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Staatsanwaltschaft von Valencia will Anklage gegen Mazón wegen der Flutkatastrophe
Die Staatsanwaltschaft von Valencia unterstützt die Untersuchung der strafrechtlichen Verantwortung von Mazón für die Flutkatastrophe mit 223 Toten, doch das Verfahren gegen ihn muss warten.
Staatsanwaltschaft befürwortet Untersuchung von Mazón wegen des Umgangs mit der Flutkatastrophe
Die Staatsanwaltschaft von Valencia möchte, dass die Gerichte so bald wie möglich die strafrechtliche Verantwortung von Carlos Mazón, dem Präsidenten der valencianischen Regionalregierung, wegen seines Umgangs mit der Dana-Flutkatastrophe untersuchen, die am 29. Oktober 223 Tote und Zehntausende Geschädigte in der Provinz Valencia forderte. Die Staatsanwaltschaft hat beim Obersten Gerichtshof der Valencianischen Gemeinschaft (TSJCV) ein Schriftstück eingereicht; das Gericht hatte beschlossen, die sieben Anzeigen und Klagen gegen ihn in einem einzigen Verfahren zusammenzufassen. Und unter den Unterlagen findet sich ein Detail, das nicht hilft: Eine der Klagen behauptet, der Regionalpräsident habe am Mittag jenes 29. Oktober mehrere Stunden in einem Restaurant der Hauptstadt gegessen.
Warum die Staatsanwaltschaft ein einziges Ermittlungsverfahren für die sieben Klagen fordert
Das von der Staatsanwältin María José Montesinos de Lago unterzeichnete Schriftstück bezeichnet ein einziges Verfahren angesichts der Größenordnung des Falls, der Komplexität der Ereignisse, der Vielzahl der angezeigten Amtsträger, der absehbaren Schwierigkeit der Ermittlungen und der enormen Zahl der Geschädigten, Zeugen und Sachverständigen als „mehr als vernünftig“. Übersetzt: Der Fall ist zu groß, um ihn aufzuteilen. Unter allen Anzeigen liege dieselbe Tatbezuschreibung, „unabhängig von den unterschiedlichen rechtlichen Einordnungen“.
Von diesen sieben richten sich sechs gegen Mazón oder Salomé Pradas, die ehemalige Regionalministerin für Inneres und Justiz. Nur eine fordert, jeden anderen Amtsträger zu untersuchen, bei dem sich im Zuge der Ermittlungen eine strafrechtliche Verantwortung zeigen sollte. Eine der Klagen der Gewerkschaft CGT nennt zudem den Generaldirektor für Notfallmanagement, Alberto Javier Martín Sarracena, und den Regionalstaatssekretär Emilio Argüeso.
Welche Straftaten vorgeworfen werden – und die Feinheit, die die Staatsanwaltschaft selbst einbringt
Die Ankläger werfen Mazón und Pradas Rechtsbeugung, fahrlässige Körperverletzung und Tötung, unterlassene Hilfeleistung, fahrlässige Sachbeschädigung und Straftaten gegen die Rechte der Arbeitnehmer vor, weil sie keine Entscheidungen getroffen hätten, die das Ergebnis ihrer Ansicht nach verhindert oder gemildert hätten. Alle erwähnen die Vernachlässigung ihrer Pflichten als höchste Amtsträger der Region und die Warnung der spanischen Wetterbehörde Aemet, die an jenem Dienstag für Valencia auf rote Stufe angehoben wurde.
Hier kommt der unbequeme Punkt für die Kläger. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer „generischen Ursache-Wirkung-Beziehung“ mit einer Zuschreibung strafrechtlicher Verantwortung „objektiver Natur“, die ausschließlich am Ergebnis festgemacht wird und unabhängig vom konkreten Mitwirken jedes einzelnen Beschuldigten – das bis heute „nicht individualisiert feststeht“. Anders gesagt: Der Vorwurf ist klar, die individuelle Kette der Schuld noch nicht. Und vor Gericht wiegt dieser Unterschied mehr als jede Schlagzeile.
Die Immunität, die die Anklage gegen Mazón aufhält
Mazón genießt als aforado (Abgeordneten- bzw. Amtsträgerimmunität) vor dem TSJCV, das zuständig ist, den Regionalpräsidenten zu untersuchen und anzuklagen, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass die Ermittlungen dort nicht beginnen: Die Ankläger müssen warten, bis ein Ermittlungsgericht die Untersuchungen zum Mitwirken oder zur Untätigkeit jedes Beschuldigten abgeschlossen hat und – nur falls sich ausreichende Verdachtsmomente gegen Mazón ergeben – dem Obersten Gericht der Region einen begründeten Bericht (exposición razonada) vorlegt, damit dieses entscheidet.
Während der Rechtsweg seine Papiere ordnet, hat die Politik bereits ihren Zug gemacht: VOX stimmte in den Corts Valencianes in geheimer Abstimmung gegen die Missbilligung und den Rücktritt von Mazón und rettete den Regionalpräsidenten damit vor einer Schlappe, die andere Kräfte für sicher hielten. Die Sitzung lässt sich mit einem Satz zusammenfassen, der im Umlauf war: Den Soldaten Mazón retten.
Vielleicht liegt der Schlüssel zum Fall nicht in den 223 Toten, sondern in einer kleineren Zahl: Von den sieben zusammengeführten Klagen richten sich sechs gegen dieselben zwei Personen. Die siebte, die einzige, die niemanden konkret nennt, könnte entscheiden, wie weit der Fall reicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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