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Teslas neuer Motor kommt ohne seltene Erden aus
Tesla hat einen Elektromotor ohne seltene Erden angekündigt, der im Takt von einem Motor alle 10 Sekunden produziert wird und keine Leistungseinbußen mit sich bringt. Der Kurs weg von der...
Tesla entfernt seltene Erden aus seinem Motor – ohne Leistungseinbußen
Das Unternehmen von Elon Musk hat einen neuen Elektromotor angekündigt, der ohne seltene Erden auskommt – ein strategisches Material, dessen Lieferkette von China beherrscht wird. Laut den veröffentlichten Informationen hält der Motor nicht nur die Leistung von Permanentmagneten, sondern wird zudem im Takt von einem Stück alle zehn Sekunden gefertigt. Das Versprechen ist ehrgeizig: die Abhängigkeit von Peking beenden, ohne bei Gewicht, Größe oder Leistung Abstriche zu machen. Doch wie so oft bei Tesla-Ankündigungen gilt: Man sollte die Spreu vom Weizen trennen.
Der Motor ohne Permanentmagnete
Die technische Lösung besteht darin, auf die klassische Wicklung und den Einsatz von Neodym-Magneten zu verzichten und stattdessen einen fremderregten Rotor zu verwenden. Das ist keine absolute Neuheit: Hersteller wie BMW, Renault oder Nissan setzen in ihren E-Autos bereits synchronen oder asynchronen Motoren mit Erregerwicklung ein. Der Unterschied liegt laut Tesla darin, dass das Design die Leistungsdichte eines Permanentmagnet-Motors erreicht, ohne Gewicht oder Volumen zu erhöhen. Das, kombiniert mit einer vereinfachten Produktionsarchitektur, würde es ermöglichen, jeden Motor in zehn Sekunden zu fertigen. Eine Zahl, die – wenn sie stimmt – einen Qualitätssprung bei der Automatisierung bedeuten würde.
Die Trockenbatterie, die andere Front
Die Ankündigung kommt, nachdem Tesla sein Verfahren zur "trockenen" Batterieproduktion vorgestellt hatte, bei dem auf Lösungsmittel und das anschließende Trocknen der Kathode verzichtet wird. Das Unternehmen beansprucht für sich, dies als Erster in industriellem Maßstab erreicht zu haben, was die Kosten senkt und die Fertigung beschleunigt. Allerdings weisen manche darauf hin, dass BYD bereits an ähnlichen Technologien arbeitet und der eigentliche Engpass nicht bei den Motoren liegt, sondern beim Lithiumbergbau und bei den Zellkosten – ein Bereich, in dem China einen überwältigenden Vorsprung hat.
Skepsis und Einordnung
Es fehlt nicht an Stimmen, die die Glaubwürdigkeit von Musks Ankündigungen anzweifeln. Die Bilanz des Unternehmens in puncto Termine und Versprechen ist durchwachsen, und manche Analysten vermuten, dass der neue Motor eher eine Variante bestehender Lösungen sein könnte als eine Revolution. Zudem könnten die Produktionskosten höher ausfallen als bei den chinesischen Äquivalenten, die den Markt bereits mit niedrigeren Preisen dominieren. Die Frage ist, ob Tesla diese Innovation in einen echten Wettbewerbsvorteil ummünzen kann – oder ob es bei einer weiteren Schlagzeile bleibt.
Teslas Kurs, die Abhängigkeit von China zu verringern, ist strategisch begründet, doch der Erfolg hängt davon ab, die Produktion zu skalieren, ohne dass die Kosten explodieren. Wenn der Zehn-Sekunden-Motor funktioniert, könnte er das Spiel verändern. Wenn nicht, bleibt er eine weitere Ankündigung einer Zukunft, die nie kommt. Im Moment ist das einzige Gewisse, dass das Rennen um die Elektrifizierung nicht stoppt und jeder technische Fortschritt zu einem geopolitischen Schlachtfeld wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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