Fuchs, Rabe oder Eintagsfliege: welches Tier sich jeder aussuchen würde

Fuchs, Edelkatze, Kodiakbär oder Eintagsfliege: So verteilt sich die Tierwahl, je nachdem ob man Bequemlichkeit, Flugfähigkeit oder ein 24-Stunden-Leben sucht

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Fuchs, Rabe oder Eintagsfliege: welches Tier sich jeder aussuchen würde
Fuchs, Rabe oder Eintagsfliege: welches Tier jeder wählen würde und warum

Die häufigste Antwort ist nicht die epischste, sondern die praktischste. Auf die Frage, welches Tier man sein möchte, laufen viele Antworten auf dasselbe Kriterium hinaus — wenige Fressfeinde, leichtes Futter und ein Leben ohne Überraschungen — und der Fuchs trägt den Sieg davon. Die Logik dahinter ist einfach: ein scheues, flinkes Tier aus einem recht harmlosen Ökosystem, das alles frisst, von Insekten über Nagetiere bis Beeren. Kurz: genau das, was jeder sich für eine hypothetische Reinkarnation wünschen würde.

Die Runde, die als Kaffeekränzchen-Spielchen begann, brachte am Ende drei Schulen ans Licht: diejenigen, die müheloses Wohlleben suchen, diejenigen, die die Fähigkeit zum Wegfliegen priorisieren, und diejenigen, die sich direkt für das programmierte Aussterben entscheiden.

Wohlleben ohne Fressfeinde: Edelkatze und Kodiakbär

Die oberste Stufe der Bequemlichkeit belegt die Edelkatze, zusammengefasst als Existenz aus Sofa und geöffneten Dosen. Eine Stufe darunter, allerdings mit mehr Muskeln, erscheint der Kodiakbär: kein natürlicher Feind, mit Winterschläfen, die als unbeschreiblich entspannt beschrieben werden. Der Mittagsschlaf als Lebensprojekt. Und am dreistesten Ende ein männlicher Savannenlöwe, der die Jagd an die Löwinnen delegiert und sich die Alpharolle aufhebt, wenn das Essen kommt.

Gegen diesen hedonistischen Strom setzen andere auf Präsenz und Kraft: ein australisches Salzwasserkrokodil, ein Grönlandhai — mit seinen 500 Lebensjahren — oder ein Orca, der von einem Teilnehmer als Hai übertreffend in Gewicht, Größe und Intelligenz verteidigt wird. Allerdings kommt dort sofort der Einwand: Was nützt Intelligenz unter Wasser zwischen Fischen, die auf Nummer sicher gehen.

Fliegen, um zu entkommen: Möwen, Adler und Spatzen

Der zweite große Block sind diejenigen, die Flügel wollen. Eine Möwe oder ein Adler, um fliegen zu können, ein Rabe, eine nasse Eule, ein Spatz. Die Wahl ist nicht nur ästhetisch: Fliegen ist der schnellste Weg aus jedem Problem. Auch die Schwalbe taucht auf, die bei Kälte in die Wärme zieht, ein Klassiker der Herbsttagsträume.

Die komische Note liefern der englische Floh und der Maulwurf, zwei Optionen, die niemand laut verteidigen würde. Und dann gibt es noch das Alien, das der Beschreibung zufolge vermutlich schärfer drauf ist als Koralle.

Die Eintagsfliege: 24 Stunden, einmal Paarung und ab in den Kiefernsarg

Der meistgefeierte Fund des Austauschs ist die männliche Eintagsfliege. Ihr Erwachsenenleben dauert keine 24 Stunden, sie frisst nie und interessiert sich nur für die Paarung. Schwärme von Männchen erfüllen die Luft, die Weibchen fliegen zwischen ihnen hindurch, die Paarung findet im Flug statt und sobald sie vorbei ist, fällt das Männchen tot ins Wasser. Das Weibchen legt die Eier und erleidet dasselbe Schicksal. Ein Lebensplan ohne Ablenkungen.

Der Einfall, halb im Scherz halb ernst gemeint, bringt den Kern der Sache auf den Punkt: Die meisten wollen nicht das stärkste Tier sein, sondern das, das am wenigsten leidet. Und da gewinnt der Fuchs weiterhin.



Mit diesen Zutaten ist die Vorhersage einfach: Wenn jemand das nächste Mal die Frage aufwirft, wird der Fuchs wieder abräumen. Allerdings sollte man die Edelkatze nicht ausschließen, die im Vorteil startet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (88 Antworten).

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