Trump macht Obamas Außenministerium für den Maidan verantwortlich

Trump behauptet, das State Department unter Obama habe den Maidan unterstützt, und Nuland sei unter Biden auf dem Weg in den Krieg zurück. Die Anschuldigung findet medial kaum Echo.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Trump macht Obamas Außenministerium für den Maidan verantwortlich
Trump macht Obamas Außenministerium für den Maidan verantwortlich

Donald Trump behauptet, das State Department der Obama-Ära stecke hinter dem ukrainischen Maidan, und Figuren wie Victoria Nuland seien unter Biden in die Regierung zurückgekehrt, um die Welt in einen offenen Krieg zu treiben. Die Behauptung, in sozialen Medien verbreitet und in der Darstellung des Themas aufgegriffen, hat in Spanien kaum mediales Echo gefunden: Sechs Tage später war sie in den meisten Berichterstattungen noch immer nicht zu finden – ein Schweigen, das seinerseits das Misstrauen gegenüber der offiziellen Erzählung nährt.

Der Kern der Sache ist nicht neu. Neu ist, dass ein ehemaliger US-Präsident es laut ausspricht.

Was Trump genau vorgeworfen wird

Die Anschuldigung hat zwei Teile. Der erste: Die US-Diplomatie unter Obama habe die Maidan-Proteste 2014 unterstützt, den Aufstand, der die prorussische Regierung in Kiew stürzte. Der zweite: Namen wie Victoria Nuland, damals wie heute in einflussreichen Positionen, seien mit der Biden-Administration zurückgekehrt und Teil der Maschinerie, die den Westen in einen direkten Konflikt mit Russland treibt.

Man sollte das Verb präzisieren. Es ist nicht von einem Putsch im eigentlichen Sinne die Rede, sondern von Unterstützung für Proteste. Der Unterschied, der in einer Schlagzeile verschwimmt, trennt Einmischung von einer verdeckten Operation. Und genau da zerbricht die Debatte.

Das Kohärenz-Argument: Warum hat er es nicht früher gesagt?

Der häufigste Einwand kommt nicht vom gegnerischen Lager, sondern von denen, die der Botschaft wohlgesinnt sein könnten. Wenn Trump es wusste, warum hat er diese Politik in seinen vier Jahren im Amt nicht abgeschaltet? Warum hat er damals weder Nuland noch Obama wegen der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder angeprangert?

Die Antwort aus seinem Umfeld lautet, dass die Außenpolitik nicht vom Bewohner des Weißen Hauses bestimmt wird, sondern vom militärisch-industriellen Komplex, einem Gebilde, das Regierungswechsel überdauert. Ein Wahlkampfmantra eben, mit der Wucht einer Kundgebung und dem Kleingedruckten eines Vertrags.

Der Maidan, das Gas und der Sohn des Präsidenten

Im Hintergrund der Sache taucht ein immer wiederkehrender Name auf: Hunter Biden. Man fragt mit hämischem Unterton, was der Sohn des damaligen Vizepräsidenten als bezahlter Berater beim größten ukrainischen Gaskonzern zu suchen hatte. Die Frage ist kein Beweis, aber sie erklärt, warum ein Teil der amerikanischen Wählerschaft die Erzählung von der drehtür zwischen Politik und Geschäft in Kiew kauft.

Dazu kommt die Pipeline-Episode: Das Exklusiv-Interview des Journalisten, der die Sprengung aufklärte – derselbe, der die Massaker der US-Armee in Vietnam aufdeckte und den Pulitzer-Preis erhielt –, wird als weiteres Teil desselben Puzzles gelesen. Zwei verfeindete Lager innerhalb der USA, in einem offenen Bürgerkrieg.

Die Achse, die niemand benennen will: Europa als Kollateralschaden

Die geopolitische Lesart, die einen Großteil der Diskussion beherrscht, lautet, dass Washington die ukrainische Souveränität gleichgültig lässt. Man erinnert daran, dass die USA Garantien unterschrieben haben, damit die Ukraine ihr Atomwaffenarsenal abgab, und dass diese Garantien sich als wertloses Papier erwiesen haben. Die Folge, so das Argument, sei eine Ukraine außerhalb der EU und der NATO, verurteilt zu einem Limbo, der Moskau nützt.

Und im Hintergrund der Verdacht, dass das eigentliche Ziel nicht die Ukraine ist, sondern Europa: schwächen, Energie verteuern und keinen Handlungsspielraum lassen. Der Europäer, der jede Eskalation beklatscht, so die These, beklatscht seinen eigenen Niedergang.

Wahlbetrug als Szenario und die Implosion des Globalismus

Manche halten es für ausgemacht, dass das Establishment bei einer erneuten Kandidatur Trumps das alte Handbuch wieder anwenden wird. Das Misstrauen gegenüber dem US-Wahlprozess ist längst kein Alleinstellungsmerkmal einer Seite mehr. Und parallel kursiert die Hoffnung, dass ein Sieg Trumps das globalistische Gefüge zur Implosion bringen könnte, das dieser Strömung zufolge in Wirtschaftsforen und UN-Agenturen mit Projekten lokaler Governance seinen Sitz hat.

Es ist die politische Version von „Frag doch mal Iowa“: das Gefühl, dass die Zukunft Spaniens in einem Caucus entschieden wird, in dem niemand die Karte zuordnen könnte.



Der Knackpunkt ist der alte: Ohne Beweise ist die Anschuldigung ein Tweet; mit Beweisen wäre es ein Erdbeben. Und niemand klärt so recht, was dem Ankläger besser nützt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (77 Antworten).

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