Spende in Spanien: Diese Voraussetzungen verlangt das Gesetz

Die zitierte Liste verlangt vom Spender ein Alter zwischen 18 und 50 Jahren, gute körperliche und psychische Gesundheit sowie eine ausgezeichnete Spermienqualität. Die Debatte: Spende oder Geschäft?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spende in Spanien: Diese Voraussetzungen verlangt das Gesetz
Sperma in Spanien spenden: das Kleingedruckte der Voraussetzungen

Schon das Kleingedruckte genügt, um aus dem Verfahren auszuscheiden. Laut der im Diskurs zitierten Liste verlangt die spanische Gesetzgebung vom Samenspender ein Alter zwischen 18 und 50 Jahren sowie, dass er keine übertragbaren Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis B und C oder Syphilis) und keine genetischen Erkrankungen mit familiären Vorgeschichten erblicher Störungen hat. Hinzu kommen gute körperliche und psychische Gesundheit – geprüft durch medizinische und psychologische Tests – und eine ausgezeichnete Spermienqualität, damit die Samenzellen das Einfrieren überstehen.

Was das Gesetz vom Samenspender verlangt

Die Liste ist eindeutig und lässt keine Abkürzungen zu. Das Alter bildet die erste Hürde; danach folgen die Infektionsscreenings, die familiäre genetische Vorgeschichte und eine psychologische Beurteilung. Das Kriterium der Spermienqualität wirkt als letzte Filterstation: Selbst wenn alle vorherigen Voraussetzungen erfüllt sind, schließt eine mittelmäßige Probe den Spender aus. Laut der im Diskurs zitierten Liste handelt es sich nicht um eine ästhetische, sondern um eine medizinische Auswahl. Etwas anderes ist, was jede Klinik danach daraus macht.

Eugenik, Geschäft oder medizinischer Filter

Sobald die Kriterien auftauchen, fällt das verbotene Wort: Eugenik. Manche halten das Ausschlussverfahren wegen psychischer Gesundheit, Genetik oder Konstitution für das Design von Nachkommen; dem steht das Argument entgegen, dass jede Gametenbank filtert, um keine Krankheiten zu übertragen. Die Frage, die in der Luft bleibt, ist eine andere: Ist es eine Spende oder ein Verkauf? Der am häufigsten bemängelte Widerspruch ist der unterschiedliche Maßstab bei Eizellen und bei Leihmutterschaften, die noch nicht reguliert sind.

Es bleibt eine Frage, die die zitierte Liste nicht klärt und die niemand beantwortet hat: Zählt Glatzigkeit als genetische Erkrankung oder nicht?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (48 Antworten).

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