Ukraine meldet Abschuss dreier russischer Su-34 in Cherson

Ukraine behauptet den Abschuss von drei Su-34 über Cherson mit deutschen Patriot-Systemen, während der russische Kanal Fighterbomber nur einen bestätigt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ukraine meldet Abschuss dreier russischer Su-34 in Cherson
Ukraine meldet Abschuss dreier Su-34; Moskau gibt mindestens einen zu

Drei russische Su-34 Jagdbomber an einem einzigen Tag. Die ukrainische Luftwaffe bestätigte den Abschuss eines Bomberverbands in der Region Cherson, und Wolodymyr Selenskyj bekräftigte dies in seiner abendlichen Ansprache, wobei er den Erfolg der Flugabwehrraketenbrigade aus Odessa zuschrieb. Das Bemerkenswerte ist nicht, dass Kiew feindliche Luftverluste meldet: Es ist die Tatsache, dass der russische Kanal Fighterbomber, eine der meistbeachteten Referenzen für die Zählung der Verluste der russischen Militäraviation, den Abschuss von mindestens einer Su-34 und die Suche nach ihren Piloten einräumte.

Zu diesem Vorfall kommt eine weitere Warnung. Nach kursierenden Informationen wurde eine IL-76 mit der Kennung RA-78830 am 23. Januar 2024 über Armenien gesehen, flog Richtung Iran, überquerte Ägypten und das Rote Meer und verschwand in Syrien vom Radar. Wie fast immer in diesem Krieg stimmen die Berichte nicht überein.

Ukrainische und russische Meldungen widersprechen sich bei der Zahl

Die Ukraine behauptet, es seien drei Su-34 abgeschossen worden; der russische Kanal Fighterbomber bestätigt einen und meldet zwei weitere Crewmitglieder als vermisst, was praktisch ein unrettbares Flugzeug bedeutet. Bei einer dritten Su-30, gemeldet in der Nähe von Odessa, bestehen Zweifel: Es ist unklar, ob sie abgeschossen oder nur beschädigt wurde, und sie bleibt unter Untersuchung. Zwei verschiedene Flugzeuge, an zwei verschiedenen Punkten der Front, innerhalb weniger Stunden.

Die Diskrepanz ist nicht kosmetisch. In einem Konflikt, in dem jede Seite ihre Zahlen aufbläht, verleiht die Tatsache, dass die Quelle der angegriffenen Seite selbst die Bilanz nach unten korrigiert, Glaubwürdigkeit den Mindestangaben: mindestens ein verlorener Bomber. Ab da ist alles eine Spanne, die weder offizielle Berichte noch Tracking-Kanäle schließen werden, solange der Nebel des Krieges für beide Narrative profitabel bleibt.

Patriot über Cherson: 160 Kilometer Reichweite

Die am häufigsten wiederholte Hypothese deutet auf eine deutsche Patriot-Batterie hin, die als Hinterhalt operierte: Die russische Aviation in Sicherheit wiegen, sie in die Reichweite locken und feuern. Die technischen Daten beziehen sich auf die PAC-2-Rakete, mit einer maximalen Reichweite gegen Flugzeuge von 160 Kilometern. Dies verwandelt den Luftraum der südlichen Ukraine in eine Zone, aus der ein Bomber, der die falsche Linie überschreitet, nicht zurückkehrt.

Die russische Seite ging selbst davon aus: Mehrere Kanäle schrieben die Verluste dem Patriot-System zu, nicht einer gelegentlichen tragbaren Rakete. Manche warnen, dass eine Batterie dieses Typs kein Buk ist; sie geht zur Neige und kann lokalisiert werden. Ihr Überleben hängt davon ab, wie lange die Russen brauchen, um herauszufinden, woher die Schüsse kommen. Die Frage ist nicht, ob die Ukraine den Zug wiederholen kann, sondern wie oft, bevor der Gegner die Taktik anpasst.

Das überflüssige Flugzeug und der fehlende Pilot

Die zugrunde liegende Debatte ist industrieller Natur. Eine Su-34 wurde im Jahr 2006 eingeführt und hat etwa 148 Einheiten in der Serienproduktion angesammelt. Drei Maschinen zu ersetzen, würde nach kursierenden Berechnungen etwa acht Monate dauern. Russland stellt seine eigenen Flugzeuge her und ist nicht auf die Wohltätigkeit Dritter angewiesen, sodass der materielle Verlust ersetzbar ist. Der Engpass liegt woanders: Die Ausbildung eines Bomberpiloten ist langsam und teuer, und hier gibt es keine Fließbandfertigung, die beschleunigen kann.

Gegen diese Lesart hält die Gegenposition fest, dass die russische Aviation eine klare Luftüberlegenheit über dem Schlachtfeld behauptet, mit sehr wenigen Verlusten durch Flugabwehr in Monaten. Und ein dritter, unbequemerer Weg erinnert daran, dass die Reaktivierung alter Panzer mit Teilen anderer nicht der Produktion gleichkommt: Es ist die Rede von etwa 200 erneuerten Panzern in zwei Jahren mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren. Das Material kommt, aber gealtert.

Gepard, Drohnen und der Zahlenkrieg

Der andere Eigenname ist der deutsche Gepard, der seit seinem voluminösen Eintreffen, so wird argumentiert, die Eindringrate der Drohnen reduziert hat. Auf dem Papier schießt er keine Bomber ab, aber er deckt den niedrigen Himmel ab und zwingt zu höherem Flug, genau dort, wo das Patriot-System bequem arbeitet. Es ist eine gestaffelte Verteidigung: Die Drohne fällt unten, die Su-34 fällt oben.

Und mittendrin ein Kampf der Zahlen, den niemand gewinnt: Wer hat mehr Flugzeuge, wer ersetzt sie schneller und wem gehen die Piloten aus, die sie fliegen können? Dort wird die grobe Rechnung für beide Seiten unbequem, und die genauen Zahlen bleiben geheim.

Dass Fighterbomber einen Verlust bestätigt, während die Ukraine drei beansprucht, lässt die Anzeigetafel offen stehen. Wie viele weitere Verluste kann die russische Aviation tolerieren, bevor sie die Taktik ändert, und wie lange hält eine Flugabwehrbatterie durch, die längst keine Überraschung mehr ist?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (125 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver