Idealista meldet erneut 16 % Anstieg der Angebotspreise
Der neueste Monatsbericht von Idealista bestätigt den Trend: Die Angebotspreise für Wohnungen und Häuser steigen weiter. Laut den veröffentlichten Daten beträgt der Anstieg im Jahresvergleich 16 % – ein Tempo, das Skepsis weckt, wenn man es mit anderen Quellen vergleicht.
Die Debatte über die Zuverlässigkeit der Quellen
Während Idealista kontinuierliche Anstiege zeigt, zeichnen die Statistiken der Notare ein anderes Bild. Die tatsächlichen Transaktionspreise, die die Notare erfassen, liegen in der Regel zwischen 15 % und 20 % unter den Angebotspreisen. Diese Lücke ist nichts Neues, vergrößert sich aber in angespannten Märkten: Verkäufer verlangen mehr, als am Ende vereinbart wird, und die Daten von Idealista erfassen nur die erste Absicht.
Können Angebotspreise steigen, während die realen Preise fallen?
Eine der Fragen, die sich stellt, ist, ob Angebotspreise weiter steigen können, während die realen Preise sinken. Die kurze Antwort lautet: Bei einem Anstieg der Angebotspreise um 16 % ist es unwahrscheinlich, dass die Transaktionspreise gefallen sind, aber sicher ist, dass der tatsächliche Anstieg geringer ausfällt. Die Notare, die den effektiven Kaufpreis erfassen, zeigen meist moderatere Schwankungen.
Die Haltung der Analysten
Manche halten Idealista für die zuverlässigste Referenz wegen der ständigen Aktualisierung und Abdeckung, andere bevorzugen die Notardaten, weil sie echte Transaktionen widerspiegeln. Dazwischen herrscht ein Konsens: Beide Quellen sind nützlich, wenn man versteht, was sie messen. Wer den Unterschied zwischen Angebotspreis und Abschlusspreis ignoriert, liest den Markt falsch.
Mit diesen Daten bleibt die Frage offen: Wie lange wird die Lücke zwischen Gefordertem und Gezahltem bestehen bleiben?
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