ValPPCC warnte am 9. März vor Börseneinstieg

Der S&P 500 fiel laut ValPPCC in zweieinhalb Wochen von 2.800 auf 2.100 Punkte; er riet im März vom Kauf ab.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

ValPPCC warnte am 9. März vor Börseneinstieg
Warum der 9. März kein guter Zeitpunkt für Aktienkäufe war

Für ValPPCC war das Investment am 9. März 2020 ein teurer Fehler. Laut seiner Darstellung notierte der S&P 500 zwischen 2.800 und 2.900 Punkten und fiel auf 2.100-2.200: ein Absturz von 35 % in zweieinhalb Wochen.

Wer einstiegt, um den Tiefpunkt zu erwischen, sah den Fall weitergehen. Und wer wartete, hatte laut ValPPCC nicht aus eigener Weisheit recht: Die Fed musste eine unbegrenzte QE aktivieren, damit die Blutung stoppte.

War Corona die Ursache oder nur der Vorwand?

Hier lag der Dissens im Kern. Eine Lesart besagt, dass das Bicho nur eine seit Jahren schwelende Korrektur beschleunigte: niedrige Zinsen, überteuerte Immobilien – auch in Deutschland – und überhitzte Börsen nach einem Jahrzehnt der Kursgewinne. Corona wäre demnach der Auslöser, nicht die Ursache. Die unbequeme Version ist das Gegenteil: Das Bicho hatte gerade erst begonnen, und wenn Europa wie Italien enden würde, wären Industrie-Stopps und Quarantänen monatelang.

Niemand beantwortete die Kernfrage: Es gab noch keinen Impfstoff, keinen Zeitplan, keine Strategie für das Ende der Lockdowns. Mit grounded Flugzeugen, geschlossenen Restaurants und leeren Kinos – was genau kaufte man da? Ein Rebound von 8-9 % bei einer Airline mit stillgelegter Flotte war kein Signal. Es war ein Reflex.

Die Formel für den Kaufentschluss: PB mal PER

Die nützlichste Diskussion war keine Makro-Analyse, sondern Arithmetik. Der MSCI World handelte mit einem PB von 2,0, einem PER von 15,7 und einer Dividendenrendite von 3 %. Günstig oder teuer? Das hängt vom Vergleichspunkt ab: Ein PER von 16 bei 5 % Rendite auf zehnjährige Staatsanleihen sieht ganz anders aus als ein PER von 16 bei 0-1 %. Geschenkt war es nicht; unerschwinglich auch nicht.

Die Regel eines Forum-Nutzers war simpel und brutal: PB mit PER multiplizieren und nur unterhalb von 22,5 kaufen. Darüber: Finger weg. Bei Google, Amazon oder Alibaba versagt diese Formel, dort muss man vieles andere beachten, aber für den Rest schützt sie vor impulsive Käufen.

IBEX 35 und politisches Risiko

In Spanien war das Problem nicht nur der Preis. Versorger und Dividendenwerte mit staatlicher Beteiligung standen unter regulatorischem Verdacht: Enagás oder REE näherten sich den März-Tiefstständen, während Zweifel herrschten, was eine interventionsfreudige Regierung tun würde. Manche waren direkt: Vom IBEX bloß nicht. Andere bevorzugten ausländische Dividenden mit niedriger Quellensteuer, statt das Länderrisiko zu tragen.

Diese Rechnung hielt nicht lange. Monate später behauptete ein Nutzer, wer in Werte des fortlaufenden Marktes eingestiegen wäre, hätte 20 % Gewinn gemacht. Ein Portfolio legte dank Werten wie Airbus, mit knapp 40 %, stark zu, und ein anderer berichtete von Aktien mit 140 % und 87 % Plus seit März. Im Thread selbst räumte jemand ein, dass der IBEX 35 rückblickend doch ein guter Einstieg war.

Regelmäßige Sparbeiträge: Langweilig, aber wirksam

Der Ansatz, der am besten alterte, war der unspektakulärste. Kein Timing des Tiefpunkts: regelmäßige Beiträge, Diversifikation und Ignorieren des Rauschens. Durch periodische Käufe bringt jeder Euro mehr in Abschwüngen, und man muss nicht den exakten Minimum treffen. Das Problem ist psychologisch. Wer sein gesamtes Kapital auf einen Schlag riskiert, hat es schwer und verkauft im schlechtesten Moment.

Manche stiegen mit 40 % des geplanten Kapitals ein und bereuen es. Andere prahlen damit, Repsol unter 8 Euro gekauft zu haben, als Brent bei 30 Dollar stand. Am Ende, wie der oft wiederholte Satz zeigt, hat nicht der Recht, der am besten prognostiziert, sondern das Geld.



Laut den Daten, die ValPPCC teilte, wurden Ende Oktober 2020 500.000 tägliche Corona-Fälle registriert. Mit den US-Wahlen im Hintergrund skizzierte er ein Szenario falscher Erholungen und Teil-Lockdowns in Europa und den USA. Er selbst gab zu, keine Glaskugel zu haben, und niemand wisse, ob der Markt die März-Tiefs erneut erreiche.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (251 Antworten).

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