Ausländer als Mieter: Über die Hälfte in Spanien, 70 % in drei Regionen

Über 5,2 Millionen Mieter in Spanien wurden im Ausland geboren. In Madrid, Valencia und Murcia liegt der Anteil bei 70 %. Daten und Analyse von…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Über die Hälfte der Mieter in Spanien sind im Ausland geboren: 70 % in Madrid, Valencia und Murcia

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Zusammensetzung des spanischen Mietmarktes hat sich grundlegend verändert. Laut vom ABC veröffentlichten Daten leben mehr als 10 Millionen Menschen zur Miete, von denen 5,2 Millionen – also über die Hälfte – nicht in Spanien geboren wurden. Besonders auffällig ist die Konzentration in Regionen wie Madrid, Valencia und Murcia, wo der Anteil auf 70 % steigt. In Haushalten mit Kindern liegt die Quote bei 67,1 %.

Der Einfluss der Migration auf den Mietmarkt

Das Phänomen ist nicht neu, aber seine Dimension hat zugenommen und es zu einem strukturellen Faktor gemacht. Die Nachfrage nach Mietwohnungen durch die ausländische Bevölkerung erhöht den Druck auf einen Wohnungsbestand, der nicht im gleichen Maße wächst. Das knappe Angebot in Kombination mit steigender Nachfrage treibt die Preise nach oben. Parallel dazu werden Untervermietung und Wohnraumverdichtung gemeldet, was die tatsächliche Anzahl der Mieter pro Wohnung erhöht und die offiziellen Statistiken verzerrt.

Wer treibt die Preise an?

Die Erklärungen für die steigenden Mietpreise gehen auseinander. Einerseits wird die starke Zuwanderung als Treiber der Nachfrage genannt. Andererseits werden Immobilienspekulation, Mieterschutzgesetze, die das Angebot hemmen, sowie die Umwandlung von Wohnungen in touristische Unterkünfte kritisiert. Einige Analysten weisen darauf hin, dass der Anstieg der Mieten bereits lange vor dem letzten Migrationszyklus begann, verbunden mit gesellschaftlichen Veränderungen wie steigenden Scheidungsraten und der Bildung neuer Haushalte.

Angesichts dieser Daten bleibt die Frage offen, ob der Mietmarkt die Last einer Nachfrage absorbieren kann, ohne dass es zu Störungen kommt – zumal diese Nachfrage nicht nur anhält, sondern sich sogar intensiviert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (42 Antworten).

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