Taiwan meldet über 40 chinesische Flugzeuge

Taiwan meldet mehr als 40 chinesische Flugzeuge und Truppenaufmarsch an der Küste. Steht eine Invasion oder militärischer Druck bevor?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Taiwan meldet über 40 chinesische Flugzeuge
Taiwan warnt vor über 40 chinesischen Flugzeugen vor seiner Küste

Steht China kurz vor einer Invasion Taiwans? Das Verteidigungsministerium der Insel meldete am 12. September 2023 den Einsatz von mehr als 40 Flugzeugen in der Straße sowie eine anhaltende Konzentration von Kräften an den Militärstützpunkten an der Küste des chinesischen Festlandes, zusätzlich zur Verstärkung der eigenen Verteidigung. Die Debatte konzentriert sich auf die etwa 150 Kilometer Wasser zwischen den beiden Ufern. Auf dieser Distanz wurde ein Szenario einer bevorstehenden Invasion aufgebaut, das mit derselben Logik betrachtet wird wie die russische Mobilisierung an der ukrainischen Grenze. Taiwan bittet unterdessen weiter um Hilfe bei den USA, laut den Nachrichten, die die Debatte eröffnen.

Was Taiwan gemeldet hat und was sich bewegt

Der taiwanische Bericht spricht von der Erweiterung chinesischer Flugplätze und zunehmender militärischer Aktivität vor der Insel. Der konkrete Datenpunkt ist dieses Paket von mehr als vierzig Luftfahrzeugen, die in der Straße operieren: kein Landungsangriff, aber eine Demonstration der Präsenz.

Daraufhin teilt sich das kursierende Material in zwei Teile: das Verifizierbare und das, was niemand unterschreibt. Manche fordern Quellen, andere antworten mit einfachen Witzen: Quelle oder dreizehn Millionen Schiffe. Dieser Puls – Daten gegen Erzählung – durchzieht die gesamte Angelegenheit und erklärt, warum apokalyptische Schlagzeilen neben Gleichgültigkeit existieren.

Warum China Taiwan will und warum TSMC nicht der Grund ist

Das strategische Argument mit dem größten Gewicht ist nicht das der Halbleiter. TSMC tritt in den Hintergrund: Einige behaupten, China könne in wenigen Jahren Chips auf vergleichbarem Niveau herstellen, und dass die Fabrik genau das sei, was am wenigsten wichtig sei. Nach diesem Argument wird ein freier Zugang zum Pazifik angestrebt, wobei die Insel als Glied einer Kette dient, die von Korea und Japan bis zu den Philippinen reicht, übersät mit US-Militärstützpunkten.

Die gegenteilige Lesart erinnert daran, dass Taiwan für die UNO Teil Chinas ist und die Insel von der Organisation ausgeschlossen ist. Unter dieser Logik gäbe es keine Invasion eines fremden Landes, sondern Druck auf eigenes Territorium. Es ist die Analogie zu Spanien und Katalonien, Karten hin oder her. Im Hintergrund ein Marktdetail: Es wird darauf hingewiesen, dass Warren Buffett seine TSMC-Aktien verkauft hat.

Ist eine Landung nach 150 Kilometern während der Taifunsaison machbar?

Es ist nicht die Operation Overlord, so eine Interpretation des Threads: Hunderte unmöglich zu versteckende Schiffe und gute Strände wären nötig, die auf einer Insel mit wenigen geeigneten Buchten knapp sind. Dazu kommt das Wetter: Die Region befindet sich in der Taifunsaison.

Wer das Hindernis relativiert, weist darauf hin, dass Taiwan keine Verstärkungen erwarten kann und China auf der anderen Seite des Kanals unerschöpfliche Ressourcen hat. Das gezeichnete Szenario ist eine Sättigung mit Raketen, bevor auch nur ein Boot nass wird. Und der Vergleich mit dem luftgestützten Angriff auf Hostomel dient als Warnung: Hubschrauber können ankommen; wieder herauszukommen ist eine andere Sache.

Chinas innere Krise als Motor des Lärms

Es gibt eine weniger militärische, mehr wirtschaftliche Erklärung. Da die chinesische Wirtschaft ernsthafte Probleme durchläuft – einschließlich Schulden im Verhältnis zum BIP, laut geteilten Daten –, dient die Eröffnung eines externen Konflikts als häusliches Beruhigungsmittel. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Regierung die interne Rechnung mit einer Flagge und voller Propagandamaschinerie zudeckt.

Das diskutierte Finanzdetail ist das beunruhigendste: China könnte den Markt überfluten, indem es US-Staatsanleihen mit Rabatt verkauft und Dollar freisetzt, um die gegnerische Wirtschaft vorher zu versenken. Es ist eine Hypothese, keine offizielle Ankündigung. Aber es hilft zu verstehen, warum manche Analysen den militärischen Druck als Teil eines viel breiteren Brettes sehen.

Die Geschichte vom Hirtenjungen und die Warnungen, die nie kamen

Der Skeptizismus hat seine eigene Akte: Ein Teilnehmer erinnert an vier Warnungen vor einem bevorstehenden Angriff in ebenso vielen Trinc-ups, keine davon erfüllt. Hinzu kommt ein schwer zu widerlegendes statistisches Argument: Wer den ganzen Tag Würfel wirft, bekommt irgendwann eine Doppel-Sechs, und das macht den Wurf nicht zur Prophezeiung. Auch die gehandhabten Fristen helfen nicht: Wie in der Debatte erinnert wird, sahen einige hohe US-Kommandeure die Invasion vor 2025, und das Datum rückt näher, ohne dass die Straße geschlossen wurde.

Eine Strömung bindet jede Bewegung daran, dass die USA in einer anderen Krise gefangen sind – Krieg, Rezession, innerer Aufruhr – und dass die öffentliche Meinung in Taiwan günstig ist. Eine andere erinnert daran, dass China die See- und Luftblockade bereits in früheren Manövern praktiziert hat und dass ein weiterer Test wahrscheinlich ist. Eine dritte hält fest, dass Peking es nicht eilig hat: Sein Einsatz gilt der kulturellen und demografischen Hegemonie in einer oder zwei Generationen, nicht dem amphibischen Sturm.

Während entschieden wird, ob dies eine Invasion oder ein Training mit Publikum ist, steigt auch der Preis für Olivenöl. Der Dritte Weltkrieg nimmt seinen unaufhaltsamen Lauf, laut den Nachrichten, die ihn ankündigen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (119 Antworten).

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