Ukraine-Krieg: Stillstand an der Front und Abhängigkeit von westlicher Hilfe

Ein Forum diskutiert den Stillstand an der Front, geschätzte Verluste und die Abhängigkeit der Ukraine von westlicher Hilfe. Kein Konsens über das Ergebnis.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ukraine-Krieg: Stillstand an der Front und Abhängigkeit von westlicher Hilfe
Debatte über die Ukraine: Stillstand an der Front und Abhängigkeit von westlicher Hilfe

Der Diskussionsfaden zum Krieg in der Ukraine konzentriert sich auf die Pattsituation an der Front und die Abhängigkeit der Ukraine von westlicher Unterstützung. Ein Teilnehmer argumentiert, dass die Front festgefahren ist und Russland darauf setzt, dass die USA ihre Unterstützung für die Ukraine einstellen. Ein anderer behauptet, die ukrainischen Verluste würden auf 500 bis 1.000 pro Tag geschätzt, im Vergleich zu etwa 200 russischen Verlusten, und dass die Ukraine dieses Tempo nicht jahrelang durchhalten könne. Mehrere Kommentatoren weisen darauf hin, dass die ukrainische Wirtschaft vom westlichen Geld abhängt, um Gehälter, Gesundheitswesen und Grundversorgung zu finanzieren, und warnen, dass der Staat ohne diesen Fluss kollabieren würde. Es gibt auch Stimmen, die sagen, dass Washington und London nach Wegen suchen, europäische Verbündete einzubinden, ohne dass die Kosten auf deren Territorien lasten.

Die eingefrorene Front und die ukrainische Abnutzung

Ein Teilnehmer vertritt die Ansicht, dass Russland keinen schnellen Sieg sucht, sondern die Zerstörung der ukrainischen Armee und der Bevölkerung, die das Regime in Kiew stützt. Nach seinen Berechnungen mit durchschnittlich 1.000 täglichen Verlusten auf ukrainischer Seite gegenüber 200 auf russischer Seite stellt sich nicht die Frage, ob die Ukraine durchhält, sondern wie lange sie eine 1.200 Kilometer lange Front halten kann. Er fügt hinzu, dass die territorialen Gewinne Russlands bescheiden sind – Dörfer statt Städte –, aber konstant bleiben, und dass Moskaus Wette darin besteht, dass die USA die Ukraine bis 2025 aufgeben.

Manche argumentieren, die Ukraine werde nicht kapitulieren, weil es keinen Grund dafür gebe. Das Gegenargument lautet, dass die Ukraine ohne externe Finanzierung den Kriegsaufwand nicht tragen kann. Es geht nicht nur um Waffen; es geht um Liquidität, um Beamte, Lehrer, Polizisten und Rentner zu bezahlen. Nach dieser Darstellung ist die Einnahmekapazität des ukrainischen Staates eingebrochen, und die Abhängigkeit ist total.

Wer entscheidet wirklich über eine Kapitulation der Ukraine?

Für einige Teilnehmer liegt die Entscheidung nicht in Kiew, sondern in Washington. Sie behaupten, dass US-Hilfe etwa ein Viertel des Kriegsaufwands deckt, ihr Entzug jedoch den ukrainischen Staat funktionsunfähig machen würde. Europa hat unterdessen die wirtschaftlichen Kosten der Sanktionen gegen Russland getragen: explodierende Energiepreise, rückläufige deutsche Industrie und Inflation im Vereinigten Königreich und in den USA, die kaschiert, aber nicht beseitigt wird. Diese Teilnehmer argumentieren, dass es die europäische Wirtschaft ist, die ausblutet, nicht die russische.

Das offizielle Narrativ besteht darauf, dass die Ukraine gewinnt und Russland in die Enge getrieben ist. Die Daten, die skeptischere Analysten in dieser Debatte heranziehen, deuten jedoch auf das Gegenteil hin: Russland drängt langsam vor, das Leben in seinen Städten hat sich kaum verändert, und seine Wirtschaft hat sich an den Kriegsaufwand angepasst. Die Ukraine hingegen hat eine Generation junger Männer verloren und hängt von westlicher Wohltätigkeit ab, um das Licht am Laufen zu halten.

Europas Rolle: Bezahlen und Schweigen

Nach mehreren Beiträgen haben Deutschland und die EU den Krieg mit Geld und ihrem eigenen industriellen Gefüge finanziert. Der Sabotageakt an der Nord-Stream-Pipeline, von einigen Teilnehmern angloamerikanischen Interessen zugeschrieben, schloss den günstigen Weg für russische Energie und zwang Europa, US-Gas zu Höchstpreisen zu kaufen. Das Ergebnis laut diesen Ansichten: Verlagerung der Industrie in die USA, Wettbewerbsverlust und eine Energierechnung, die europäische Haushalte monatlich zahlen müssen.

Die schwebende Frage ist, was Europa als Gegenleistung erhält. Für manche nichts Greifbares. Brüssel hat die Sanktionen beschlossen, aber Washington hat die Vorteile geerntet. Währenddessen folgen die europäischen Führer dem Skript, ohne die Kosten zu hinterfragen. Einige Analysen legen nahe, dass die EU zum Vasallen geworden ist, der die Party bezahlt, während andere die Beute teilen.

Selenskyjs Zukunft und die Verteilung der Beute

Laut Versionen, die im Faden kursieren, hat Selenskyj einen goldenen Ruhestand in Kalifornien vereinbart und eine Millionensumme für erbrachte Dienstleistungen erhalten. Der Krieg wird medientechnisch nur verloren, wenn die Hauptfigur stirbt, daher bestünde ein Interesse daran, ihn zum gegebenen Zeitpunkt aus der Ukraine zu entfernen. Die Hälfte des Landes möchte ihn vielleicht tot sehen, während der Westen einen geordneten Abgang braucht, um die Niederlage zu rechtfertigen.

Der ausgehandelte Friedensvertrag ist nach diesen Analysen nichts anderes als eine Kapitulierung mit Schönheitskorrekturen: Die Ukraine tritt Gebiete ab, verzichtet auf die NATO-Mitgliedschaft und akzeptiert einen neutralen Status. Im Gegenzug erhält sie unspezifizierte Sicherheitsgarantien und Mittel für den Wiederaufbau dessen, was übrig bleibt. Europäer werden den Wiederaufbau bezahlen; die USA kassieren die Verträge für Waffen und Energie. Der Kreis schließt sich.

Der Frieden, den niemand unterschreiben will

Frieden wird laut dieser Debatte nicht durch den Willen der Parteien kommen, sondern durch Erschöpfung. Die Ukraine hat weder Männer noch Geld; Russland hat keine Eile. Europa hat weder billige Energie noch wettbewerbsfähige Industrie. Die USA haben einen Konflikt, der ihnen dient, Rivalen zu schwächen, ohne einen einzigen Soldaten an die Front zu schicken. Wenn der Geldfluss abreißt, wird Kiew unterschreiben, was ihm vorgelegt wird. Und sie werden es Friedensabkommen nennen.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (113 Antworten).

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