Der Elitismus der „nutzlosen Esser“: Wer entscheidet, welches Leben zählt
Das Konzept der „useless eaters“ – der nutzlosen Esser – ist nicht neu, doch sein Wiederauftauchen im Diskurs der globalen Eliten hat alle Alarmglocken zum Läuten gebracht. Die Idee, die historisch mit Verschwörungstheorien verbunden ist, beschreibt Menschen, die als unproduktiv oder als Last für die Gesellschaft gelten: Behinderte, Alte, Arme. Was früher marginal war, schleicht sich heute in Wirtschaftsforen und in die Reden von Figuren wie Yuval Noah Harari, Berater des Weltwirtschaftsforums, dem Aussprüche über Menschen ohne „Sinn und Zweck“ und über die Möglichkeit zugeschrieben werden, Menschen im großen Stil zu „hacken“.
Die Definition, mit der die Verschwörungstheoretiker arbeiten, ist dieselbe, die die Elite gar nicht zu verbergen versucht. Laut dem ausgewerteten Material vertritt Harari die Ansicht, dass Technologie es erlaubt, Körper und Geister zu hacken, dass Krisen genutzt werden sollten, um mehr Überwachung einzuführen, und dass die natürliche Selektion durch eine transhumanistische Zukunft ersetzt wird. Seine Kritiker bemerken, dass er in seinen Tiraden nie Muslime erwähnt, was den Verdacht einer selektiven Voreingenommenheit nährt.
Der „Great Reset“ und die Bevölkerungsreduzierung
Das Weltwirtschaftsforum und sein „Great Reset“ stehen im Zentrum des Sturms. Klaus Schwab, sein Gründer, und Harari teilen Bühne und Botschaft: Es gibt zu viele Menschen, und sie müssen verwaltet werden. Im Material wird Harari mit der Frage zitiert: „Warum brauchen wir so viele Menschen?“, und er schlage Medikamente und Videospiele vor, um die „Nutzlosen“ bei der Stange zu halten. In den Mund eines Beraters der Eliten gelegt, klingt das nach einem Plan für soziale Ingenieurskunst.
Die Antwort einer KI, die von einem Teilnehmer befragt wurde, ist aufschlussreich: Sie weigerte sich zunächst, eine Liste von „nutzlosen Essern“ zu erstellen, bis die Sprache ausreichend manipuliert war. Die Maschine, darauf trainiert, nicht zu diskriminieren, gab am Ende eine Liste aus, die mit „Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen“ begann. Der Vorfall zeigt, dass Voreingenommenheit nicht nur beim Menschen liegt.
Das Committee of 300 und der Entvölkerungsplan
Das Dokument „Conspirators' Hierarchy: The Story of the Committee of 300“, das John Coleman, einem ehemaligen MI6-Spion, zugeschrieben wird und auf einem CIA-Server liegt, erwähnt die „useless eaters“ ausdrücklich. Laut diesem Text decretierte das Komitee eine „kleinere und bessere“ Welt, in der die „zahllosen nutzlosen Esser“ geopfert werden sollten. Die Referenz ist zwar von fragwürdiger Glaubwürdigkeit, passt aber in das Erzählbild der Bevölkerungsreduzierung, das den Eliten zugeschrieben wird.
Im Material wird auch Kamala Harris zitiert, die in einem Versprecher „pollution“ mit “population“ verwechselte – ein Ausrutscher, den manche als Freudschen Versprecher deuten. Das Unterbewusstsein, so heißt es, verrät einen.
Wer sind die „nutzlosen Esser“ laut der Elite?
Die Liste, die in Verschwörungskreisen kursiert, umfasst Behinderte, Alte, Arme und allgemein alle, die keinen wirtschaftlichen Wert liefern. Das Konzept ist funktional für das System: Wenn dein Leben nichts produziert, ist dein Leben nichts wert. Es ist die Logik des Kapitalismus auf die Spitze getrieben, in der der Mensch zum Aktivposten oder Passivposten wird.
Die Diskussion driftete Richtung Einwanderung und gefährdete Gruppen ab, wobei Meinungen sie als Last darstellten. Der Diskurs ist alles andere als akademisch – er trifft einen Nerv bei jedem, der sich als verzichtbar fühlt. Die Frage ist unausweichlich: Wer entscheidet, welches Leben es wert ist, gelebt zu werden?
Der Transhumanismus als Alibi
Harari macht keinen Hehl aus seinem Glauben an den Transhumanismus: Er glaubt, dass die Menschen dank Technologie zu „Göttern“ werden und dass Biometrie es erlauben wird, das Leben selbst neu zu gestalten. Seine Kritiker sehen hier den Kern des Problems: eine Elite, die sich das Recht anmaßt, über die Zukunft der Spezies zu entscheiden, während sie die Mehrheit verachtet.
Die Ironie: Derselbe Harari bezeichnet die Bibel als „fake news“ und das Christentum als Irrtum, schweigt aber zu anderen Religionen. Auch das selektive Schweigen ist eine Botschaft.
Was das für jeden von uns bedeutet
Das Konzept des „nutzlosen Essers“ ist keine abstrakte Bedrohung: Es ist eine Art, auf den Mitmenschen zu blicken. Wenn wir akzeptieren, dass es verzichtbare Leben gibt, akzeptieren wir, dass unseres morgen dazugehören kann. Die Logik der Verwerfung unterscheidet nicht zwischen Behinderten, Alten oder Arbeitslosen: Jeder kann in die Kategorie fallen.
Die Reaktion im ausgewerteten Material ist eine klare Ablehnung der Eliten, aber auch Kritik an einer Gesellschaft, die den Herdentrieb beklatscht. Die Masse, so heißt es, muss geführt werden. Derweil zirkuliert das Konzept weiter in Berichten, Büchern und Reden, über die niemand abstimmt.
Vor diesem Hintergrund ist die Prognose düster: Wenn der Diskurs der „nutzlosen Esser“ normalisiert wird, wird die nächste Krise dazu dienen, Kürzungen, Ausschlüsse und vielleicht etwas Schlimmeres zu rechtfertigen. Es gibt keine Beweise für einen koordinierten Plan – aber es braucht sie auch nicht: Es genügt, wenn sich die Idee im gesunden Menschenverstand festsetzt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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