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Strompreis in Spanien: Zwischen 12 und 33 Cent pro kWh
Der tatsächliche Strompreis in Spanien variiert je nach Rechnung zwischen 0,12 und 0,33 Euro. Fixkosten und Steuern treiben den Preis bei geringem Verbrauch in die Höhe.
Strom in Spanien: Der kWh-Preis schwankt zwischen 0,12 und 0,33 Euro
Rechnen wir das einfachste Beispiel durch. Man nimmt die letzte Stromrechnung, teilt den Gesamtbetrag durch die verbrauchten kWh und fertig: Fixkosten, Steuern und Zählermiete werden komplett ignoriert. Bei einer Rechnung von 452 kWh und 106 Euro ergibt sich ein Preis von 23,45 Cent pro Kilowattstunde. Der reine Energiepreis lag laut Aufschlüsselung in diesem Zeitraum zwischen 12 und 14 Cent.
Diese Methode ist irreführend, was jeder weiß, der schon einmal mit einem Stromanbieter zu tun hatte. Wenn man nur eine einzige kWh verbraucht und die Rechnung 17 Euro beträgt, kostet jede Kilowattstunde 17 Euro. Je weniger man verbraucht, desto teurer wird die Einheit. Eine Wohnung mit Familie drückt den Durchschnitt; eine geschlossene Zweitwohnung treibt ihn ins Absurde. Hier sind die Zahlen.
Was der kWh in Spanien wirklich kostet
Die Spanne der Berechnungen ist enorm: 0,119 €/kWh bei einem Verbrauch von 237 kWh (68,43 Euro) gegenüber 0,33 €/kWh bei 193 kWh und 63,40 Euro. Dazwischen liegt eine Auswahl, die jeden Prüfer schwindlig machen würde: 240 kWh für 59,93 Euro (0,2497), 427 kWh für 118 Euro (0,2760), 1837 kWh für 378,40 Euro (0,2059).
Das gilt nicht nur für Haushalte. Ein Unternehmen mit 300 kW Anschlussleistung zahlte im August 2012 noch 0,1747 €/kWh, stieg aber bis August 2013 auf 0,2743 €. Das Pikante daran: In dieser Zeit senkte es seinen Verbrauch um 28%, während die Rechnung um 12% anstieg. Weniger Strom, mehr Kosten. Der Traum jedes Vertriebsleiters.
Warum verteuert sich der kWh bei geringerem Verbrauch?
Weil ein großer Teil der Rechnung nicht vom Verbrauch abhängt. Die Leistungsbereitstellung (Término de potencia) und die Steuern werden gleich berechnet, ob man täglich kocht oder drei Monate verreist. Sinkt der Verbrauch, verteilt sich dieser fixe Block auf weniger Kilowattstunden, und der Durchschnittspreis explodiert.
Manche argumentieren, dass dies schon immer so war und der Rohwert wenig aussagt. Das Argument hat Hand und Fuß: Wenn in eine leere Wohnung 10,24 Euro Fixkosten fallen und null kWh verbraucht werden, ergibt die Division einen mathematischen Fehler. Der Preis pro Kilowattstunde existiert schlicht nicht. Und diese Anomalie widerlegt die Übung nicht, sondern illustriert das Modell.
TUR, zeitvariable Tarife und Leistungsanpassung: Die wiederholte Empfehlung
Der Rat taucht immer wieder auf: Wechsel zur TUR-Tarif (Tarifa de Último Recurso, dem regulierten Grundversorgertarif), Abschluss eines zeitvariablen Tarifs (discriminación horaria) und Anpassung der vertraglich vereinbarten Leistung. Mit Daten untermauert, ist der Vergleich eindeutig. Für denselben Zeitraum von 61 Tagen: Ohne zeitvariable Tarifstruktur kosteten 672 kWh 144,80 Euro (0,2154 €/kWh); damit kosteten 853 kWh nur 139,37 Euro (0,1633 €/kWh). Mehr Strom, niedrigere Rechnung.
Voraussetzung ist, mindestens 30% des Verbrauchs in der Nebenzeiten (Horario Valle) zu tätigen, einem 14-Stunden-Fenster, das einen großen Teil des Tages abdeckt. Für fast jeden Privatkunden lohnt sich das.
Der Prozess hingegen ist voller Fallen. Ein Anbieterwechsel per Telefon kann in ein Labyrinth aus 902-Rufnummern, unerwünschten Angeboten und nicht bestellten Zusatzdiensten führen. Verschiedene Anbieter haben separate Tochtergesellschaften für den freien Markt und den regulierten Tarif; Verwechslungen lassen den Kunden dort, wo er war – mit schlechteren Preisen.
Spanien im Vergleich zu Deutschland, Irland und Brasilien
Vergleiche sind unbequem. In Deutschland kostete ein Jahrespaket von 1700 kWh im ersten Jahr 0,1897 €/kWh und in den Folgejahren 0,2529 €/kWh. Kein Paradies. In Irland lag der Preis bei 0,1774 Euro pro kWh, plus tägliche Grundgebühr und Erneuerbare-Energien-Umlage: 100 kWh kosteten inklusive MwSt. 34,77 Euro. Brasilien rechnete streng „verbrauchte Menge mal Preis“ ab, ohne Überraschungen.
Spanien kommt trotz seines Chaos nicht so schlecht weg, wie die nationale Klage vermuten lässt. Allerdings bleibt die Aufschlüsselung jeder Rechnung ein Rätsel, das selbst die Aussteller ohne Blick ins Kleingedruckte kaum erklären können.
Ein Fakt fasst alles zusammen: Zwischen 2013 und 2014 sank der jährliche Abrechnungsverbrauch eines Haushalts von 6832 kWh auf 5749 kWh. Er verbrauchte 16% weniger und zahlte 0,1399 €/kWh statt der 0,1495 €/kWh des Vorjahres. Die einzige Erklärung dafür ist uns allen bekannt: Sparen bis zur Erschöpfung und trotzdem fürs Atmen zahlen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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