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Vidrala: das spanische Glas-Oligopol, das Fabriken kauft und Gratisaktien verteilt
Vidrala hat sein EBITA 2023 verdoppelt und verteilt eine Gratisaktie je 20 Aktien, doch die Aktie fiel in zwei Handelssitzen um 11 %. Die wichtigsten Fakten zum Glasgeschäft.
Vidrala: das Glasgeschäft, das Aktien verteilt wie einen Weihnachtskorb
Vidrala ist keine Modeaktie. Keine KI, keine Mikrochips, kein SPAC. Es ist ein Unternehmen für Glasflaschen, kontrolliert von ein, zwei Familien, das in fünf Jahren 27 Gratisaktien an alle verteilt hat, die mit 109 Aktien gestartet waren, und das heute weit über den 60 Euro notiert, auf die es einst gefallen war. Das Geschäft läuft: Die Halbjahreszahlen 2023 wiesen einen Umsatz von 794,8 Millionen gegenüber 650,8 Millionen im Vorjahr aus und ein EBITA von 215,2 Millionen gegenüber 112,2 Millionen. Fast das Doppelte. Und trotzdem hat die Aktie in zwei Handelssitzen 11 % eingebüßt. Der Markt belohnt gute Zahlen nicht, oder nicht immer.
Das Glas-Oligopol und die Nachhaltigkeit als Vorwand
Das Grundargument ist einfach: Plastik geht zurück, Glas gewinnt als hochwertiges Verpackungsmaterial an Boden, und in Spanien funktioniert der Sektor als faktisches Oligopol. Manche fassen es so zusammen: Wenn das Unternehmen es gut macht, ist es ein ziemlich sicherer Wert. Die Übernahme von The Park in Großbritannien und von 30 % der brasilianischen Vidroporto stützen diese Expansion, haben aber die Verschuldung gemessen am EBITA im ersten Quartal auf das 0,9-Fache getrieben, bevor sie im dritten auf 0,5 sank.
Das Problem ist die Energie. Vidrala ist gasintensiv, und das ist kein kleines Detail: Manche erinnern daran, dass Deutschland gerade wegen der Energiekosten in die Rezession gerutscht ist. Die Antwort des Unternehmens lautet, die Gaskosten auf den Endkundenpreis umzulegen. Das funktioniert, solange der Kunde es aushält.
Die Kapitalerhöhung, die niemand versteht
Jedes Dezember eine neue Aktie je zwanzig. Ohne die 19 % Steuer zu zahlen. Wer mit 109 Titeln begonnen hat, besitzt heute 27 mehr, bewertet mit 88 Euro: 2.376 Euro in fünf Jahren, laut der Berechnung, die kursiert. Das Problem: Fast niemand weiß davon. Die Kommunikation dieser Unternehmen ist so diskret, dass Anleger, die ohne Detailkenntnisse einsteigen, zwei, drei Jahre lang leer ausgehen, wie es mehr als einem mit MCM erging.
Der Verkauf Italiens und der Kauf Chiles
Das italienische Werk wurde für 230 Millionen verkauft, das chilenische für 75 gekauft. Die offizielle Erklärung: In Italien gab es kein Netz, nur ein isoliertes Werk ohne Marktanteil zum Wachsen. Manche kaufen das nicht: 2023 machte Italien 130 Millionen Umsatz mit einem EBITA von 33,3. Der Tausch ergibt Sinn, wenn das Ziel ist, die Führungsposition, die man bereits in Iberien und Großbritannien hat, in Lateinamerika zu wiederholen. Der CEO hat bereits gesagt, dass weitere Übernahmen auf der Liste stehen.
Die Sonderdividende und der Absturz
Der Italien-Verkauf ermöglichte eine Sonderdividende von 4 Euro je Aktie, auf der Hauptversammlung beschlossen und an die Zustimmung der Kartellbehörde geknüpft. Nach der Bestätigung fiel die Aktie in zwei Handelssitzen von 107,20 auf 95,90. Reine Marktlogik: Wer zu 98,90 gekauft hatte, um die 4 Euro einzustreichen, verkaufte, sobald er konnte. Das ist keine Magie, das sind die *himberziones*.
Das Fazit, mit Vorbehalten: Solange der Gaspreis nicht explodiert und das Oligopol hält, wird Vidrala jener altehrwürdige Betrieb bleiben, der zu Weihnachten Rotweinflaschen und Aktien verteilt. Wenn die Energiekosten durchdrehen, sieht die Sache anders aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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