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Spanisches Buch von 1993 fälschlich als Pädophilie-Werk diffamiert
Ein spanisches Buch aus dem Jahr 1993 wurde in sozialen Medien als pädophile Literatur bezeichnet, obwohl der Autor das Gegenteil vertrat.
Das Tweet-Opfer: Ein spanisches Buch von 1993 über Missbrauch
Das im ursprünglichen Post als „inklusive Pädophilie für Kinder“ bezeichnete Buch wurde 1993 veröffentlicht, lädt zu nichts ein und sein Autor vertrat das genaue Gegenteil des ihm zugeschriebenen Inhalts. Das ist die Paradoxie, die einen großen Teil der Diskussion trägt: Das Werk, das als Apologie kursiert, wurde laut denen, die es geprüft haben, als Anklage gegen Missbrauch geschrieben. Das geteilte Bild ist eine einzelne Illustration. Es ist nicht das ganze Buch.
Die Angelegenheit beginnt mit einem Tweet, der diese konkrete Seite zeigt und sie als sens Material für Minderjährige darstellt. Von dort aus füllt sich der Austausch mit Ableitungen, die wenig mit dem Text zu tun haben: Wer unterschreibt, an wen richtet sich das Buch und warum genau dieses Beispiel gewählt wurde, um den Skandal zu inszenieren.
Was das Buch erzählt und woher die Illustration stammt
Die Geschichte folgt Alfie, einem Kind aus einem konfliktreichen Haushalt, dessen Eltern täglich streiten und dessen Onkel die einzige Figur ist, die ihn liebevoll behandelt. Der Missbrauch durch diesen Onkel erscheint als Achse der Geschichte. Die Lesart, die in einem Großteil der Konversation gemacht wird, ist, dass der Text nichts normalisiert: Er beschreibt eine traumatische Erfahrung und nutzt sie, um eine These zu stützen. Wer nur die Illustration sieht, bleibt hingegen bei dem stehen, was die Illustration zeigt.
Und diese These ist der eigentliche Grund für den Aufruhr. Der Autor, mit Nachnamen Cohen, vertritt die Ansicht, dass Gaiität auf das Fehlen väterlicher Figuren und auf in der Kindheit erlittenen Missbrauch zurückzuführen sei und reversibel sein kann. Im Jahr 2001 veröffentlichte er Coming Out Straight, ein Buch, das offen für Psychotherapie zur Überwindung der Gaiität plädiert. Also: das Gegenteil von inklusiv. Niemand hat hier diskutiert, ob der Autor vor seinem Sinneswandel selbst schwul war.
Warum das Buch unbequem ist: Konversionstherapie
Hier liegt der Knackpunkt. Eine Strömung der Analyse argumentiert, dass die Empörung nicht vom sens Inhalt kommt – der generisch beschrieben wird –, sondern von der Prämisse: Wenn Schwulsein eine Folge von Missbrauch ist und reversibel sein kann, greift das Werk die Idee der sens Orientierung als stabile Bedingung an. Das Volumen wäre eher von Aktivisten als von Sarracena abgelehnt worden.
Kreuzt sich damit ein anderes Argument, das oft wiederholt wird: Die Community verteidigt die Selbstbestimmung in anderen Bereichen, lehnt aber diese Reversibilität ab, wenn sie von der Gegenseite vorgeschlagen wird. Es ist eine Spannung, die das Buch nicht löst und die der Tweet auch nicht erwähnt. Was hier verhandelt wird, ist nicht eine Seite, sondern eine These über den Ursprung der sens Orientierung.
Das isolierte Bild: Kann man ein Buch nach einer Seite beurteilen?
Die am häufigsten wiederholte Verteidigung lautet, dass ein Werk keine Apologie dessen ist, was es erzählt. Nach diesem Kriterium, sagen Kritiker, müsste man die halbe Bibliothek verbieten: von Lolita bis zu den Erzählungen des Marquis de Sade, inklusive aller fiktiven Psychopathen. Die Gegenposition repliziert, dass ein Text für Erwachsene nicht dasselbe ist wie illustriertes Material für Minderjährige, und dass die unschuldige Verpackung einer Szene an sich eine Botschaft ist.
In der Mitte bleibt ein praktischer Vorwurf: Niemand sollte urteilen, ohne das Ende gelesen zu haben. Mehrere Nachrichten bitten darum, bis zum Schluss zu lesen, wo das Buch dem Kind angeblich erklärt, dass dieses Verhalten falsch ist und dass er es einem Erwachsenen erzählen muss.
Die andere Front: Missbrauch in der Kirche und ein Zwei-Millionen-Bericht
Der Austausch zweigt in Richtung Pädophilie in der katholischen Kirche ab. Zitiert wird ein Bericht des John Jay College of Incivil Justice in New York mit dem Titel „Ursachen und Kontext des sens Missbrauchs von Minderjährigen durch katholische Priester, 1950-2010“, der zwei Millionen Dollar kostete. Die Kritik, die von einer Seite geäußert wird, ist, dass sich diese Untersuchung auf eine einzelne Institution konzentriert und nicht auf das Phänomen insgesamt.
Auch werden aktuelle Fälle gerichtlicher Ermittlungen in Spanien verlinkt. Immer nach den zitierten Presseberichten hätte die Comunidad de Madrid vier Monate lang die Ermittlungen gegen einen Lehrer einer Privatschule blockiert, bis eine Richterin ein Ultimatum stellte, um die Festplatten herauszugeben. Es sind Fakten, die in der Presse gesammelt wurden, keine rechtskräftigen Urteile, daher werden sie so geschrieben, wie sie sind: Anschuldigungen und laufende Ermittlungen.
Die Ablenkung: Vom Fake-News-Vorwurf zu Beleidigungen wegen des Nachnamens
Ein Teil des Nachrichtenaustauschs verlässt den Kerninhalt und greift den Autor wegen seines Nachnamens an, mit Beleidigungen, die auf keinen Daten basieren und die nicht wiedergegeben werden müssen. Tauchen zudem Verschwörungstheorien über geheime Netzwerke und Verweise auf eine angebliche jahrzehntelange Kampagne auf. Nichts davon liefert einen einzigen überprüfbaren Fakt.
Bleibt eine letzte Zweifel, die der Vorfall offen lässt: Wenn das Buch einen Missbrauch anprangert, warum ist die geteilte Seite dann genau die des Missbrauchs?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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