Pensionsfonds, der in 20 Jahren Geld verlor
Dreißigtausend Euro. Das ist, wie ein Forum-Nutzer berichtet, was jemand vor zwei Jahrzehnten in einen Pensionsfonds eingezahlt hat. Heute enthält dieses Produkt 27.000 Euro. Weniger als die Einlage. Ein Festgeldkonto, ein Notgroschen oder sogar ein unverzinstes Girokonto hätten den gleichen Nominalbetrag ergeben, ohne Gebühren und ohne Überraschungen. Der Unterschied ist, dass das Bankgeld keine Verwaltungsgebühren über zwanzig Jahre hinweg gezahlt hätte.
Der Fall wird von einem Sohn erzählt, der seit zehn Jahren versucht, seinem Vater zu erklären, wie Sparen funktioniert. Es ist keine isolierte Anekdote: Es ist das Porträt einer Generation, die ihre Ersparnisse dem Filialverkäufer anvertraute und nun feststellt, dass das Flaggschiffprodukt des spanischen Retail-Bankings weder eine Rente noch ein Plan war, geschweige denn etwas Ähnliches wie versprochen.
Was ein Pensionsfonds wirklich ist und warum er Geld verliert
Ein Pensionsfonds ist ein steuerlicher Mantel. Darin stecken Investmentfonds, und diese Fonds erheben jährliche Gebühren auf das Gesamtvermögen, unabhängig davon, ob der Teilnehmer Gewinne macht oder Verluste erleidet. Hier liegt die Falle, die jede kommerzielle Erzählung entlarvt: Der Manager verdient gleich viel, wenn der Fonds um 8 % steigt, wie wenn er um 3 % fällt. Der einzige, der immer gewinnt, ist die Bank.
Manche behaupten, dass ein Pensionsfonds mit negativer Rendite über zwanzig Jahre nahezu unmöglich ist, es sei denn, er ist in Ramschanlagen investiert oder mit missbräuchlichen Gebühren belastet. Da der Aktienmarkt seinen Wert in diesem Zeitraum vervielfachte, hätte selbst ein konservatives Portfolio etwas erwirtschaften müssen. Die zirkulierende Schlussfolgerung ist unbequem: Entweder war das Produkt schrecklich, oder jemand hat unterwegs einen Anteil genommen, der ihm nicht zustand.
Die schmerzhafteste Berechnung ist nicht die nominale. Es ist die Kaufkraft. Diese 30.000 Euro von vor zwanzig Jahren kauften, was heute 60.000 Euro kosten würde, laut der eigenen Berechnung des Nutzers. Die Inflation hat die Hälfte der Ersparnisse aufgefressen, ohne dass die Bank etwas dagegen unternommen hätte.
Der Steuerhammer bei der Rückzahlung des Pensionsfonds
Hier kommt die zweite Rechnung. Die Beiträge zum Plan waren damals im Rahmen der IRPF (spanische Einkommensteuer) abzugsfähig, und diese Steuerstundung wird bei der Auszahlung bezahlt. Alles Eingezahlte wird zur Bemessungsgrundlage des Jahres hinzugefügt, in dem das Geld abgehoben wird, und zum Grenzsteuersatz besteuert. In der Praxis kann eine einmalige Rückzahlung den Kontostand deutlich unter den Buchwert drücken.
Das Kleingedruckte hat eine Nuance, die kaum jemand kennt: Wenn die Beiträge vor dem 31. Dezember 2006 geleistet wurden, wird nur 60 % der Einzahlung zur Bemessungsgrundlage addiert, nicht der gesamte Betrag. Eine teilweise Entlastung, die das Gesamtbild nicht kompensiert.
Die wiederholte Empfehlung lautet, nicht alles auf einmal zurückzahlen, wenn es nicht nötig ist. Das Geld in Tranchen, Jahr für Jahr, abzuheben, verdünnt die steuerliche Auswirkung und verhindert, dass der Grenzsteuersatz explodiert. Aber das erfordert Planung, und Planung ist genau das, was vor zwanzig Jahren niemand gemacht hat.
Retail-Banking und das Geschäft der finanziellen Unbildung
Das Produkt wurde in einer Filiale verkauft. Es gab keinen Vergleich, keine Alternativen, keine Warnung vor Gebühren. Der Verkäufer platzierte den Plan mit den üblichen Zauberworten: garantiert, risikofrei, für die Rente. Drei Lügen in einer Corporate-Mappe verpackt.
Teil der Analyse weist darauf hin, dass es vor zwanzig Jahren keine Online-Investmentplattformen oder zugänglichen Indexfonds gab, wie sie heute existieren. Der durchschnittliche Sparer war vom Urteil des Bankangestellten abhängig, der wiederum dafür bezahlt wurde, Produkte zu verkaufen. Der Anreiz war perfekt auf den Nachteil des Kunden ausgerichtet.
Demgegenüber verteidigen manche, dass der Pensionsfonds eine Funktion der erzwungenen Disziplin erfüllt: Er hält das Geld unberührt und verhindert, dass es für Launen ausgegeben wird. Das Argument hat seine Logik, bricht aber zusammen, wenn das Ergebnis ein Kapitalverlust ist. Disziplin nützt wenig, wenn das Ziel der Ersparnisse ein Produkt ist, das an Gebühren blutet.
Alternativen: Indexfonds, Gold und Rat, den niemand hört
Das Spektrum der heute verfügbaren Optionen ist breit. MSCI World Indexfonds mit Gebühren unter 0,5 %, ETFs, Gold, sogar Staatsanleihen. Der Vergleich mit dem traditionellen Bankplan ist vernichtend: Dasselbe Geld, in einem globalen Index angelegt, hätte seinen Wert in zwei Jahrzehnten vervielfacht.
Das Problem ist nicht der Mangel an Alternativen. Es ist die Resistenz, sie zu hören. Der Fall, der diese Geschichte eröffnet, umfasst einen Investitionsplan, der vom Sohn selbst entworfen wurde, mit Gold unter den Empfehlungen, der völlig ignoriert wurde. Jahre später zeichnen der leere Kühlschrank und ein Leck im Wohnzimmer das Ergebnis.
Es gibt ein sich wiederholendes Muster: Das Vertrauen in den Filialverkäufer wiegt schwerer als das Vertrauen in den eigenen Sohn. Der Verkäufer verspricht Sicherheit, spricht im Namen der Bank, trägt eine Krawatte. Der Sohn spricht über Gebühren, Inflation, reale Renditen. Die Krawatte gewinnt. Die Krawatte gewinnt immer.
Was tun, wenn der Schaden angerichtet ist
Wenig Spielraum bleibt. Das Geld ist dort, wo es ist, und die Rückzahlung löst die Steuerrechnung aus. Die am wenigsten schlechte Option besteht darin, den Plan bis zur Rente nicht anzufassen, wenn der Grenzsteuersatz oft niedriger ist, und in Tranchen zurückzuzahlen, wenn die Notwendigkeit früher eintritt.
Für den Rest ist die Lektion einfach und teuer: Kein Produkt, das in einer Filiale als Rente verkauft wird, garantiert irgendetwas. Jährliche vermögensbezogene Gebühren sind der stille Feind, und zwanzig Jahre Gebühren fressen jede vernünftige Rendite auf.
Wie viele Pläne wie dieser sind noch offen, mit Teilnehmern, die überzeugt sind, eine gesicherte Rente zu haben, und nicht wissen, dass sie eigentlich eine offene Rechnung haben?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (105 Antworten).