Tate wirft Adam22 Matrix-Einfluss vor

Andrew Tate kritisiert Adam22 dafür, dass seine Partnerin mit anderen dreht, und führt dies auf die „Matrix“ zurück.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Tate wirft Adam22 Matrix-Einfluss vor
Tate attackiert Adam22 bei Tucker Carlson wegen der „Matrix“

Ein Vorbild für einen Teil der jungen Männerwelt weist auf einen anderen Erwachsenen-Content-Ersteller hin, weil dieser einwilligt, dass seine Partnerin Szenen mit Dritten dreht. Die Paradoxie, die kaum jemand offen anspricht, ist, dass beide vom selben Geschäft leben. Tates Anschuldigung gegen Adam22 wurde in der Sendung von Tucker Carlson formuliert und in einem Satz zusammengefasst: „Das will die Matrix von dir“. Der Ausschnitt kursiert zusammen mit der angesprochenen Szene und der anschließenden öffentlichen Verteidigung des Paares in einem Podcast.

Was Andrew Tate über Adam22 bei Tucker Carlson sagte

Das Argument stützt sich auf einen konkreten Fall: Eine Schauspielerin, die nur Szenen mit Frauen gedreht hatte, heiratete und eine Woche später ihre erste Szene mit einem Mann aufnahm, um danach in einem Podcast das Ereignis zu verteidigen. Was Tate zur These macht, ist die Rollenverteilung. Er behauptet, das System wolle die Frau oben und den Mann unten, ohne Charakter, und fügt eine Überlegung zur Verletzlichkeit hinzu: Eine Frau kann viel leichter eingeschüchtert und emotional getroffen werden als ein Mann. Das Etikett, das er verwendet, um dieses angebliche Design zu benennen, ist die Matrix.

Dies ist keine analytische Kategorie, und es sollte vorab gesagt werden: Es handelt sich um einen rhetorischen Rahmen. Er dient dazu, alles zu erklären, was der Hörer nicht teilt, ohne einen einzigen überprüfbaren Datenpunkt beizusteuern. Darin liegt seine Wirksamkeit und darin seine Falle.

Die Ökonomie von Paaren produzierten Erwachsenen-Inhalten

Das Geschäft hinter der Episode ist prosaischer, als der apokalyptische Ton nahelegt. Es gibt Paare, die ihr intimes Leben zum Produkt machen und jede Phase monetarisieren, einschließlich der Schwangerschaft, mit einem Katalog, der sich erweitert, wenn das Publikum mehr verlangt. In diesem Modell ist die Szene mit einem Dritten kein Betrug: Es ist ein Launch. Sie verkauft sich besser mit einer Geschichte als ohne, und die nachfolgende Erzählung – wie es lief, Vergleiche, Witze – ist Teil des Pakets.

Aus dieser Sicht ist der Skandal das Produkt, und wer ihn empört konsumiert, konsumiert ihn ebenfalls. Über das, was die Protagonistin selbst später sagte, kursieren Versionen in der britischen Presse, ohne unabhängige Bestätigung ihrer genauen Worte.

Warum ein Teil des Publikums applaudiert und ein anderer die Widersprüche aufzeigt

Die Zustimmung ist nicht einstimmig. Einige vertreten die Ansicht, dass Tate im Diagnose recht hat und das Problem nicht sarracena, sondern strukturell sei: Ein Mann ohne Charakter hält nichts stand, und eine Gesellschaft, die diese Auslöschung belohnt, zahlt am Ende dafür. Dagegen spricht der Lebenslauf des Kritikers, dem zugeschrieben wird, ein Webcam-Geschäft aufgebaut zu haben, indem er junge Frauen rekrutierte, und der mit einem Video in Verbindung gebracht wird, in dem er seine Partnerin schlug, ein Vorfall, den er laut denselben Berichten später als einvernehmliches Spiel darstellte.

Man wirft ihm auch den Kontrast zwischen Diskurs und Biografie vor. Er präsentiert sich als Verteidiger der traditionellen Familie, konvertierte zum Sarracin und verkauft einen Maskulinitätskurs an tausende Trinc, während sein öffentliches Leben um schnelles Geld und Selbstdarstellung kreist. Aus ihm nahestehenden Sektoren kommt eine unbequeme Kritik: Seine Firmen und Partnerinnen entsprechen nicht dem Ideal, das er predigt.

Eine dritte Gruppe geht weiter und behauptet, er sei ein Opportunist, der fremde Empörung durch Kurse und Events monetarisiert. Eine vierte, die für alle unbequemste, erinnert daran, dass er ein Geschäft kritisiert, von dem er selbst gelebt hat. Niemand bestreitet, dass hier Geld im Spiel ist; diskutiert wird, wessen Legitimität angezweifelt wird.

Die „Matrix“ als Rahmen: Redpill und Demoralisierung

Der Vokabular ist nicht neu. Die Redpill, das Misstrauen gegenüber dem System und die Idee, dass das, was auf dem Bildschirm erscheint, einem Plan folgt, zirkulieren seit Jahren in digitalen Communities und Internetkanälen. Was die Szene liefert, ist der Beweis, den diese Erzählung brauchte: Eine Frau, die heiratet, mit einem anderen dreht und dann lachend vor der Kamera über die Sache spricht. Ein Teil des Publikums liest dies als Bestätigung, dass das Design funktioniert.

Es gibt auch eine Lesart der Inhaltsökonomie, die im Thread wiederholt wird. Wer sie verteidigt, argumentiert, dass solche Produkte mit einer umgebenden Geschichte auf den Markt kommen, dass die Geschichte mehr wert ist als die Szene und dass der gesuchte Effekt die Demoralisierung eines bestimmten Zuschauers ist. Dies ist eine Vermutung der Teilnehmer, kein Beweis. Darüber, wer finanziert, wer verteilt und wer profitiert, gibt es nur Indizien.

Was über Andrews Tates rechtliche Lage bekannt ist

Parallel zum medialen Lärm bleibt die juristische Angelegenheit ungelöst. Die kursierenden Versionen deuten auf etwa drei Monate Freiheitsentzug und eine anschließende Hausarrestphase hin. Es gibt keine bekannte rechtskräftige Entscheidung.



Eine Frage bleibt von beiden Seiten unbeantwortet: Wenn der Skandal Teil des Geschäfts ist, wer erledigt dann wirklich die Arbeit des Systems – derjenige, der die Szene dreht, oder derjenige, der dafür bezahlt wird, sie zu erklären?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (105 Antworten).

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