Spanischer Arbeitsrechtler warnt: Weigern Sie sich nie rundum, Anweisungen zu verweigern

Der spanische Arbeitsrechtler Ignacio de la Calzada warnt: Wer eine Anweisung rundum verweigert, riskiert Job und Gehalt. Stattdessen sollte man gesundheitliche Probleme dokumentieren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer Krankschreibung kann eine echte Belastungsprobe sein. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man trotz Entlassung aus der Krankschreibung und der Mitteilung, man sei wieder einsatzbereit, noch mit Beschwerden zu kämpfen hat. Eine nicht vollständig ausgeheilte Verletzung, dieser hartnäckige Rückenschmerz oder andere körperliche Wehwehchen können auch nach der Wiedereingliederung weiter Probleme bereiten.

Hier stellt sich die alles entscheidende Frage: Was passiert, wenn der Arbeitgeber von Ihnen verlangt, etwas zu tun, das Sie ehrlich gesagt in diesem Moment nicht leisten können? Der Arbeitsrechtler Ignacio de la Calzada hat sich dieser Situation angenommen und eine ziemlich klare Warnung an Arbeitnehmer gerichtet: Eine Anweisung des Unternehmens rundum zu verweigern, kann teuer werden.

De la Calzada hat über seinen TikTok-Kanal "Un jefe legal" erklärt: "Weigern Sie sich niemals, eine Anweisung bei der Arbeit zu befolgen, denn das kann sehr teuer werden." Er nennt ein aktuelles Beispiel aus der Praxis: Viele Arbeitnehmer kehren aus der Krankschreibung zurück, und bestimmte Aufgaben können sie aufgrund ihres Gesundheitszustands nicht übernehmen. Der Fehler besteht laut dem Anwalt darin, sich direkt zu verweigern, denn das kann eine Sanktion nach sich ziehen, bis hin zum Verlust von Arbeitsplatz und Gehalt, da es als Ungehorsam gegenüber einer betrieblichen Anweisung gilt.

Anders sieht es jedoch aus, wenn der Arbeitnehmer eine stichhaltige Begründung hat und wirklich der Ansicht ist, dass er die übertragene Aufgabe nicht ausführen kann. In diesen Fällen beschreibt De la Calzada eine Reihe von Schritten, die man befolgen sollte, um die Situation zu dokumentieren und sich abzusichern.

Der Anwalt betont, dass Ihre eigene Einschätzung Ihres Gesundheitszustands wichtig ist, aber es gibt ein bestimmtes Verfahren. Idealerweise sollte nach der Rückkehr aus der Krankschreibung eine ärztliche Untersuchung und eine Beurteilung Ihres Arbeitsplatzes erfolgen. Leider lässt vieles an diesen Beurteilungen, so De la Calzadas Kritik, erheblich zu wünschen übrig.

Die wichtigste Empfehlung lautet danach, alle verbleibenden Beschwerden schriftlich festzuhalten und dem Unternehmen mitzuteilen. Es geht nicht darum, die Arbeit zu verweigern, sondern seinen Pflichten nachzukommen und – falls die Aufgabe ein Gesundheitsproblem verursacht oder verschlimmert – Beweise für spätere Ansprüche zu haben.

Was, wenn eine bestimmte Aufgabe Schmerzen verursacht? De la Calzada erklärt es so: Wenn in der Beurteilung "arbeitsfähig mit Einschränkungen" steht, müssen Sie dem Unternehmen schriftlich mitteilen (per E-Mail, WhatsApp, wie auch immer), dass Sie bestimmte Tätigkeiten weiterhin ausführen und diese weiterhin Schmerzen verursachen.

Der nächste Schritt ist entscheidend: Wenn Sie angewiesen werden, diese bestimmte Aufgabe auszuführen, müssen Sie mitteilen, dass Sie sie nicht können, sie aber versuchen werden. Sie führen sie aus, und während der Ausführung müssen Sie das Unternehmen sofort informieren, falls die Schmerzen einsetzen.

In diesem Moment haben Sie das volle Recht, zur Mutua (der spanischen gesetzlichen Unfallversicherung) zu gehen, um medizinische Versorgung zu erhalten und ein Dokument über den Vorfall zu bekommen. Sie müssen dem Unternehmen mitteilen, dass Sie zur Mutua gehen, weil Sie ärztliche Hilfe benötigen, da Sie Schmerzen und Beschwerden haben.

Laut dem Anwalt wird der Bericht der Mutua belegen, dass die Beschwerden oder Schmerzen während der Ausführung der übertragenen Aufgabe auftraten. Er zieht sogar in Betracht, bei Bedarf in die Notaufnahme zu gehen. Wenn sich das Unternehmen dagegen wehrt, empfiehlt De la Calzada sogar, einen Krankenwagen zu rufen.

Ziel dieses gesamten Vorgehens ist es, klarzustellen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz nicht verlassen und eine Anweisung nicht verweigert haben. Im Gegenteil: Sie haben versucht, die Aufgabe auszuführen, und dabei ein Gesundheitsproblem erlitten, das Sie zur Suche nach ärztlicher Hilfe zwang. So kann Ihnen das Unternehmen weder Arbeitsverweigerung noch Ungehorsam vorwerfen, da Sie die Aufgabe ausgeführt haben und aus gesundheitlichen Gründen pausieren mussten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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