Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
US-Remote-Arbeiter treiben Immobilienpreise in Südeuropa
Amerikanische Fernarbeiter haben ihre Immobilienkäufe in Spanien, Portugal und Griechenland binnen drei Jahren um 88 % gesteigert. In Portugal stieg die Zahl der US-Residenten sogar um 239 %.
Amerikanische Remote-Arbeiter kaufen Immobilien in Südeuropa
Amerikanische Staatsbürger haben ihre Immobilienkäufe in Spanien, Portugal und Griechenland in den letzten drei Jahren laut Daten des The New York Times um 88 % erhöht. In Portugal ist die Zahl der amerikanischen Residenten sogar um 239 % gestiegen. Das Phänomen ist keine Masseninvasion, sondern ein Tropfen von Profilen mit hohen Dollar-Gehältern, viele aus dem Technologiesektor, die sich in mediterranen Städten niederlassen und nicht mieten, sondern kaufen. Die Schlagzeile des New Yorker Mediums spricht von „armen Amerikanern“, aber die im Artikel genannten Zahlen deuten auf Jahreseinkommen von 100.000 US-Dollar hin.
Wer sie sind und woher sie kommen
Das wiederkehrende Profil ist das von IT-Mitarbeitern aus San Francisco, Kalifornien oder Seattle. Sie verdienen in Dollar, arbeiten remote für amerikanische Unternehmen und halten Meetings über verschiedene Zeitzonen hinweg ab. Mehrere Zeugnisse beschreiben diese Bewohner, die Abendessen im Zentrum von Valencia verlassen, um eilig nach Hause zu laufen, weil sie eine Videokonferenz mit jemandem auf der anderen Seite des Atlantiks haben. Sie mieten nicht: Sie kaufen. Und genau dieser Unterschied bewegt den lokalen Immobilienmarkt.
Die Frage, die im Raum steht, ist, warum jemand mit diesem Gehalt San Francisco verlässt, um sich in Valencia, Lissabon oder Athen niederzulassen. Die am häufigsten genannte Antwort unter denen, die den Fall gut kennen, ist wirtschaftlicher Natur: In den USA kosten Gesundheitsversorgung und Sicherheit mehr als erwartet. Ein Gehalt von 100.000 Dollar geht für Krankenversicherungen, Wohnraum in sicheren Stadtteilen und Schutz vor Unvorhergesehenem drauf. In Spanien bringt dasselbe Geld einen anderen Wert.
Auswirkungen auf die Immobilienpreise
Der Effekt auf den lokalen Markt ist der Punkt, an dem fast alle Positionen zusammentreffen. Wer mit einem Dollar-Gehalt kommt und ohne Hypothek kauft, treibt die Preise in Vierteln nach oben, die bis vor kurzem noch mittlere bis niedrige Mieten hatten. Das Ergebnis ist eine beschleunigte Gentrifizierung: Ein Viertel mit eigenem Charakter wird innerhalb weniger Monate zum Trendviertel mit neuen Lokalen und steigenden Mieten. Der alteingesessene Bewohner kann da nicht mithalten.
Einige argumentieren, dass das Phänomen begrenzter ist, als die Schlagzeile suggeriert. In Málaga beispielsweise heißt es, dass es sich eher um Austauschstudenten und Durchreise-Touristen handelt, nicht um dauerhafte Residenten. Ausländer mit Kaufkraft konzentrieren sich auf bestimmte Gebiete wie Puerto Banús oder Guadalmina, gemischt mit anderen wohlhabenden Profilen. Die geografische Streuung ist wichtig: Das Zentrum von Lissabon ist nicht dasselbe wie ein Dorf im Alentejo.
Gesundheit, Steuern und die doppelte Vorteilrechnung
Das am häufigsten wiederholte Argument derer, die das Phänomen als rational betrachten, ist der doppelte Vorteil: In einem kapitalistischen System verdienen und in einem System mit öffentlichen Diensten ausgeben. Ein Resident, der über eine Sondervereinbarung zahlt, entrichtet einen Beitrag für die öffentliche Gesundheit, aber dieser Beitrag liegt deutlich unter den Kosten einer vergleichbaren privaten Versicherung in den USA. Die spanische öffentliche Gesundheitsversorgung bleibt trotz ihrer Probleme ein starkes Argument für Zuwanderer.
Das Kleingedruckte ist immer dasselbe: Das System wird durch Steuern der bereits hier Lebenden finanziert. Wenn der Neuankömmling weniger beiträgt, als er verbraucht, geht die Rechnung nicht auf. Und diese Debatte beschränkt sich nicht nur auf Amerikaner: Sie gilt für jeden Migrationsstrom mit hohem Einkommen und niedrigen Beiträgen.
Kulturelle Kluft und das Narrativ des „importierten Wokismus“
Ein Teil der Diskussion verlagert sich auf die kulturelle Ebene. Es wird argumentiert, dass diese Residenten politische und soziale Praktiken aus ihren Herkunftsstädten in den USA mitbringen, was Spannungen in den betroffenen Stadtvierteln erzeugt. Der Vorwurf, fremde Konflikte zu importieren, taucht in mehreren Kommentaren auf, wobei die Proteste von 2020 als wiederkehrendes Beispiel dienen. Dies ist eine Beschwerde, die in vielen europäischen Städten zu hören ist und als Symptom eines breiteren Unbehagens gelesen werden sollte: das Gefühl, dass sich der eigene Boden verändert, ohne dass jemand gefragt wurde.
Auf der Gegenseite erinnern einige daran, dass das Phänomen marginal ist und die Mehrheit dieser Residenten diskret, solvent und respektvoll gegenüber der Umgebung ist. Der Vergleich mit anderen Migrationsströmen, wie den Briten an den Küsten, wird mehrfach angeführt: Die Amerikaner seien gebildeter und reicher.
Was verwirrt, ist die Schlagzeile: „arme Amerikaner“. Mit 100.000 Dollar jährlich ist man nach keinem vernünftigen Maßstab arm. Die Realität, die der Artikel selbst beschreibt, ist die einer oberen Mittelschicht, die weggeht, weil ihr Land zu teuer geworden ist. Wie lange wird es dauern, bis Südeuropa für sie nicht mehr billig ist?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (188 Antworten).
Ausländer zeichnen in Spanien 15,98 Prozent aller Wohnungsverkäufe ab, ein historischer Höchststand. Das Wachstum von 42 Prozent bei südamerikanischen Käufern verbirgt eine andere Realität.
Eine 70-m²-Wohnung in Valencia (Spanien) verzeichnet 50 Bewerber, noch bevor sie inseriert wird. Mieten, die sich in zwei Jahren verdoppeln, und Bewertungen 50 % höher: eine Marktanalyse.
Ein Video von Fahrern ohne Nummernschilder im Richmond-Distrikt befeuert die Debatte über Wählerverhalten und Sicherheitskosten in wohlhabenden Stadtteilen.
Cristina Intxaurrondo interviewt Irene Montero, und der spanische PSOE sieht tatenlos zu. Die Deutung, die sich durchsetzt: Die Moncloa will Podemos aushöhlen und sich ihre Stimmen sichern.
Prognosen zufolge wird sich die Weltbevölkerung bis 2060 halbieren. Ein beispielloser demografischer Wandel mit weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft.