The Walking Dead Staffel 10: Streckware, die das Publikum nicht mehr schluckt

Die zehnte Staffel von The Walking Dead ist das perfekte Beispiel für Fernseh-Streckware: abgenutzte Figuren, in die Länge gezogene Handlungen und ein Geschäftsmodell, das …

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The Walking Dead Staffel 10: Streckware, die das Publikum nicht mehr schluckt
The Walking Dead Staffel 10: Streckware, die das Publikum nicht mehr schluckt

Eine Serie, die als großes Phänomen der Zombie-Apokalypse startete, ist seit mehreren Staffeln zu einer Übung im Dehnen verkommen. Staffel 10 mit Alpha und den Whisperers als Kern ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein einst funktionierendes Produkt allein dadurch am Leben gehalten wird, dass man Handlungen in die Länge zieht, die nichts mehr hergeben. Die immer wiederkehrende Diagnose: abgenutzte Figuren, Strecken-Subplots und das Gefühl, dass das Drehbuch geschrieben wird, um Sendezeit zu rechtfertigen, nicht um etwas zu erzählen.

Die Figurenausdünnung in Alphas Staffel ist kein Zufall. Ärzte, Nebenfiguren und Gestalten, die bereits alles gegeben hatten, verschwinden, um Gagen zu sparen, während die Tochter der Bösewichtin anderthalb Staffeln lang ausgereizt wird, um einen Showdown zu rechtfertigen, der in der halben Zeit hätte gelöst werden können. Manche bringen es auf den Punkt: Ohne diese Figur eine halbe Staffel weniger.

Das Geschäftsmodell der Streckware

Das Problem ist nicht nur ein kreatives. Eine Zombie-Folge dreht sich in einem recycelten Kiefernwald, mit Statisten ohne Text und Make-up, das Staffel für Staffel abgeschrieben wird. Die Serie abzusetzen hieße, dieses Gratis-Asset zu verlieren. Gemessen wird nicht Qualität, sondern Sehdauer: eine schlechte Folge, die bis zum Ende geschaut wird, ist mehr wert als eine gute, die nach zehn Minuten abgebrochen wird.

Dazu kommt der Katalog. Zehn Staffeln mit je sechzehn Folgen füllen das Programm und rechtfertigen die Monatsgebühr. Der Zombie ist außerdem das perfekte Kulissenelement: Er braucht keinen Dialog, verhandelt nicht mit der Gewerkschaft und dient als Vorwand, damit sich die Menschen gegenseitig umbringen – Gratis-Dramaturgie ohne Monsterkosten.

Figuren, die aus Funktion überleben, nicht aus Interesse

Eugenes Fall ist der einzige Handlungsstrang, der trägt: vom Typ, der sich hinter seinem Vokuhila versteckte, zur Schlüsselfigur im Commonwealth. Pater Gabriel, vom Feigling zum Schrotflinten-Rächer, wird besser, je weniger er betet und je mehr er schießt. Der Rest der Nebenfiguren folgt der ungeschriebenen Regel: Überlebt, wem das Drehbuch nicht im Weg steht.

Die Spannung zwischen Maggie und Negan ist ein weiteres Beispiel für Streckung. Es gibt keine Vergebung, nur einen von Zweckmäßigkeit erzwungenen Waffenstillstand, und Staffel 11 spielt ständig mit der Möglichkeit, dass sie sich gegenseitig töten – weil alle wissen, dass das allein das Interesse zu diesem Zeitpunkt noch trägt.

Der Ursprung des Bicho: Nebelkerzen zum Dranbleiben

Zur Frage, woher das Bicho kam, lautet die ehrliche Antwort: Es gibt keine Antwort. Kirkman stellte von Anfang an klar: Der Ursprung ist egal, er ist nur Kulisse. Die Spinoffs streuten immer wieder Brosamen – ein französisches Labor in einer Post-Credit-Szene, französische Virologen, das CDC aus der ersten Staffel – ohne irgendetwas zu bestätigen. Das sind Andeutungen, die dich an der nächsten Staffel hängen lassen sollen.

Das Detail mit dem sowjetischen Satelliten oder dem in World Beyond angedeuteten Signal von außen blieb genau das: Nebel. Die Handlung wird geöffnet und nie geschlossen, denn sie zu schließen hieße, auf die nächste Lieferung zu verzichten.

Was wirklich scheitert: die Physik der Apokalypse

Abgesehen von den Zombies schleppt das Genre ein Glaubwürdigkeitsproblem mit, das niemand korrigiert. Alle sorgen sich um Benzin, aber Benzin verfällt: drei bis sechs Monate ohne Stabilisator, weniger mit Ethanol. Die Blei-Säure-Batterie entlädt sich selbst, Bremsflüssigkeit zieht Feuchtigkeit und verliert ihren Siedepunkt. Nach zwei Jahren ist der Tank nur noch Lack.

Und dann ist da das Detail, das zur Verzweiflung treibt: ganze Gemeinschaften ohne eine einzige Betonwand. Beton, dieses Material, das existiert und das niemand benutzt, um eine Mauer hochzuziehen. Daran sieht man, dass die Apokalypse der Serie eine Kulisse ist, kein realer Schauplatz.

Die Frage, die in der Luft bleibt, ist dieselbe, die sich jeder stellt, der zehn Staffeln durchgehalten hat: Wie lange kann man noch einen Kaugummi kauen, der längst keinen Geschmack mehr hat?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (64 Antworten).

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