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Telefónica verkauft historische Zentrale an der Gran Vía für 200 Millionen
Telefónica hat den Verkauf seiner historischen Zentrale an der Gran Vía an Tomás Olivo für 200 Millionen Euro abgeschlossen. Das Gebäude ist ein Wahrzeichen Madrids.
Telefónica hat sein markantes Gebäude an der Gran Vía in Madrid an den Immobilienunternehmer Tomás Olivo für 200 Millionen Euro verkauft. Das Geschäft beendet die Präsenz des Telekom-Konzerns an seinem historischen Sitz, der sich nun in den Händen eines der großen Namen der spanischen Immobilienbranche befindet.
## Abschied von einer Madrider Ikone
Das Gebäude der **Telefónica** in der Nummer 28 der Madrider **Gran Vía**, ein stiller Zeuge der Geschichte der Stadt und der Telekommunikation in Spanien, hat den Besitzer gewechselt. Der Konzern hat den Verkauf seines historischen Sitzes an den Unternehmer **Tomás Olivo**, Eigentümer der **General de Galerías Comerciales (GGC)**, für die Summe von **200 Millionen Euro** notariell besiegelt. Das seit Mai angelaufene Geschäft wurde am 1. September offiziell abgeschlossen und markiert das Ende einer Ära für das Unternehmen an einem der emblematischsten Punkte der Hauptstadt.
Das zwischen **1926 und 1929** erbaute Gebäude war nicht nur der erste Sitz der Telefónica, sondern trug bis 1953 auch den Titel des höchsten Gebäudes Spaniens. Als erster Wolkenkratzer im modernen Stil des Landes entworfen, nach dem Vorbild der Hochhäuser in New York, machte seine Architektur es zu einem Meilenstein. Jahrzehntelang gingen aus seinen Büros die ersten Telefonkabel hervor, die das Kommunikationsnetz der Stadt spannen. Auch nachdem der Großteil der Aktivitäten des Unternehmens **2006** auf den modernen Campus in Las Tablas verlagert wurde, beherbergte das Gebäude an der Gran Vía weiterhin Ausstellungsräume und den Sitz der **Fundación Telefónica**.
## Der Käufer und sein Imperium
**Tomás Olivo**, ein Name, der in der spanischen Immobilienbranche mit großem Nachhall klingt, ist der neue Eigentümer dieses historischen Gebäudes. Mit **76 Jahren** hat sich Olivo ein Imperium von Grund auf aufgebaut und ist laut Forbes mit einem geschätzten Vermögen von **4.600 Millionen Euro** die sechstreichste Person Spaniens. Seinen Einstieg in die Welt der Einkaufszentren begann er **1997** mit der Eröffnung des Komplexes **La Cañada** in Marbella, eines der rentabelsten des Landes.
Derzeit verwaltet Olivo über sein börsennotierte Unternehmen **GGC** **11 Einkaufszentren**. Im vergangenen Jahr erzielte GGC einen Umsatz von **209,8 Millionen Euro** und einen Gewinn von **170,4 Millionen**. Der Unternehmer hat ehrgeizige Pläne für das Gebäude an der Gran Vía, die andere laufende Projekte ergänzen, wie **Infinity**, das größte Einkaufszentrum von Valencia, oder Entwicklungen im Madrider Viertel **Valdebebas**. Ende Juni kündigte Olivo eine geplante Investition von **1.500 Millionen Euro** in neue Projekte und den Erwerb dieser ikonischen Immobilie an.
## Die Desinvestitionsstrategie von Telefónica
Der Verkauf der Zentrale an der Gran Vía ist Teil einer umfassenderen Strategie der **Kostensenkung und -optimierung**, die vom Telefónica-Vorstandsvorsitzenden **Marc Murtra** vorangetrieben wird. Ziel ist es, die Schulden zu reduzieren und die Bilanzen zu sanieren, bevor neue Wachstumsphasen angegangen werden. Diese Desinvestitionspolitik umfasste weitere bedeutende Geschäfte, wie den Ausstieg aus dem Kapital der **BBVA** Ende Februar, bei dem der Konzern **25 Jahre lang** eine Beteiligung gehalten und **608 Millionen Euro** erlöst hatte.
Neben dem Verkauf von Vermögenswerten hat Telefónica Sparmaßnahmen umgesetzt, darunter eine betriebliche Restrukturierung (ERE) mit mehr als **4.700 betroffenen Mitarbeitern**. Außerdem wurde die Dividende gesenkt und das Geschäft in Lateinamerika abgebaut, um sich auf die strategischen Märkte **Spanien, Deutschland, Großbritannien und Brasilien** zu konzentrieren. Der Verkauf des historischen Sitzes ist damit ein weiterer Schritt in dieser Neuausrichtung des Konzerns.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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