Spaniens wärmster Sommer seit 157 Jahren

Der Sommer 2026 war in Spanien der heißeste seit 157 Jahren. Der Herbst beginnt im Norden mit 34 Grad, die Aemet erwartet ein überdurchschnittlich warmes Quartal.

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Spaniens wärmster Sommer seit 157 Jahren
September im Kurzarmhemd: Wärmster Sommer seit 157 Jahren

Der Kalender zeigt den 22. September an. Das Thermometer zeigt im Norden 33-34 Grad. Der Herbst begann mit einer für diese Jahreszeit untypischen Hitze und, wie ein Forennutzer behauptet, dem wärmsten 22. September seit Beginn der Aufzeichnungen, während die staatliche Wetteragentur (Aemet) bereits vor einem weiterhin überdurchschnittlich warmen Quartal warnt. Der Sommer 2026 endete als der heißeste in Spanien seit 1869: 157 Jahre lang – für alle, die noch glauben, dies sei der übliche Altweibersommer.

Warum sind es Ende September 34 Grad?

Den Bericht präsentierte das Klimatologen-Team der Aemet in Valencia unter der Leitung ihres Sprechers Rubén del Campo. Die Kernaussage ist kaum zu bestreiten: Der Sommer 2026 war der wärmste seit mindestens 1869, basierend auf der klimatischen Rekonstruktion, die die Agentur bis zu diesem Jahr zurückverfolgt. Auch in der offiziellen Reihe, die 1961 beginnt, liegt er auf Platz eins. Von dieser Basis aus betrachtet wird die Tatsache, dass im Norden Ende September 33-34 Grad gemessen werden, nicht mehr zur Anekdote, sondern zum Muster.

Und es ist nicht nur die Hitze. Was fehlt, ist Wasser, mit einem trockenen Sommer vergleichbar mit 2015 und 2017, so das Fazit im Thread selbst. Die Dürre sieht man nicht am Thermometer, aber man spürt sie auf dem Feld und auf der Rechnung.

Mittags Strandfeeling, nachts Decke

Niemand erlebt denselben September. Ein einziger Tag kann eine Höchsttemperatur von 29,2 °C und eine Tiefsttemperatur von 7,4 °C bringen; diese Spanne erklärt, warum gleichzeitig von untypischer Hitze und nächtlicher Kälte die Rede ist. Im nördlichen Palencia zeigte das Thermometer um 8:00 Uhr morgens -0,5 Grad: Man musste die Eiskristalle vom Fenster des Wohnmobils kratzen.

In León wird die Spanne zwischen 30 und 15 Grad für diese Zeit als normal empfunden. Im Süden bleiben die Tiefstwerte bei 19-20 Grad und sinken innerhalb weniger Tage auf 16-17 Grad. Im Baskenland stieg die Temperatur von 23-24 Grad auf 26 und dann auf 32 Grad. Die thermische Amplitude ist enorm, der Boden bleibt warm, und die Klimaanlage springt allein durch das Öffnen des Fensters am Morgen an.

Altweibersommer: Die alte Ausrede des Kalenders

Um den 29. September, den Michaelistag, tritt oft eine kurze Schönwetterperiode auf: zwischen 3 und 7 Tagen, Temperaturen 3-6 °C über dem Normalwert, Höchstwerte von 28-30 °C und bis zu 35-38 °C in den Tälern im Südwesten. Danach folgt der Martinssommer. Diese Begriffe sind älter als der Schnupfen und dienen dazu, eine Woche verspäteter Wärme zu erklären, nicht vier Monate Anomalie. Hier liegt der entscheidende Punkt, der oft übersehen wird: Der Altweibersommer dauert nur Tage, der Sommer hält seit Juni die Kontrolle.

Von „Schwindel“ zu „unerträglich“: Der Riss im Narrativ

Es gibt eine Szene, die das Jahr zusammenfasst. Menschen, die sich als entschiedene Verfechter des Klimaschwindels outen, geben zu, ohne ihre Meinung zu ändern, dass dieser Sommer unerträglich war und die Hitze gegen ihr eigenes Drehbuch spielte. Andere gestehen, dass sie nichts davon glaubten und nun erwägen, Spanien zu verlassen.

Dem gegenüber steht das Argument der Zyklen: Das Klima hat sich immer geändert, das mittelalterliche Klimaoptimum, die Eiszeit, die in den Siebzigern angekündigt wurde, oder das wachsende Eis in der Antarktis. Eine dritte Strömung, die über Geoengineering und Versprühungen spricht, kursiert in der Debatte ohne jegliche Beweise. Das Grundproblem bleibt dasselbe: Wenn eine solche Hitze nicht ausreicht, was wäre dann nötig?

Das Thermometer der Erinnerungen

Erinnerung ist kein Datenpunkt, aber sie liefert Hinweise. Wer als Kind am Allerheiligentag mit Jacke zum Friedhof ging, erinnert sich daran, dass man jetzt im Kurzarmhemd und früh am Morgen hingeht. Wer in den Achtzigern und Neunzigern Weintrauben las, erinnert sich an Hitze und Fliegen, ja, aber auch an Jahre, in denen es in Strömen regnete. Beides kann wahr sein und schließt sich nicht gegenseitig aus.

Mit dem gerade begonnenen Herbst und der offiziellen Prognose für weitere überdurchschnittliche Wärme ist die Sache nicht erledigt. Wie viele solcher Septembers braucht es, damit die Diskussion über die Normalität endet?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (140 Antworten).

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