zum Nichts: 1.350 Euro, die nicht reichen
Ein Gehalt von 1.350 Euro deckt die Ausgaben nicht: Miete, Auto, Motorrad und Kredite summieren sich auf 1.607 Euro. Die Schuldenfalle in Zahlen.
Das Gehalt von 1.350 Euro, das die Ausgaben von 1.607 Euro nicht deckt
Ein Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von 1.350 Euro hat öffentlich zugegeben, dass er bis zum Monatsende nicht über die Runden kommt: Seine Fixkosten betragen 1.207 Euro, die variablen Ausgaben weitere 400 Euro – es bleibt also ein monatliches Loch von mehr als 250 Euro. Der Fall zeigt die Falle der Konsumverschuldung: Auto, Motorrad und Ratenkäufe, die das Gehalt auffressen, bevor es überhaupt da ist.
Die Zahlen der Armut trotz Arbeit
Die Rechnung geht nicht auf: 470 Euro Miete, 133 Euro fürs Auto, 157 Euro fürs Motorrad, 118 und 151 Euro in Ratenzahlungen, 100 Euro für einen Kredit, 50 Euro für den Computer und 28 Euro für Internet ergeben 1.207 Euro. Dazu kommen 400 Euro für Freizeit, Benzin, Lebensmittel und Kleidung. Insgesamt: 1.607 Euro bei Einnahmen von 1.350 Euro. Um das auszugleichen, übernimmt seine Partnerin einen Teil der Miete – eine Unterstützung, die nicht immer gegeben sein wird.
Das Polster, das es nicht gibt
Mit 250 Euro flüssig und 150 Euro Ersparnissen wirft jeder unvorhergesehene Ausgleich das Gleichgewicht aus der Bahn. Und das Gleichgewicht ist ohnehin schon negativ. Manche raten, Motorrad oder Auto zu verkaufen, um die Raten loszuwerden; andere sagen, die Lösung liege nicht nur im Sparen, sondern das Konsummodell selbst sei kaputt. Der Ausdruck „Enjoy capitalism" fasst es zusammen: Du wirst nichts besitzen, aber glücklich sein – wenn du für alles zahlst.
Das beunruhigende Detail: Der Betroffene selbst sagt, dass im Oktober 270 Euro durch den Wegfall einer Schuld frei werden, doch bis dahin ist schon ein weiterer Monat ohne Spielraum vergangen. Die unbequeme Frage lautet nicht, wie man spart, sondern wie man aus einem System aussteigt, in dem das Gehalt verdampft, bevor es ankommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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