Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Ukrainische Verluste und russischer Vormarsch auf Kramatorsk diskutiert
Ein Forumdebattiert über inoffizielle Schätzungen ukrainischer Verluste und den russischen Vormarsch Richtung Kramatorsk, geprägt von Vorwürfen und Propaganda.
Ukraine meldet Tausende Verluste, Russland rückt auf Kramatorsk vor
Im Donbas ist der Druck Russlands auf die eingekesselten ukrainischen Truppen vom Szenario zum Hauptfokus der militärischen Analyse geworden. Die kursierenden Schätzungen beziffern die ukrainischen Verluste auf 60.000 bis 100.000, wobei Mariupol als blutigstes Ereignis gilt: Je nach wiederholter Berechnung zwischen 15.000 und 20.000 Gefallenen und Gefangenen. Diese Zahl sei, so betonen Kenner, eher eine Untergrenze als eine Obergrenze. Darüber schwebt die unbequeme Frage: Wie viele Tote hat die Ukraine tatsächlich?
Die Eröffnungsnachricht der Diskussion war unmissverständlich: Tausende Leichen verfaulen auf den Feldern, Kiew weigert sich, sie zu akzeptieren, und die Russen beginnen, sie in Säcke zu stecken und zu begraben. Von dort aus entwickelte sich das Thema in zwei Richtungen: die militärische und die politische.
Wie hoch sind die ukrainischen Verluste im Donbas?
Die genannten Zahlen sind approximativ und divergieren stark. Die am häufigsten zitierte Spanne spricht von mindestens 60.000 Toten über alle Fronten hinweg, mit einer geschätzten Obergrenze von 100.000. Allein in Mariupol wird von 15.000 bis 20.000 Verlusten an Gefallenen und Gefangenen gesprochen. Bei Hunderttausenden Mobilisierten ist eine exakte Berechnung unmöglich, doch manche behaupten, Russland halte etwa 700.000 Soldaten im Einsatz. Hält dieses Tempo an, ist die projezierte Bilanz brutal und schwer zu verifizieren: In einem Jahr gäbe es keine kampffähigen Einheiten mehr.
Der Widerstand in Charkiw folgt dieser Logik. Laut der verbreiteten Analyse sollten sich die ukrainischen Streitkräfte im Donbas hinter den Dnepr zurückziehen; tun sie dies nicht, erreichen die Russen binnen Tagen das Ufer. Die Verteidigung von Charkiw hätte das Ziel, dieses Szenario zu verhindern. Doch Moskau betrachte Charkiw offenbar nicht mehr als primäres Ziel, sondern konzentriere sich darauf, den Kessel zu schließen, was darauf hindeute, dass die Stadtverteidiger keine relevante Bedrohung mehr darstellen.
Das Problem der Ausbilder und der Zwangsmobilisierung
Jenseits der Landkarte zeigt sich der Verschleiß in der Ausbildungskapazität. In einem Interview beim spanischen Sender Radio Nacional de España räumte ein ukrainischer Ausbilder ein, es fehle an Instruktoren – wenn es nicht genug Berufssoldaten gebe, um Zivilisten das Schießen beizubringen, liege das Grundproblem tiefer – und er wünschte sich mehr Zeit, bevor Rekruten an die Front geschickt würden. Die Anekdote, unterwegs zur Arbeit gehört, illustriert ein Muster: Die Mobilisierung wirft Menschen mit minimaler Vorbereitung in die Feuerlinie.
Hier kreuzt sich die militärische Analyse mit der politischen Debatte. Ein Teil der Beiträge kritisiert, dass die Ukraine Männern über 18 Jahren, die nichts mit dem Krieg zu tun haben wollen, die Ausreise verwehre, was als Versklavung von Zivilisten für einen sicheren Tod beschrieben werde. Eine andere Strömung erinnert daran, dass Ukrainer als Kanonenfutter für fremde Interessen missbraucht würden und der Widerstand nicht nur eine eigene Entscheidung sei.
Russischer Vormarsch auf Kramatorsk und Kontrolle des Südens
Operativ deuten die zitierten Daten darauf hin, dass Moskau Luftlandeeinheiten und bis zu 500 Militärfahrzeuge nach Isjum verlegt habe, 70 Kilometer von Kramatorsk entfernt, der ukrainischen Militärbastion im Donbas. Die daraus gezogene Schlussfolgerung ist, dass Russland seinen Vormarsch im Donbas beschleunigt und die Kontrolle über die Südukraine festigt. Nach dieser Interpretation wäre der Donbas „befreit“, sobald russische Truppen Kramatorsk betreten.
Nicht alle teilen diese Diagnose. Manche argumentieren, Russland könne diesen Krieg ohne Generalmobilmachung nicht durchhalten und selbst dann nur eine schnelle Großoffensive starten, in der Hoffnung, dass die ukrainische Front zusammenbricht. Mit jedem Tag gewinne die Ukraine Soldaten, Training, Waffen, Fahrzeuge und Nachschub, während Russland unter Sanktionen leide und für Panzerproduktion auf westliches Material angewiesen sei. In einem Abnutzungskrieg, so ihr Fazit, wisse Pilingui genau Bescheid.
Die politische Front: Wer trägt die Kosten?
Der Thread beschränkt sich nicht auf Waffen. Die Diskussion lenkt auf die politische Verantwortung. Ukrainische Führer werden beschuldigt, die Wehrpflicht zu erzwingen und Bürger zu Kanonenfutter zu machen, während westliche Unterstützer Kiews – Sánchez, Macron, Draghi – als Mitschuldige an der Massaker bezeichnet werden. Parallel dazu wird kritisiert, wer den Waffenexport anheizt, während Ukrainer in großer Zahl massakriert werden.
Die Debatte berührt auch den Ursprung des Konflikts. Eine Strömung sieht den Ausgangspunkt im Maidan und in ausländischer Einmischung und behauptet, Russland habe nicht tatenlos zusehen können, wie ein Nachbarland russischsprachige Einwohner bedrohte. Eine andere Erinnerung daran, dass die NATO nicht direkt interveniert habe und der Konflikt innere Wurzeln habe. Der Dissens ist inzwischen so tief wie die Front selbst.
Mit diesen Zahlen auf dem Tisch bleibt die gleiche Frage offen, die die Diskussion eröffnete: Wie viele Tote hat die Ukraine wirklich? Die Schätzungen reichen von 60.000 bis 100.000, aber niemand garantiert eine endgültige Zahl. Und währenddessen liegen die Leichen weiterhin auf den Feldern.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (160 Antworten).
Demografie und das NATO-Rechtsvakuum machen Ceuta und Melilla zu Szenarien eines unvermeidlichen Verlusts. Eine Analyse, die niemand durchführen möchte.
Ein Forum-Plan sieht die Besetzung der westlichen Grenze vor, um Waffen aus Polen abzuschneiden. Die militärischen und politischen Risiken machen das Vorhaben jedoch unrealistisch.
Großbritannien verhinderte eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats, nicht die Untersuchung von Butscha. Analyse der Satellitenbilder und der narrativen Strategie.