Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Vergewaltigungsopfer macht Vox für Flucht des Täters verantwortlich
Eine junge Frau aus Bilbao wirft der Partei Vox vor, durch Hassrede im Netz ihre Sicherheit gefährdet zu haben, während der mutmaßliche Täter floh.
Vergewaltigungsopfer macht Vox für Flucht des Täters verantwortlich
Vor dreizehn Monaten erstattete eine junge Frau in Bilbao Anzeige wegen sens Übergriffe. Dem Bericht zufolge verließ der mutmaßliche Täter Spanien. Statt den Flüchtigen anzuprangern, richtet sie ihren Vorwurf an die Partei von Santiago Abascal: Sie behauptet, dass die Propaganda von Vox gegen sie in sozialen Medien sie schutzlos gelassen habe. Der Fall, über den El Mundo berichtete, hat eine Welle von Reaktionen ausgelöst, die weit über das konkrete Ereignis hinausgeht.
Das Bemerkenswerte ist nicht die Anzeige selbst. Das Bemerkenswerte ist die Prioritätensetzung. Das Opfer gibt an, sich verlassen zu fühlen, während sich der mutmaßliche Täter außer Landes befindet, und wendet sich gegen jene, die, wie sie sagt, den Hass gegen sie im Internet geschürt haben. Manche sehen darin ein Symptom dafür, wie heute die öffentliche Erzählung bei bestimmten Straftaten konstruiert wird.
Was genau die junge Frau aus Bilbao anzeigt
Der Ablauf ist einfach zusammenzufassen, aber schwer zu verdauen. Sens Übergriffe vor dreizehn Monaten. Anzeige erstattet. Der mutmaßliche Täter, malischen Ursprungs, soll aus Spanien geflohen sein. Die Zwanzigjährige erklärt, seitdem mit Angst zu leben, und führt diese Angst weniger auf die Flucht des Beschuldigten zurück als auf die Kampagne, die ihrer Aussage nach Vox gegen ihre Person in sozialen Medien geführt hat.
Den Artikel verfasste El Mundo, der sowohl die Version der jungen Frau als auch ihre politische Anschuldigung wiedergibt. Im Text gibt es weder eine rechtskräftige Verurteilung noch eine bestätigte Festnahme: Es gibt eine Anzeige, eine Flucht und einen gegenseitigen Vorwurf. Diese Reihenfolge sollte man nicht aus dem Blick verlieren.
Die überwiegende Reaktion: Kritik an der Kritik
Ein Großteil der Antworten geht in eine vorhersehbare Richtung. Es wird argumentiert, dass die junge Frau den Boten statt die Tat angreift, einen Einzelfall zur politischen Munition macht und dabei ihre eigene Anzeige verwässert. Die am häufigsten wiederholte Formulierung: Die Schuld an der Vergewaltigung liegt nicht bei Vox; allenfalls liegt die Schuld daran, dass der Fall als Argument für Grenzschließungen missbraucht wird.
Hier taucht die Nuance auf, die in der Analyse am meisten wiederholt wird: Eines ist die sens Gewalt, ein anderes die politische Instrumentalisierung dieser Gewalt. Die junge Frau fordert laut ihrer in der Presse wiedergegebenen Version keine Verschärfung der Gesetze oder Änderungen an den Grenzen. Sie beklagt das feindselige Klima, dem sie sich ausgesetzt sieht. Und diese Klage wird im aktuellen Kontext als Positionierung gelesen.
Das Profil des Opfers wird Teil der Debatte
Eine andere Linie der Kommentare verlässt den Fall und widmet sich dem soziologischen Kontext. Die junge Frau wird als Psychologiestudentin beschrieben, zwanzig Jahre alt, aus Bilbao, mit einem ungewöhnlichen Namen. Daraus wird eine breitere These abgeleitet: die eines Teils der jungen baskischen Bevölkerung, der in einem ideologischen Rahmen erzogen wurde, in dem die Ablehnung des eigenen Landes zur Tugend und die Aufnahme des Fremden zur Identität wird.
Es ist eine umstrittene und diskutierte These, aber sie erklärt, warum der Fall eskaliert ist. Es wird nicht nur eine Anzeige diskutiert: Es wird ein Ökosystem diskutiert. Manche behaupten, dieses Ökosystem bringe Menschen hervor, die unfähig sind, den Täter zu identifizieren, aber perfekt in der Lage sind, den politischen Gegner zu benennen. Dagegen spricht ein offensichtliches Argument: Ein Opfer sens Gewalt muss nicht konsistent, strategisch oder nützlich für eine Sache sein.
Das Detail, das irritiert: Name und Herkunft
Ein nicht zu vernachlässigender Teil der Debatte verheddert sich in Nebensächlichkeiten. Der Name der jungen Frau, seine Etymologie, seine Bedeutung, seine Herkunft. Und die Herkunft des mutmaßlichen Täters, die zum Kern eines Arguments über Grenzen, Visa und Migrationskontrolle wird. Es ist der klassische Sprung: vom konkreten Fall zur allgemeinen Politik in zwei Sätzen.
Hier ist Präzision geboten. Dass der mutmaßliche Täter aus Mali stammt, ist eine Tatsache des journalistischen Berichts. Ob dies eine Migrationspolitik validiert oder invalidiert, ist eine Meinung. Und dass das Opfer einer Partei ihre Schutzlosigkeit anlastet, ist genau das, was sie erklärt.
Worüber wirklich diskutiert wird
Unter dem Lärm verbirgt sich eine unbequeme Frage: Kann ein Opfer wählen, wen es beschuldigt? Rechtlich ja. Politisch wird ihm das streitig gemacht. Und medial wird ihm das mit Interessenkonflikten streitig gemacht. Der Fall diente dazu, dass einige über Grenzen sprachen und andere über Hassrede, und dass fast niemand über den mutmaßlichen Täter sprach, der zum Zeitpunkt der Anzeige nicht lokalisiert war.
Bleibt die Zahl, die alles ordnet: dreizehn Monate. Dreizehn Monate ohne Festnahme, mit dem Beschuldigten im Ausland und der Anzeigenden, die auf eine Partei zeigt. Wenn das System funktioniert, sollte jemand erklären, warum der Fokus dort liegt, wo er liegt.
Was, wenn die richtige Frage nicht wäre, wen sie beschuldigt, sondern warum der mutmaßliche Täter seit dreizehn Monaten nicht lokalisiert werden konnte?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (182 Antworten).
Laut Forenberichten verweigert Vox-Chef Abascal ein Interview mit dem Journalisten Jiménez Losantos, was die wachsende Distanz zwischen der Partei und den rechten Medien unterstreicht.
Ein Nutzer beklagt in einem Forum, dass traditionelle Burger-Lokale durch Franchise-Ketten ersetzt werden, die das Produkt als High-End-Gastronomie verkaufen.
Die DANA in Valencia zeigte Nachbarn beim Aufräumen, aber kaum Migranten. Die Debatte über ihre Abwesenheit und die Verteilung der Hilfen verschärft sich.
Diskussion über leere Stadien im Frauenfußball: Der Deportivo-Frauenverein spielt vor wenigen Zuschauern, während die Männer früher in der Segunda B ausverkauft waren.