Verfallende digitale Währung: Der Große Reset und unbeanspruchtes Gold

Eine digitale Währung, die an Wert verliert, wenn sie nicht ausgegeben wird, und Zentralbanken kaufen anonym Gold: Der Große Reset schreitet voran, ohne offizielles Datum.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Verfallende digitale Währung: Der Große Reset und unbeanspruchtes Gold
Der Große Reset: Die verfallende Währung und das unbeanspruchte Gold

Eine digitale Zentralbankwährung (CBDC), die an Wert verliert, wenn sie nicht ausgegeben wird. Das ist der Kern des Plans, der unter dem Label Großer Reset kursiert, und auch der Punkt, an dem die Erzählung zerbricht, sobald man fragt, wer, wie und wann. Oktober stand in den Kalendern als Ankündigungsdatum. Oktober endete ohne Ankündigung. Was bleibt, ist eine dokumentarische Spur: Zentralbanken kaufen Gold auf Vorrat, ein britischer Finanzminister, Rishi Sunak, präsentierte die Vorzüge der digitalen Währung beim G7 und ein deutscher Ökonom, den kaum jemand namentlich zitiert.

Gesells "rostendes Geld": Eine Idee auferstanden

Silvio Gesell schlug Anfang des 20. Jahrhunderts ein Geld vor, das an Wert verliert, wenn es gehortet wird. Ziel war es, den Umlauf zu erzwingen und unbewegliches Sparen zu bestrafen. Die Logik hat ihre Berechtigung: Stillgelegtes Geld produziert nichts. Das Problem tritt auf, wenn man fragt, wer entscheidet, wann es rostet, und in welchem Ausmaß. Bei Papiergeld trifft dieser Verschleiß den Besitzer direkt, ohne Zwischenhändler. Bei einer digitalen Zentralbankwährung legen der Kontostand, die Frist und die Ausnahmen diejenigen fest, die das Register kontrollieren. Der Unterschied ist nicht technologisch. Er ist machtpolitischer Natur.

Geht durch Inflation dasselbe verloren wie durch eine verfallende Währung?

Hier spaltet sich die Analyse in zwei Lager. Die eine Seite argumentiert, dass Geld bereits seit 1971 verfällt, nur langsam: Die Inflation frisst vom Wert der Ersparnisse, ohne dass die Zahl im Konto sinkt, weshalb es kaum jemand als Diebstahl empfindet. Die andere Seite betont die Asymmetrie. Neues Geld fließt an einem bestimmten Punkt in den Kreislauf ein, und wer es zuerst erhält, kauft zu alten Preisen; der Letzte in der Schlange zahlt die Party. Ein digitaler Verfall würde hingegen alle Halter gleichzeitig treffen, proportional zu ihrem Besitz. Langsam und ungleich gegenüber simultan und proportional. Diese Nuance trennt die beiden Phänomene und taucht in Schlagzeilen fast nie auf.

8,7 Tonnen Gold und anonyme Käufer

Das am weitesten verbreitete Datum betrifft die Reserven. Die Zentralbank von Usbekistan fügte ihren Beständen im September 8,7 Tonnen Gold hinzu, den dritten Monat in Folge, laut Tweets des Analysten José Luis Cava. Und 75% der Metallkäufe entfallen auf große, nicht identifizierte Käufer, wobei Peking und die Golfstaaten als übliche Verdächtige gelten. Wenn sich das neue System auf einen Korb von Vermögenswerten stützt – die Sonderziehungsrechte (SZR) – und nicht auf eine einzelne Währung, hört Gold auf, ein Museumsstück zu sein, und wird zur Rohware. Daher die kursierende Berechnung: Eine Aufwertung der Reserven würde Schulden in Höhe von 40% amortisieren und dem aktuellen System Jahrzehnte Luft verschaffen. Spanien, so dieselbe Analyse, habe seine Hausaufgaben nicht gemacht, sondern das Metall verschleudert. Es wird sogar von Gold bei 20.000 Dollar pro Unze und einem Dollar-Gold-Verhältnis über 7.000 gesprochen. Offizielle Bestätigung dafür: keine.

Warum würde ein Gastronom eine bald verfallende Währung akzeptieren?

Dies ist die konkreteste Frage der Angelegenheit und entkräftet viele Parolen. Wenn ein Kunde eine Bestellung mit einer Währung bezahlt, die in zwei Wochen verfällt, setzt die Zahlung die Uhr zurück oder behält das Unternehmen einen schmelzenden Vermögenswert? Niemand hat geantwortet. Das erklärte Ziel – hier sind sich Befürworter und Kritiker einig – ist die Abschaffung des Matratzensparens, damit das Geld um jeden Preis zirkuliert und der Emittent jede Transaktion in Echtzeit sieht, rund um die Uhr. Wer für seine Arbeit bezahlt wird und es nicht ausgibt, verliert. Wer von der Hand in den Mund lebt, bemerkt es kaum.

Weder der Kalender noch die Dokumente lösen das Rätsel. Oktober ist vorbei, und die nächste Frist wird mit derselben Wahrscheinlichkeit verstreichen. Währenddessen stapelt sich Gold in Kellern von Zentralbanken ohne bekannten Eigentümer, und die Idee eines verfallenden Geldes klingt weniger nach Science-Fiction, jedes Mal wenn jemand versucht zu erklären, wie es an der Theke einer Bar akzeptiert werden würde.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (157 Antworten).

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