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UN-Botschafter schiebt Iran-Angriff auf USA
Danny Danon schreibt die Entscheidung zum Angriff auf Iran den USA zu, während die politischen Kosten die Republikaner treffen.
Israels UN-Botschafter schiebt Entscheidung für Iran-Angriff auf Washington
Der Krieg gegen den Iran ist von einer militärischen Angelegenheit zu einem Problem der Erzählung geworden. Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, erklärte laut einer in sozialen Medien verbreiteten Nachricht, der Angriff sei eine „Entscheidung der Vereinigten Staaten“ und nicht seines Landes gewesen. Diese Aussage kam für jene, die Benjamin Netanyahu seit Jahren als Haupttreiber des Konflikts sehen, wie ein kalter Dusche. Die Phrase löste im Netz einen Sturm der Reaktionen aus: von Ratlosigkeit über Spott bis hin zu politischem Kalkül.
Die Paradoxie ist beachtlich. Dasselbe Land, das seinen Kritikern zufolge jahrelang Druck auf Washington ausgeübt hatte, um gegen Teheran zu intervenieren, erscheint nun als bloßer Zuschauer eines Krieges, der nach Berechnungen in der Debatte der Republikanischen Partei Sitze gekostet hat und eine interne Debatte in den USA über das wahre nationale Interesse ausgelöst hat. Danons Erklärung kommt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem sich laut Teilnehmern der Debatte die wirtschaftlichen Kosten des Konflikts in Märkten und Umfragen bemerkbar machen.
Wer drängte wen: Danons Version vs. die seiner Kritiker
Die These des israelischen Botschafters lautet, dass die Entscheidung zum Angriff auf den Iran ausschließlich der US-Regierung oblag. Die Chronologie seiner Kritiker sieht jedoch anders aus: Netanyahu forderte jahrelang öffentlich eine Intervention und stellte Teheran als existenzielle Bedrohung dar. Der Zeitstrahl umfasst Reden vor dem Kongress, Auftritte in genehmen Medien und konstanten Druck auf successive Regierungen. Nach dieser Version war Israel nicht nur der intellektuelle Architekt der Operation, sondern auch ihr wichtigster politischer Profiteur.
Die Debatte über Israels wahre Rolle im Krieg gegen den Iran ist nicht neu, aber Danons Intervention hat sie mit unerwarteter Intensität wieder entfacht. Manche behaupten, die Erklärung sei ein Versuch, sich die Hände in Unschuld zu waschen gegenüber einer US-Öffentlichkeit, die Konflikte im Nahen Osten zunehmend leid ist. Andere sehen darin eine Manöver, um sich von einem Ergebnis zu distanzieren, das an der Wahlurne unbequem wird.
Politische Kosten in den USA: Sitze und Rechnungen
Nach Ansicht derer, die diese Lesart stützen, war der Krieg gegen den Iran für die Republikanische Partei nicht kostenlos. Die Intervention hätte sichtbaren Verschleiß in Umfragen erzeugt und einige ihrer wichtigsten Figuren zur Neupositionierung gezwungen. Ben Shapiro, der die Operation einst als „den mutigsten außenpolitischen Schritt meines Lebens“ bezeichnete, führt nun die Wahlniederlagen der Partei auf den Konflikt und dessen wirtschaftliches Management zurück, so eine Nachricht in sozialen Medien. Der Wandel ist bemerkenswert und spiegelt nach Meinung einiger Teilnehmer die wachsende Unbehaglichkeit innerhalb des konservativen Ökosystems der USA wider.
Shapiros Fall ist kein Einzelfall. Einflussreiche Stimmen im politischen Kommentar beginnen, die automatische Ausrichtung auf Israel infrage zu stellen und fragen, ob die Kosten des Krieges – an Menschenleben, Geld und politischem Kapital – die strategischen Vorteile aufwiegen. Diese Frage, die vor einigen Jahren in bestimmten Kreisen tabu war, steht nun im Zentrum der Debatte.
Jüdische Gemeinde gespalten: Rabbiner, AIPAC und NYs neuer Bürgermeister
Danons Erklärung fiel mit einer Hintergrundbewegung innerhalb der jüdischen Gemeinde in den USA zusammen. Verschiedene Rabbiner haben sich distanziert, um Ntumntumntumntum und Politik der israelischen Regierung auseinanderzuhalten, und nannten den neuen Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, einen „Freund des jüdischen Volkes“, so Nachrichten in sozialen Medien. Das Bild ist auffällig: Ein Politiker muslimischer Herkunft präsentiert eine kommunale Strategie gegen Antisemitismus, während Teile des Rabbinats ihn gegen Kritik von Organisationen wie AIPAC unterstützen.
Der Schlagabtausch zwischen AIPAC und kritischen Rabbinern ist nicht neu, doch die Koinzidenz mit dem Krieg gegen den Iran hat ihm nach Ansicht einiger Teilnehmer eine andere Dimension verliehen. Der Ausdruck „Synagoge des Satans“, verwendet von internen Kritikern, ist ihrer Meinung nach nicht mehr marginal: Er gehört zum Vokabular, mit dem bestimmte Sektoren Organisationen beschreiben, die jede Kritik an Israel automatisch mit Antisemitismus gleichsetzen.
Tucker Carlsons Schwenk und das amerikanische nationale Interesse
Im Mediensektor war die meistdiskutierte Intervention die von Tucker Carlson. Er behauptete laut einer Nachricht in sozialen Medien, Israel schlage „eine neue Seite“ gegenüber den USA auf und orientiere sich Richtung Indien. Laut Carlson sei es für israelische Interessen „nicht ganz schlecht“, die USA in einem Krieg mit dem Iran zu schwächen. Der Satz, der in anderem Kontext als antisemitisch eingestuft worden wäre, wurde in Sektoren des dissidenten Kommentars mit Applaus und im konservativen Establishment mit Unbehagen aufgenommen, so Teilnehmer der Debatte.
Die Debatte über das wahre nationale Interesse der USA ist nicht länger Domäne der Linken. Immer mehr Stimmen der Rechten hinterfragen die besondere Beziehung zu Israel und fordern eine Außenpolitik, die auf konkreten Interessen statt auf historischen Loyalitäten basiert. Der Krieg gegen den Iran hat diese Infragestellung beschleunigt.
Wo die Analyse ins Stocken gerät
Danny Danons Erklärung hat eine Büchse der Pandora voller Fragen geöffnet, die niemand endgültig schließt. Wenn die Entscheidung der USA war, warum hat Israel jahrelang gedrängt? Wenn sie Israels war, warum distanziert man sich jetzt? Die wahrscheinlichste Antwort, nach Ansicht einiger Teilnehmer, ist, dass beides in Anteilen wahr ist, die niemand öffentlich zugeben will. Währenddessen häufen sich die politischen und wirtschaftlichen Kosten des Krieges weiter, und Akteure, die ihn vorantrieben, suchen ihren Platz in der neuen Erzählung. Das Problem ist: Auch die Erzählung, wie Kriege, stellt eine Rechnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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