Valencia bricht Hitzerekord mit 46,8 Grad

Der Flughafen Valencia meldet 46,8 Grad als neuen Rekord seit 1966. Während offizielle Daten extreme Hitze zeigen, berichten Anwohner von deutlich niedrigeren Temperaturen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Valencia bricht Hitzerekord mit 46,8 Grad
Valencia bricht seinen Hitzerekord mit 46,8 Grad und stößt auf Skepsis

Am Donnerstag, dem vierten Tag der Hitzewelle, zeigte das Thermometer auf der Start- und Landebahn des Flughafens Valencia 46,8°. Dies ist der historische Höchstwert dieser Messstation seit 1966 und übertrifft die am 6. Juli 1986 registrierten 43,3° um 3,4°. Der spanische Wetterdienst Aemet räumt ein, dass eine solche Abweichung ungewöhnlich ist, auch wenn der Klimawandel extreme Ereignisse häufiger macht: Im Frühjahr hatte Córdoba bereits seinen April-Rekord um mehr als 4° übertroffen. Ein Teilnehmer, der sich selbst als Valencianer bezeichnet, gibt an, dass es auf seinem Balkon um 13:30 Uhr keine 35° waren.

Die offiziellen Tageswerte: 46,8°, 45,4° und 44,7°

Nach dem Flughafen erreichten Xátiva und Llíria jeweils 45,4°, während die Stadt Valencia bei 44,7° blieb, was ebenfalls den bisherigen Rekord von 43° übertrifft. Das extreme Risiko bestand im Landesinneren und an der südlichen Küste Valencias mit bis zu 44°, in Albacete (Hellín und Almansa) mit 42° sowie in der Murciaer Vega del Segura mit 44°. Die Kanarischen Inseln wurden ebenfalls von der Hitzewelle erfasst, mit einer roten Warnung für den Süden von Gran Canaria: bis zu 40° und Nächte, in denen die Temperatur an manchen Orten nicht unter 30° sinkt. Laut Aemet sind Abkühlungen in Sicht, aber die Temperaturen werden mindestens bis zum 19. deutlich über dem Normalwert liegen.

Warum wird die Temperatur am Flughafen gemessen?

Aus Gründen der Vergleichbarkeit, wie ein Thread-Teilnehmer erklärt: Alle großen Städte haben einen Flughafen in der Nähe, und deren Standortbedingungen ähneln sich stärker als die eines zentralen Platzes oder eines Fußballstadions, was den Vergleich von Zeitreihen erleichtert. Der Sensor liegt auch nicht einfach auf dem Asphalt: Laut diesem Nutzer befindet er sich meist in einem gut belüfteten, gedeckten Backsteinhäuschen, nicht direkt an der Piste.

Gegen diese Erklärung argumentieren andere, dass die Methode geändert wurde und nun direkt über dem Beton gemessen werde, dass eine offene Station nicht die gesamte Stadt repräsentiere und dass Arbeiter neben der Piste nur 37° sahen, während der offizielle Wert nach oben schoss. Auch wird gefordert, wann und von wem die Geräte kalibriert wurden. Niemand bestreitet die Hitze; diskutiert wird nur ihr Ausmaß.

Der Ponentà-Wind und der halbstündige Spitzenwert

Hier taucht die am häufigsten wiederholte Nuance auf: Die Hitze war nicht konstant, sondern ein kurzer Ausbruch. Ein Nutzer teilte das Diagramm einer privaten Wetterstation in Valencia: Die Durchschnittstemperatur lag unter 30°, mit einem sehr markanten, kurzen Peak gegen 16:00 Uhr und einem Abfall der Luftfeuchtigkeit auf 17%. Ein anderer Teilnehmer, der in der Gegend von Dos Aguas unterwegs war, maß 42° auf seinem Thermometer und 41° im Auto; zwanzig Minuten später, auf dem Weg nach Buñol, lagen die Werte bei 35°, und um 22:00 Uhr waren sie auf 26° gefallen. Am Nachmittag, bei Levante-Wind, badete ein anderer Nutzer bei 32° im Pool – eine andere Art, einen Sommertag zu messen. Die trockene, heiße Luft trifft die Mittelmeerküste, die den Großteil dieser Tage abbekommt.

Vom Quecksilberstand zur hitzebedingten Sterblichkeit

Der nächste Schritt ist immer derselbe: Umrechnung von Graden in Todesfälle. Ein Teilnehmer nennt Zahlen von über 4.700 hitzebedingten Todesfällen in Spanien im Jahr 2022 und einer deutlich geringeren Zahl für 2023, wobei August noch nicht abgeschlossen ist. Die Zuordnung wird jedoch angezweifelt: Es wird argumentiert, dass ein Teil der sommerlichen Übersterblichkeit ursprünglich anderen Ursachen zugeschrieben und später als Temperatureffekt umetikettiert wurde, was die Erzählung aufbläht. Auf der anderen Seite erinnert ein Nutzer daran, dass der Sommer die Jahreszeit mit den wenigsten Todesfällen ist, was nicht ausschließt, dass Hitzespitzen ihre Spuren in den Statistiken hinterlassen.

Verbrannte Clementinen und ein historischer Streit

Die Hitze hinterlässt nicht nur Rekorde auf Papier. Wie ein Teilnehmer berichtet, verbrennen frühreife Clementinen, wenn sie der Sonne ausgesetzt sind, besonders an der Unterseite, und sonnenexponierte Kakis und Avocados bekommen verbrannte Schalen. Solche Details erscheinen nicht in der Schlagzeile über die 46,8°, sondern auf der Rechnung der Landwirte.

Im Kern geht es um einen älteren Streit: Ist Hitze eine Bedrohung oder ein Segen? Manche behaupten, kalte Perioden seien mit Hungersnöten verbunden gewesen, warme mit dem größten menschlichen Wohlbefinden, während andere dies relativieren und darauf hinweisen, dass Kastilien seine Blütezeit während der Kleinen Eiszeit hatte und das römische Klimaoptimum wärmer als üblich war.



Der Rekord steht in den Büchern: 46,8° auf der Piste und 3,4° Vorsprung vor 1986. In der genannten privaten Station lag der Tagesdurchschnitt unter 30°. Was verwirrt, ist nicht der Spitzenwert, sondern seine Kürze.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (194 Antworten).

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