US-Ziele bei der NATO-Gründung: Russen draußen, Amerikaner drinnen, Deutsche unten

Lord Ismay brachte 1949 die NATO-Ziele auf den Punkt: Russen raus, Amerikaner rein, Deutsche unten. Seit 2014 steht die Allianz vor internen Herausforderungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Zitat von Lord Ismay fasst die Gründungslogik der NATO zusammen: die Sowjetunion aus Westeuropa heraushalten, das militärische Engagement der USA sichern und die deutsche Wiederbewaffnung kontrollieren. Siebzig Jahre später sind die Herausforderungen innenpolitisch und politisch.

Der erste NATO-Generalsekretär, **Lord Ismay**, hinterließ einen Satz, der bis heute zitiert wird: Die Allianz sei gegründet worden, „um die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten“. Es war kein Kneipenwitz, so sehr es auch danach klingt. Er fasste drei Sicherheitsprobleme zusammen, die Europa seit **1945** begleiteten und die der Washingtoner Vertrag von **1949** ein für alle Mal lösen sollte.

## Die UdSSR eindämmen und Washington an die Allianz binden

Das erste Ziel war militärisch: jede sowjetische Expansion Richtung Westeuropa aufhalten. Das zweite war politisch: verhindern, dass sich die **USA** wie nach dem Ersten Weltkrieg in ihre Hemisphäre zurückziehen. Die NATO-Mitgliedschaft band den amerikanischen Atomschutzschirm an den Kontinent. Das dritte Ziel war, zu verhindern, dass sich **Deutschland** unkontrolliert wieder bewaffnete, indem es in eine gemeinsame Militärstruktur integriert wurde.

## Lastenteilung und europäische Verteidigung

Seit dem **Wales-Gipfel 2014** steht die Allianz vor den größten Herausforderungen ihrer jüngeren Geschichte. Die erste ist das Engagement der **USA** für die europäische Verteidigung und die Forderung nach einer gerechteren Lastenteilung. Die zweite ist die Spaltung der Alliierten über die Ziele und die Rolle der NATO. Die dritte ist die Politik der flexiblen Erweiterung. Die vierte ist die Debatte über eine eigenständige europäische Verteidigung und ihre Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen **EU und NATO**. Die fünfte ist die Rolle der Allianz im neuen globalen Mächtegleichgewicht.

## Eine Allianz, die sich neu definiert

Die NATO hat überlebt, indem sie sich an jede geopolitische Veränderung angepasst hat. Die heutigen Herausforderungen sind eher politisch als strategisch: Weniger wird darüber gestritten, gegen wen sich Europa verteidigt, als darüber, wer zahlt, wer entscheidet und wie weit die Allianz reicht. Die Antworten auf diese Fragen werden ihre Zukunft bestimmen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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