Tania Llasera: vom TV-Star zur Theorie des "akzeptierten Schicksals"

Tania Llasera, heute rund 30 Kilo schwerer als zu ihren TV-Zeiten, öffnet die Debatte über weibliche Körper, Fatphobia und den Preis des Ruhms neu

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Tania Llasera und der Tag, an dem sie aufhörte, gegen den Spiegel zu kämpfen

Tania Llasera ist nicht mehr für Kämpfe zu haben. Die Moderatorin, die vor einem Jahrzehnt eines der bekanntesten Gesichter des spanischen Fernsehens war, steht nun im Zentrum einer Diskussion, die weit über ihr Aussehen hinausgeht: ob eine Frau es sich erlauben kann, für ihren Körper nicht mehr Rechenschaft abzulegen. Die Zahl, die über der Debatte schwebt, ist deutlich: rund 30 Kilo Unterschied zu ihrem früheren öffentlichen Bild, laut einer Schätzung, die in der Diskussion kursiert. Und um diese Zahl herum ist ein Schauprozess entstanden, in dem Genetik, die Fernsehindustrie, Fatphobia und der Verdacht Platz finden, das Narrativ der Akzeptanz sei in Wahrheit eine Kapitulation im Gewand einer Fahne.

Ausgangspunkt ist eine Tatsache, die niemand bestreitet: Die Frau, die 2015 die TV-Studios füllte, entspricht heute nicht mehr denselben Maßstäben. Gestritten wird über das Warum. Manche behaupten, sie habe sich einfach gehen lassen, die Gewichtszunahme sei auf Gebäck, Frittiertes und Pizza zurückzuführen, und die Ausrede der Körperbefreiung verberge fehlende Disziplin. Auf der anderen Seite die gegenteilige Lesart: Der Druck auf weibliche Körper sei eine Zermalmungsmaschine, und wer aussteige, tue das nicht aus Faulheit, sondern aus Erschöpfung.

Der genetische Faktor und eine Industrie, die nach Aussehen auswählt

Die erste Analyselinie, die auftaucht, ist unbequem: Llasera kam nicht wegen einer übernatürlichen Begabung ins Fernsehen, sondern weil sie die Anforderungen einer Industrie erfüllte, die Körper auswählt. Es wird angemerkt, dass sie sich gegen andere, talentiertere Kandidatinnen durchsetzte, die gerade deshalb übergangen wurden, weil sie dem Schema entsprach. Wenn das stimmt, war das Schema nicht ihres: Es war das der Branche. Und wenn die Branche nicht mehr anruft, ist das Problem nicht nur ästhetisch, sondern beruflich.

Daraus ergibt sich die am häufigsten geäußerte Hypothese: die der verlorenen Motivation. Wer jahrelang eine extreme Figur hält, tut das mit einer unsichtbaren Anstrengung, und wenn diese Anstrengung sich nicht mehr auszahlt, kehrt der Körper in seinen natürlichen Lauf zurück. Ihr Fall wird mit anderen Persönlichkeiten verglichen, die eine quälende Beziehung zum Essen eingestanden haben. Das ist keine Kritik: Es ist die Feststellung, dass die Aufrechterhaltung der Rolle einen Preis hat.

Ist Altern dasselbe wie Sichgehenlassen?

Hier gabelt sich die Sache. Ein Teil der Analyse vertritt die Auffassung, der Verfall sei keine Frage des Alters, sondern der Vernachlässigung, und es gebe 48-jährige Frauen —der Fall Ayuso wird zitiert, in diesem Alter und topfit—, die beweisen, dass die biologische Uhr nicht alles erklärt. Der Vergleich dient einem Zweck: Wenn eine Gleichaltrige ihre Figur hält, ist die Variable nicht die Zeit, sondern der Wille.

Der Einwand kommt schnell: Es gibt auch Männer, die schlecht altern, und zwar viele. Der Unterschied ist, dass sie nicht wegen jedes Kilos öffentlich unter die Lupe genommen werden. Der doppelte Standard ist das eigentliche Kernthema. Während dem grauhaarigen Mann mit Bauch als interessant applaudiert wird, wird von der Frau ein gnadenloser Countdown verlangt.

Kleidung, der Spiegel und der Markt für große Größen

Ein materielles Detail schleicht sich in die Diskussion: die Kleidung. Wenn der Körper die Größe wechselt, taugt der ganze Kleiderschrank nicht mehr. Es ist die Rede von Fachgeschäften, von der Schwierigkeit, sich ohne Hüften zu kleiden, von einer Silhouette, die zum Rechteck wird. Das ist kein Problem der Eitelkeit: Es ist ein wirtschaftlicher und logistischer Aufwand, den niemand erwähnt, wenn die Akzeptanz gepredigt wird.

Und dann ist da noch der Spiegel. Sich auf einem Foto von vor zehn Jahren neben jeder umwerfenden jungen Frau zu sehen, muss ein Abrissunternehmen sein. Vom Star der Party zur Kulisse zu werden, wie es schonungslos heißt, ist ein Übergang, den viele nicht bewältigen könnten. Die Frage, die in der Luft bleibt: Ist es Weisheit, das Schicksal zu akzeptieren, oder die elegante Art, Kapitulation zu nennen?

Das Fatphobia-Narrativ als Schutzschild

Der beißendste Verdacht ist, dass die Fahne der Körperbefreiung als Regenschirm dient. Wenn jede Kritik an Übergewicht mit dem Etikett Sens beantwortet wird, ist die Debatte beendet, bevor sie beginnt. Es wird argumentiert, es sei leichter, an das Narrativ der gesunden, empowerten dicken Frauen zu glauben, als sich dem Problem zu stellen. Und wer sich beklagt, wegen ihres Aussehens nicht mehr angerufen zu werden, müsse entscheiden, was sie will: das Studio oder das Narrativ.

Das Gegenargument ist nicht gering: Niemand verlangt von ihr, wie ein Hollywoodstar auszusehen. Verlangt wird Konsistenz. Wenn die Botschaft lautet, dass der Körper nicht zählt, kann man nicht über die Folgen weinen, dass der Körper doch zählt.

Mit diesen Zutaten ist die Prognose gewagt. Wenn die öffentliche Figur auf dem Diskurs des Körperstolzes neu aufgebaut wird, gibt es eine Nische. Wenn sie darauf besteht, ihren früheren Thron zurückzufordern: Der Markt gibt Kronen selten zurück. Und währenddessen wird die Industrie weiter Körper auswählen, die sie später verwirft, ohne dass irgendjemand die Kündigung unterschreibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (224 Antworten).

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