Russische Luftwaffe meidet Front bei Donezk

Rekruten sterben in Gräben östlich von Donezk. Der Ukraine-Krieg erinnert an 1914, während die russische Luftwaffe den Frontbereich vermeidet.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Russische Luftwaffe meidet Front bei Donezk
Gräben wie 1914 vor Donezk: Niemand kann es erklären

Sandbags, aufgewühlte Erde und reglose Körper. Die vom Frontabschnitt östlich von Donezk verbreiteten Bilder zeigten einen gestürmten Graben und seine gefallenen Besatzer. Sie stammten aus einem offen pro-russischen Kanal — also parteiisch — und hinterließen eine Frage, die keine Schlagzeile löst: Warum ähnelt ein Krieg mit Drohnen und gelenkten Raketen so sehr dem von 1914?

Der Großteil der Soldaten in dieser Stellung waren laut begleitendem Bericht Wehrpflichtige ohne ausreichende Ausbildung. Sie hielten ihre Position. Das ist die Art Satz, den man leicht tippt, aber aus jedem Graben heraus falsch liest.

Warum unterstützt die russische Luftwaffe nicht den Sturmangriff auf die Gräben?

Der technologische Widerspruch springt sofort ins Auge. Es gibt SU-25 Erdkampfflugzeuge, die aus großer Entfernung ungenau feuern, obwohl die klassische Doktrin Tiefflugüberfälle verlangt. Das zitierte Beispiel sind russische Hubschrauber in Syrien, die fast aus Sichtweite der feindlichen Stellungen operierten.

Warum wiederholt sich das nicht? Eine Erklärung verweist auf die tragbare Flugabwehr: Ein Schlachtfeld voller individueller Infrarot-Raketen macht jede Annäherung zum Glücksspiel. Eine andere besagt, dass laserlenkbare Munition vorhanden sei, aber knapp, und wenn sie ausgeht, fallen ungelenkte Bomben dort hin, wo sie treffen. Eine dritte, politischere Theorie spricht davon, das volle Arsenal gegenüber der NATO nicht zu zeigen.

Keine schließt den Fall ab. Auch wer die Frage stellte, gab an, sie nicht zu verstehen.

Warum ähnelt der Ukraine-Krieg dem von 1914

Die These des Paradigmenwechsels hält am besten stand. Jahrzehntelang ging man davon aus, dass Panzer und Flugzeuge eine Kampagne entscheiden; nun zeigt sich, dass ein Soldat mit Gewehr, Granaten und einer leichten Rakete einen Bruchteil dessen kostet, was ein Kampfpanzer kostet, und diesen außer Gefecht setzen kann. Mit Zehntausenden luft- und panzerabwehrgeschützen im Gelände ersticken Manöver, und Artillerie sowie Infanterie kehren zurück.

Daher der Stellungskrieg. Es ist kein Rückschritt aus Nostalgie, sondern das Ergebnis davon, dass die Verteidigung den Angriff besiegt hat. Die Frage ist, wie lange dieses Gleichgewicht anhält.

Roboter, KI und Schach: Hilft Technologie hier?

Manche lesen Kampfaufnahmen als Trainingsmaterial für zukünftige autonome Systeme. In zehn Jahren, so das Argument, hätte ein Mensch gegen einen Roboter kaum Chancen. Die Gegenreaktion kommt schnell: Was wir künstliche Intelligenz nennen, ist Programmierung und Datensammlung; sie vervollständigt Suchbegriffe und gewinnt Schach, weil die Züge endlich sind, aber sie rennt nicht zwischen Bäumen umher und unterscheidet keinen Graben von einem Weg.

Die Nuance hat ihren Reiz. Derselbe Frontabschnitt, der den Grabenkrieg von 1914 auferstehen lässt, dient als Labor für autonomen Krieg.

Die Kosten, die im Video fehlen

Die wirtschaftliche Dimension taucht früh in jeder langen Diskussion über diesen Konflikt auf. Das behandelte kontrafaktische Szenario ist die Erfüllung der Minsker Abkommen: Junge Leute studieren statt zu sterben, Heizung und Benzin sind erschwinglich, Stromrechnungen stehen im Verhältnis zum Gehalt und die Inflationsrate bleibt stabil.

Und eine Zeile, die den Rest zusammenfasst: Die Namenlosen sterben, damit die Namenlosen profitieren.

Das Schlusswort von Einstein

Jemand erinnerte sich an das Zitat des Physikers: Er wusste nicht, mit welchen Waffen der Dritte Weltkrieg geführt wird, aber der Vierte würde mit Stöcken und Steinen kämpfen. Ein Jahrhundert später widerlegt das Eingangsbild dieses Textes nicht den ersten Teil. Vor Donezk kämpft man mit Drohnen und auch mit Spitzhacken und Schaufeln. Der Graben bleibt der billigste Ort zum Sterben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (125 Antworten).

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