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USA und Russland verhandeln laut Medien über Nord-Stream-Gas
Berichten zufolge verhandeln die USA und Russland über die Wiedereröffnung von Nord Stream, wobei Europa eine Gebühr zahlt. Manche halten russisches Gas früher für billig.
USA und Russland verhandeln über Nord-Stream-Gas: Europa zahlt die Gebühr
Kehrt russisches Gas über Nord Stream nach Europa zurück? Nach kursierenden Berichten verhandeln die USA und Russland über die Wiedereröffnung der Pipeline, wobei Washington als Vermittler auftritt. Das Schema, das sich abzeichnet, ist so einfach wie verletzend: Russland produziert, die USA kassieren eine Gebühr, Europa zahlt. Und das, nachdem es sich mit den Sanktionen selbst ins Knie geschossen hat, während der Rest des Welt ungeniert weiter Geschäfte macht.
Die Paradoxe ist nicht klein. Die Pipeline, die Russland und Deutschland über die Ostsee verbindet und seit 2011 in Betrieb war, wurde 2022 sabotiert und nie repariert. Jetzt, wo der Winter vor der Tür steht und die europäischen Energiereserven auf Minimum sind, scheint sich jemand daran erinnert zu haben, dass diese Infrastruktur existierte. Russisches Gas war billig; mit der amerikanischen Maut gleicht sich die Sache an. Oder so sehen es jene, die in dem Schachzug einen Weg sehen, das, was früher ohne Gebühren floss, künstlich zu verteuern.
Das perfekte Geschäft: Russland produziert, die USA kassieren, Europa zahlt
Das Schema hat seine eigene perverse Logik. Russland verkauft, die USA vermitteln, Europa kauft. Jedes Glied der Kette kostet. Und der Letzte in der Kette ist, wie immer, der europäische Verbraucher. Manche bringen es auf den Punkt: Das Gas wird in Russland gekauft und an die USA eine Gebühr gezahlt. Am Ende steigt der Endpreis für den europäischen Steuerzahler, obwohl das Gas aus der gleichen Quelle wie immer kommt.
Die Frage, die in der Luft liegt, ist, warum Europa nicht direkt mit Russland verhandelt. Die Antwort lautet, manchen Analyseströmungen zufolge, dass Brüssel keinen Spielraum hat: Ohne Washingtons Erlaubnis bewegt sich hier nichts. Totale Unterwerfung, nennen sie das. Andere sprechen lieber von geopolitischem Realismus: Wer den Hahn kontrolliert, kontrolliert den Preis.
Warum kauft Europa nicht direkt Gas in Russland?
Weil es, der herrschenden Erzählung zufolge, nicht kann. Die Sanktionen, die Sabotage von Nord Stream und die NATO-Abhängigkeit haben die EU ihrer Fähigkeit zur autonomen Verhandlung beraubt. Europa kauft kein russisches Gas, weil es ihm nicht erlaubt wird. Das Ergebnis: Es zahlt mehr für dasselbe Produkt, mit einem Vermittler, der seinen Anteil einstreicht.
Die Rechnung, die kursiert, ist einfach: War russisches Gas billig und muss jetzt die amerikanische Gebühr hinzugerechnet werden, verpufft die Ersparnis. Das eigentliche Problem war, dass russisches Gas billig war, spotten manche. Mit der Maut gleicht sich die Sache an. Und der europäische Bürger zahlt derweil weiter die Rechnung.
Der Winter drückt: Reserven auf Minimum, Inflation lauert
Mit dem Winter und den europäischen Energiereserven auf Minimum muss etwas geschehen. Die Inflation, die bereits kräftig zugeschlagen hat, droht mit einem zweiten Schlag, falls das Gas wieder durch die Decke geht. Die Zinsen wurden nur wenig und langsam angehoben; der Spielraum ist eng. Der erste Inflationsschlag lässt sich nicht mehr aufhalten; jetzt versucht man, den zweiten milder ausfallen zu lassen.
Die Dringlichkeit erklärt, warum verhandelt wird, was vor einem Jahr undenkbar war. Die sabotierte Pipeline ist wieder auf dem Tisch. Und mit ihr der Beweis, dass sich das europäische Energiespielbrett im Takt anderer bewegt.
Groundhog Day: Schon vor einem Jahr verhandelt
Es ist nicht das erste Mal, dass über die Wiedereröffnung von Nord Stream gesprochen wird. Verhandelt wurde das schon vor über einem Jahr, erinnern manche. Eigentlich ging es immer genau darum. Neu ist, dass die USA nun als ausdrücklicher Vermittler auftreten und ihren Anteil kassieren. Der Rest ist derselbe Film mit anderem Bühnenbild.
Unterdessen legisliert die EU über Flaschenverschlüsse, die an der Flasche befestigt sind. Unterdessen erlässt Brüssel Vorschriften darüber, dass Verschlüsse festkleben müssen. Die Ironie schreibt sich von selbst.
Das Fazit: Ein Riss ohne Plan
Es gab eine funktionierende Infrastruktur seit 2011. Man legte NS1 lahm und sagte, man wolle NS2 nicht in Betrieb nehmen. Und jetzt wird verhandelt, dass das Gas wieder fließt, mit einer neuen Maut. Ein Riss ohne Plan. Oder mit einem Plan, der nie unserer war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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