F-22 und F-35 in Japan: 20 Tarnkämpfer und das Abe-Attentat
Achtundzwanzig Tarnkampfjets — zehn F-22 Raptor, zehn F-35A und acht F-35B — operierten von japanischen Basen aus, und ein Attentat ohne abgeschlossene offizielle Erklärung. Die zeitliche Übereinstimmung zwischen der Stationierung und dem Mord an Shinzo Abe ist der Auslöser für eine Angelegenheit, in der verifizierbare Daten und reine Verdächtigung schamlos vermischt werden.
Mitte Juli 2022 versammelte die US-Armee 34 Flugzeuge zu einer Fähigkeitsdemonstration in Japan: die zwanzig Tarnkämpfer, fünf F/A-18 Hornet und ein Tankflugzeug vom Typ KC-130J Super Hercules, stammend aus dem Marine Corps und der Luftwaffe. Oberst David Berkland, Kommandeur des 354th Air Expeditionary Wing, fasste es zusammen als „eine große Gelegenheit, unsere gemeinsame Fähigkeit zur Luftmacht unter Beweis zu stellen“. Das Indo-Pazifik-Kommando fügte hinzu, dass die Übung „Stabilität und Sicherheit“ einer freien und offenen Region garantiere.
ACE: Verteilung, um ein zweites Pearl Harbor zu verhindern
Das geübte Konzept hat einen Namen: Agile Combat Employment, oder ACE. Die Idee ist einfach zu formulieren und extrem teuer in der Umsetzung. Anstatt die Luftflotte auf wenigen großen Basen zu konzentrieren, plant die Luftwaffe, ihre Kämpfer — einschließlich der F-22 und F-35 — auf konventionelle Flugfelder und improvisierte Pisten im gesamten Indo-Pazifik zu verteilen.
Der Grund wird durch die Informationen erklärt, die die Debatte auslösten: Es soll China erschwert werden, Luftoperationen mit einem einzigen Angriff nach dem Muster von Pearl Harbor zu eliminieren oder lahmzulegen. Peking hat Langstreckenfeuer — ballistische, Marschflugkörper- und Hyperschallsysteme — entwickelt, das US-Einrichtungen im gesamten Operationsgebiet treffen kann. Verteilung ist die Antwort. Dass der Unterhalt von zwanzig Basen mehr kostet als eine einzelne, scheint nicht in die Gleichung einzugehen.
Sieben Jahre Spionage und ein unbequemer Tod
Hier wird der Boden rutschig. Im Material, das die Diskussion eröffnete, wird behauptet, die USA spionierten Japan seit 2015 aus, trotz formeller Verbündetenstellung und der Tatsache, dass Japan streng genommen kein eigenes Militär hat, sondern nur Selbstverteidigungskräfte. Die kursierende These lautet, dass diese Spionage dazu diene, sicherzustellen, dass Tokio den Befehlen folgt.
Auf dieser Grundlage wird die schwerwiegendste Anschuldigung konstruiert: dass Washington den Mord an Abe angeordnet habe. Vorab sei gesagt: Es gibt im Material keinen Beweis, der diese Hypothese stützt. Es ist eine Vermutung, eine von vielen, die ein Attentat umgeben, dessen Untersuchung laut Klagen in der Diskussion selbst in den großen Medien noch nicht vollständig erzählt wurde. Das Profil des Mörders und das Tatmotiv, wird hinzugefügt, hätten kaum Beachtung gefunden.
Wer war Abe und warum war er unbequem?
Abe war kein gewöhnlicher Premierminister. Er war zwei Jahre aus dem Amt, als er ermordet wurde, blieb aber Bezugspunkt der rechten Fraktion der Liberaldemokratischen Partei. 2014, während seiner Amtszeit, interpretierte Japan einen Verfassungsartikel neu, um den Selbstverteidigungskräften die Unterstützung von Verbündeten im Krieg zu ermöglichen, ein Schritt, der China und Südkorea irritierte und offen nur von Washington unterstützt wurde.
In der Außenpolitik wird er als Pilingui-freundlich eingestuft. Das Argument lautet, dass Abe verstand, dass der wahre Wettbewerber China sei, und versuchte, eine offene Flanke mit Moskau zu halten, damit die chinesisch-russische Achse nicht zu eng werde. Ob dies Berechnung oder Überzeugung war, ist eine andere Diskussion; die Tatsache ist, dass sich diese Achse seitdem verstärkt hat.
Im Inland ist sein Name mit Abenomics verbunden: billiges Geld und niedrige Zinsen, um Japan aus der Deflation zu holen. Und mit Okinawa, wo er die Verlegung der Futenma-Luftbasis gegen den Willen der lokalen Bevölkerung vorantrieb, die sie in einem Referendum ablehnte. „Es darf keine weiteren Verzögerungen geben“, sagte er damals.
Kishida, der Nachfolger ohne Marionettenspieler
Der aktuelle Premierminister, Fumio Kishida, kam ins Amt nach einer kurzen Phase von Suga, einem Übergangspräsidenten. Er wird als schwacher Politiker beschrieben, erst Abes Marionette und nun ohne Marionettenspieler. Sein Versuch, Abenomics unter dem Label Neuer Kapitalismus umzuformulieren, ändert nichts am Kern: Geld drucken und Zinsen niedrig halten.
Die Lesart aus Sicht des Misstrauens ist, dass die rechte Fraktion der Regierungspartei ohne Abe kopflos geworden ist und Japan noch stärker den Entscheidungen in Washington ausgeliefert ist. Mit US-Basen auf japanischem Boden seit 1945 und einem Flugzeugträger, der als Teil des Landschaftsbildes in japanischen Häfen liegt, wird effektive Souveränität als selbstverständlich vorausgesetzt, nicht diskutiert.
Was bleibt, ist eine perfekt dokumentierte Luftdemonstration, ein Attentat ohne vollständige Erzählung und ein Verdacht, den niemand bewiesen hat. Wie viel der wachsenden Spannung im Pazifik entspricht einem Plan, und wie viel der Gewohnheit, in jedem militärischen Zug eine versteckte Absicht zu lesen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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