Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Umsiedlung von Palästinensern nach Ägypten: Rechenfehler
Ägypten hat 109 Millionen Einwohner, doch die Umsiedlung scheitert an der gesicherten Grenze und historischen Konflikten.
5 Millionen Palästinenser nach Ägypten umsiedeln: Die Rechnung geht nicht auf
Ägypten hat 109 Millionen Einwohner. Die gesamte palästinensische Bevölkerung erreicht keine fünf Millionen. Auf diesen beiden Zahlen beruht der Vorschlag, der derzeit in Foren kursiert: Palästinenser sollen geschlossen ins Nachbarland umgesiedelt werden, damit das Gebiet Israel zufällt. Kalt betrachtet, scheint es ein Platzproblem zu sein. Im Detail kollidiert es jedoch mit einem befestigten Zaun, mehreren Kriegen im Hintergrund und Präzedenzfällen, die bereits zweimal versucht wurden und schiefgingen.
Wer die Umsiedlung vorschlägt, tut dies mit einem einfachen Argument: Ägypter und Palästinenser sind kulturell sehr ähnlich, daher wäre die Integration einfach.
Das Problem ist nicht das Land, sondern die Grenze
Ägypten hat keine gewöhnliche Grenze errichtet. Der Zaun, der sein Territorium vom Gazastreifen trennt, gilt nach Ansicht der Debattenteilnehmer als einer der strengsten der Welt: Einer vergleicht ihn mit Fort Knox. Seine Funktion sei es, so wird argumentiert, genau den Weg aus Gaza zu verhindern. Jeder Plan für eine Massen-Umsiedlung stößt zunächst auf diese physische Realität: Das Land, in das die Vertriebenen angeblich kommen sollen, hat jahrelang Geld und Arbeit investiert, um sicherzustellen, dass sie nicht kommen.
Hier liegt die Sackgasse. Es ist kein Quadratmeter-Problem, sondern ein Problem davon, wer die Tür öffnet.
Gaza war fast zwei Jahrzehnte lang ägyptisch
Und es funktionierte nicht so, wie viele sich vorstellen. Nach der Gründung Israels 1948 besetzte Ägypten den Gazastreifen und verwaltete ihn ohne Annexion. Jordanien tat das Gegenteil mit dem Westjordanland: Es annektierte es direkt. Keiner der beiden machte die Bewohner dieser Gebiete zu vollwertigen Staatsbürgern. Der Sechstagekrieg von 1967 beendete diese Phase: Ägypten verlor Gaza, Jordanien das Westjordanland. Im Laufe der Jahre verzichteten beide Hauptstädte formell darauf, Ansprüche geltend zu machen.
Die Folge dieser Aufgabe: Die arabische Bevölkerung dieser Gebiete geriet in ein administratives Vakuum und wurde letztlich durch das definiert, was sie nicht hatte – einen eigenen Staat. Wie im Thread erwähnt, sprach man bis zum Jom-Kippur-Krieg kaum vom israelisch-palästinensischen Konflikt; es war der arabisch-israelische Konflikt. Diese Kategorie ist neuer, als oft angenommen wird.
Die zwei Präzedenzfälle, die die arabische Ablehnung erklären
Ein Teilnehmer blickt auf die Ereignisse nach dem Jom-Kippur-Krieg zurück: Ein Teil der palästinensischen Bevölkerung floh nach Jordanien, wo eine Fraktion versuchte, die haschemitische Monarchie zu destabilisieren, und das Episode endete in Massenausweisungen in den Libanon. Der Libanon war damals das Finanz- und Tourismuszentrums der Region, mit Banken, Sommerfrischlern und ausländischem Kapital. Laut diesem Bericht ließ die Ankunft der palästinensischen Führung das Land in Trümmern liegen.
Diese doppelte Erinnerung erklärt, warum heute keine arabische Regierung Gastgeber sein will. Es ist keine Solidarität, es ist Gedächtnis.
Wie viel würde der Wiederaufbau Gazas kosten und wer zahlt?
Der zweite Teil des Plans ist wirtschaftlicher Natur. Das Argument der Befürworter der Umsiedlung lautet: Wenn Gaza unter israelische Kontrolle kommt, hätte es innerhalb eines Jahrzehnts das Niveau von Tel Aviv. Klingt gut. Das Hindernis ist jedoch, dass das israelische Wunder kein Grundstück war, sondern ein institutionelles Gefüge und Kapitalaufbau, der siebzig Jahre brauchte, um sich zu entwickeln. Und die Arbeitskräfte eines wiederaufgebauten Enklaven wären weiterhin, wie in jeder Grenzökonomie, billig und ohne volle Rechte.
Währenddessen sitzen auf dem Tisch etwa zwei Millionen Menschen im Streifen, mit einer zerstörten Wirtschaft und einer Demografie, die in beide Richtungen als Wurfgeschoss genutzt wird. Der Wiederaufbau wird auf Milliarden geschätzt, die niemand auf den Tisch gelegt hat.
Haben die Palästinenser Hamas gewählt?
Dies ist das am häufigsten wiederholte und am heftigst diskutierte Argument. Eine Strömung behauptet, die Bevölkerung Gazas habe bei den letzten Wahlen massive Unterstützung für die Hamas gezeigt und trage daher die Konsequenzen. Die Gegenargumentation lautet, dass weder die Wahlbeteiligung noch der Anteil an der Gesamtbevölkerung diese Lesart zulassen, und dass die Wahl einer Regierung jeden Wähler nicht für jede spätere Handlung verantwortlich macht. Die genauen Zahlen jener Wahlen tauchen im Austausch nicht auf; was auftaucht, ist der Streit darüber, was sie bedeuten.
Der Korridor, den niemand unterschreibt
Bleibt der Zwischen-Vorschlag: Dass Ägypten einen humanitären Korridor öffnet, damit Zivilisten hinauskommen können, wobei der eigentliche Blick darauf gerichtet ist, dass sie schließlich in Europa landen. Dies ist die pragmatischste Version des Plans und hat die wenigste Unterstützung in der Region.
Und das Grundlegende bleibt ungelöst: Wenn niemand sie aufnehmen will und das Gebiet in Trümmern liegt, was ist dann genau der friedliche Teil des Plans?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (153 Antworten).
Berichte über Inbar Liebermans Einsatz im Kibbuz Nir Am mit 25 getöteten Hamas-Kämpfern sind unbestätigt. Die hohe Zahl weckt Skepsis gegenüber Kriegspropaganda.
Eine 11-jährige Frau berichtet von einer Verfolgung durch drei Männer in einem Parkhaus in Barcelona. Der Fall löst eine Debatte über Sicherheit, Erziehung und politische Reaktionen aus.