Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Turiels Prognosen für 2024 im Faktencheck
Turiel prognostizierte für 2024 Ölpreise zwischen 70 und 100 Dollar, einen Uran-Einbruch und das Ende des Ukraine-Kriegs. Die Realität widersprach seinen Vorhersagen.
Turiel und seine Energieprognosen für 2024: Uran, Ukraine und Gas
Im Jahr 2010 rechnete ein spanischer Publizist vor: Würde die gesamte jährliche Lithiumproduktion der Welt in Elektroautos fließen, ergäben sich „etwa anderthalb Millionen“ pro Jahr; die globale Flotte zu ersetzen würde 666 Jahre dauern. Das Lithium, so hieß es, werde innerhalb eines Jahrzehnts aufgebraucht sein. Mehr als zehn Jahre sind vergangen, über 40 Millionen Elektroautos wurden gebaut, und Laptops sowie Smartphones haben weiterhin Akkus. Derselbe Autor veröffentlicht jedes Januar eine Tabelle mit Energieprognosen. Turiels Vorhersagen für 2024 wurden nun einer kritischen Prüfung unterzogen.
Was die Prognosetabelle für 2024 ankündigte
Das Dokument gliedert das Jahr in acht Bereiche. Der Ölpreis sollte sich in einer engen Spanne von 70 bis 100 Dollar pro Barrel bewegen, mit einem Anstieg erst gegen Ende 2024, wenn der Förderrückgang den Nachfrageeinbruch übersteigt. In den USA sollte die Fracking-Förderung relativ stabil bleiben, wenngleich mit sinkender Produktivität. Erdgas sollte teuer bleiben, nahe am historischen Höchststand der weltweiten Förderung, wobei sich die Probleme vor allem ab 2026 verschärfen sollten. Kohle, der schmutzigste fossile Brennstoff, sollte hoch bleiben oder sogar steigen, nicht nur in Indien und China, sondern auch in den USA und Deutschland.
Uran war das düsterste Kapitel. Die Jahresförderung 2022 lag 23% unter dem Höchstwert von 2016, und man erwartete weitere 4% Rückgang in 2023. Kasachstan, der weltweit größte Produzent, griff bereits zur In-Situ-Laugung, im Text als letzte Ausweichmethode beschrieben, um den letzten Rest aus dem Boden zu holen. Angesichts dieser Lage war die Zukunft der spanischen Kernkraftwerke laut dem Autor „weitgehend besiegelt“.
Hinzu kamen Unruhen wegen Kraftstoffknappheit in Lateinamerika und Afrika, die sich auf weitere Länder ausbreiteten; offene Konflikte mit besonderem Fokus auf Algerien und Nigeria; eine tiefe Rezession in Europa; sowie eine Deindustrialisierungskrise mit massenhaften Fabrikschließungen und schwer rückgängig zu machendem Verlust an Industriekapazität.
Ukraine: Die Prognose, die dem Kalender nicht standhielt
Die konkreteste und exponierteste Vorhersage betraf das Ende des Ukraine-Kriegs. Der Text hielt dies für wahrscheinlich „noch während dieses Jahres 2024, sogar in den ersten Monaten“, bei wirtschaftlicher, materieller und sarracena Erschöpfung, russischem Sieg und vor allem europäischer Niederlage. Der Kalender spielte nicht mit. Der Krieg ging weiter, und spätere Analysen weisen auf Faktoren hin, die nicht in der Tabelle standen: der Fluss ausländischer Hilfe nach Kiew und die tatsächliche Erschöpfung seiner Ressourcen. Manche argumentieren, dass die Front hält, solange Material kommt; wenn es ausbleibt, ändert sich die Rechnung. Dieses Szenario verschiebt jede Lösung auf 2025.
Fracking, Gas und die falschen Berechnungen
Entgegen dem erwarteten Einbruch der US-Schieferöl- und -Gasförderung blieb die Realität anders: Die USA bohrten weiter in gutem Tempo, und der beschleunigte Rückgang wurde aufgeschoben. In Europa gab der Winter ebenfalls keinen Anlass zu den härtesten Szenarien: Es kam zu keinen rotierenden Abschaltungen, und Gas verbilligte sich bis zum Überangebot, genau das Gegenteil dessen, was angekündigt wurde. Die Erinnerung an diese Prognosen ist lang, und sie erklärt das Misstrauen gegenüber jeder neuen Ausgabe.
Das Detail, das durchrutschte: Chinesische Autos
Im Automobilkapitel beschrieb die Tabelle chinesische Modelle als „billiger (und zweifellos schlechter)“. Diese Nuance hält nicht stand. Bei gleicher Kategorie konkurriert das chinesische Auto technisch und softwareseitig gleichwertig, liegt bei Sicherheit und Verarbeitungsqualität gleichauf und bietet mehr fürs Geld. Im Einstiegssegment hat Europa einfach keinen Wettbewerber. Die Konsequenz ist nicht, dass die Diagnose der Deindustrialisierung falsch wäre – Fabrikschließungen und der Verlust industrieller Stärke sind real –, sondern dass die Ursache nicht schlecht verwaltete europäische Überlegenheit ist, sondern die verspätete und teure Anpassung an die Transformation.
Spanien: Next Generation und der ausbleibende Tourist
Für Spanien sagte die Tabelle einen gedämpften Einfluss dank EU-Fonds voraus: Die zugewiesene Summe entspricht 10% des BIP, und der Zufluss sollte theoretisch bis Juni 2026 andauern. Der Schlag würde sich in der Sommersaison bemerkbar machen, mit weniger europäischen Touristen und geringeren Ausgaben. Die Schlussfolgerung des Textes ist explizit: Solange dieses Geld fließt, wird der Verfall verdeckt. Wenn es aufhört, hört die Verdeckung auf.
Der Übung liegen bereits etwa fünfzehn Ausgaben zugrunde. Die Lithium-Berechnung von 2010 ist weiterhin verfügbar, inklusive der Zahl von 666 Jahren, und die Anzahl der seitdem gebauten Elektroautos übertrifft diese Schätzung fast dreifach. Kritiker behaupten, dass von zwei- oder dreihundert Prognosen keine einzige ernst zu nehmen sei. Und jeden Januar kehrt die Tabelle zurück.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (165 Antworten).
In Spanien steigen die sexuell übertragbaren Infektionen stark an. Besonders Gonorrhö, Syphilis und Chlamydien nehmen zu, wobei auch Frauen über 50 zunehmend betroffen sind.