Unfälle und ausländische Fahrer: Daten, die Spaniens DGT lieber verschweigt

Ausländische Fahrer sind an 10 % der tödlichen Unfälle in Spanien beteiligt, stellen aber nur 13 % der Bevölkerung. Daten, Schnell-Umschreibungen von Führerscheinen und ein alternder Fahrzeugbestand.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Unfälle und ausländische Fahrer: die Statistik, die niemand sehen will

Im Jahr 2016 machten ausländische Fahrer 13 % der Bevölkerung in Spanien aus, waren aber an fast 10 % der tödlichen Unfälle beteiligt. Die von ABC veröffentlichte Zahl ist nur die Spitze des Eisbergs. Etwa 10 % der Unfälle mit Todesopfern betreffen einen ausländischen Fahrer, laut Daten der DGT (spanische Verkehrsbehörde), die von der Presse ausgewertet wurden. Und der Anteil wächst stetig.

Die Zahl, die weh tut

Ausländische Fahrer – ohne Eingebürgerte – stellten 2016 bereits 13 % des Fahrerregisters, ihr Anteil an tödlichen Unfällen lag jedoch bei rund 10 %. Das scheint ausgeglichen, doch das Problem ist, dass dieser Prozentsatz in die Zukunft projiziert explodiert. Wie manche Analysen anmerken: Wären Ausländer 50 % der Bevölkerung, wären sie für 65 % der tödlichen Unfälle verantwortlich – vorausgesetzt, die Unfallquote bliebe konstant.

Nach Ländern führt Bulgarien das europäische Ranking der tödlichen Unfälle pro Million Einwohner an (82), gefolgt von Rumänien (81) und Lettland (75). Zahlen, die im Kontrast zur offiziellen Wahrnehmung stehen, die Verkehrssicherheit verbessere sich.

Fragwürdige Führerscheine und Schnell-Anerkennungen

Eine Analyselinie weist darauf hin, dass das Problem nicht nur die Nationalität ist, sondern die Leichtigkeit, Führerscheine zu erwerben und anerkennen zu lassen. In einigen lateinamerikanischen Ländern gibt es die Führerscheine ohne strenge Prüfung, und anschließend werden sie in Spanien anerkannt. Es gibt auch Berichte über VTC-Fahrer (Mietwagen mit Fahrer) und Lieferwagenfahrer, die mit ausländischen Führerscheinen ohne spezielle Schulung unterwegs sind.

Der Güterverkehrssektor wird kritisiert: Unternehmer, die Ausländer einstellen, um weniger zu zahlen – diese fahren mit fragwürdigen Führerscheinen oder ohne Pausen. Die Guardia Civil (spanische Paramilitärische Polizei) hat bereits vor der Zunahme an Unfall-Lkw gewarnt.

Die andere Seite: alternder Fahrzeugbestand und Senioren

Nicht alles ist Einwanderung. Der spanische Fahrzeugbestand wird immer älter. Die Leute können sich Reparaturen und Benzin nicht leisten und fahren mit unsicheren Autos. Zudem gibt es ältere Fahrer, die nie ärztliche Untersuchungen absolvieren. Die DGT wurde kritisiert, weil sie Senioren mit Sehproblemen und unter Medikation weiter am Steuer lässt.

Ein weiterer Faktor ist die Zunahme von Radfahrern und Fußgängern, viele ohne Reflektoren, die bei nächtlichen Unfällen sterben. Und Ketamin als neue Droge, die bei Schnelltests nicht nachweisbar ist.

Die offene Debatte

Gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Rückgang der spanischen Bevölkerung und der Zunahme der Unfälle? Manche bestreiten das kategorisch; andere behaupten es mit Ironie. Fest steht: Die DGT veröffentlicht in ihren Jahresberichten keine nach Nationalität aufgeschlüsselten Daten, was den Verdacht nährt, dass das Problem vertuscht wird. Währenddessen sammeln sich auf den Straßen mehr Fahrer mit fragwürdigen Führerscheinen, alte Autos und eine Überwachung, die scheinbar weg schaut.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (33 Antworten).

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