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Spaniens Wahlregister vom 1. August und Enkelgesetz erklären Termin am 29. November
Das am 1. August geschlossene Wählerverzeichnis und die vorsorglichen Maßnahmen des Obersten Gerichtshofs gegen das sogenannte Enkelgesetz bestimmen angeblich den Wahltermin am 29. November.
Das Wählerverzeichnis vom 1. August und das Enkelgesetz: Die versteckte Logik der Wahl am 29. November
Es gibt ein Datum, das laut einer in digitalen Foren kursierenden These erklärt, warum die Parlamentswahlen für den 29. November angesetzt wurden: der 1. August. An diesem Tag wurde das für diese Wahlen verwendete Wählerverzeichnis gemäß Artikel 39.1 des LOREG (Allgemeines Wahlgesetz) endgültig geschlossen, welches festlegt, dass das gültige Verzeichnis das ist, das am ersten Tag des zweiten Monats vor der Ausschreibung geschlossen wird. Dieses scheinbar harmlose administrative Detail stützt die These, die derzeit durch die Online-Gerüchteküche geistert: Der Aufruf war weniger ein Plebiszit über Maricarmen oder die Protestlager als vielmehr der Versuch, die vorsorglichen Maßnahmen des Obersten Gerichtshofs gegen das sogenannte Enkelgesetz zu umgehen.
Die beschriebene Sequenz ist wie folgt. Der Oberste Gerichtshof ergreift vorsorgliche Maßnahmen gegen die Anwendung des Enkelgesetzes. In Moncloa bricht Panik aus, da große Teile der Wahlerwartungen auf diesen neuen Wählern basierten. Ein Ausweg wird gesucht und im Kalender gefunden: Wahlen ausrufen, bevor der Oberste Gerichtshof beim Wählerverzeichnis eingreifen kann. Die Moncloa-Maschinerie hätte mit der unschätzbaren Hilfe von Cándido Conde Pumpido nachträglich das Thema Maricarmen, die Protestlager und die Anti-Zwangsräumungs-Dekrete als Deckmantel und Kampagnen-Leitmotiv konstruiert. Das wahre Motiv, so betonen sie, sei ein anderes.
Was ist das Enkelgesetz und warum ist das Wählerverzeichnis wichtig?
Das Enkelgesetz ermöglicht in seiner weitesten Fassung Nachkommen von Spaniern, die aus irgendeinem Grund ausgewandert sind, den Zugang zur Staatsbürgerschaft und damit zum Wahlrecht. Die genannte Zahl beträgt 600.000 potenzielle neue Wähler in Argentinien, Kuba, Venezuela und anderen Ländern. Die meisten werden tatsächlich nicht wählen, aber der Regierung ist das egal: Entscheidend ist, dass sie registriert sind und dass das System des 'erbetteten Wahlrechts' abgeschafft wurde, was die konsularische Verwaltung erheblich erleichtern würde.
Darin liegt der Knackpunkt. Die CERA-Wahlstimmen (Auslandsresidenten) werden separat gezählt und treffen Tage nach der Präsenzauszählung ein. Das bedeutet, dass jede Manipulation in diesem Bereich erst bekannt wird, wenn das Gesamtergebnis bereits feststeht. Und mit 600.000 neu registrierten Wählern, verteilt auf bestimmte Wahlkreise, kann der Effekt entscheidend sein. Wie eine kursierende Berechnung zusammenfasst: 600.000 Stimmen auf nationaler Ebene entsprechen einem oder zwei Mandaten, aber gut platziert im letzten Mandat jeder Provinz können sie sich in 20 oder 30 echte Mandate verwandeln. Das D'Hondt-Verfahren erledigt den Rest.
Briefwahl und CERA: Wo ist die Lücke?
Der Wahlmechanismus hat zwei Kanäle für die Nicht-Präsenzabstimmung. Die normale Briefwahl trifft im Wahllokal ein und wird vor der Auszählung am Wahlabend mit den Präsenzstimmen gemischt. Es gibt keine Möglichkeit zu wissen, welcher Prozentsatz welchem Kanal zuzuordnen ist. Die CERA-Stimmen, von Residenten im Ausland, werden separat gezählt und erst Tage später bekanntgegeben. Einige sehen in dieser Kombination die Schwachstelle des Systems.
Die Erfahrungen derer, die aus dem Ausland gewählt haben, laden nicht zum Optimismus ein. Es gibt Berichte über Stimmzettel, die drei Wochen nach den Wahlen eintreffen, fehlende Dokumente und Konsulate, die Hunderte von Kilometern entfernt liegen. Ein auffälliger Fall: Jemand, der seine Stimme für das NATO-Referendum beantragt hatte, erhielt nie etwas, kehrte am vorgesehenen Tag in seine Stadt zurück und wurde bei der Präsentation im Wahllokal informiert, dass er bereits gewählt habe.
Oberster Gerichtshof, Verfassungsgericht und der Kalender
Der juristische Knotenpunkt liegt darin, ob der Oberste Gerichtshof verhindern kann, dass Personen, die die Staatsbürgerschaft durch das Enkelgesetz erhalten haben, wählen dürfen. Dem Obersten Gerichtshof stehen Berichten zufolge bis zum 12. Oktober Zeit für eine Entscheidung zu. Aber selbst wenn er entscheidet, würde die Staatliche Anwaltschaft Berufung beim Verfassungsgericht einlegen und unter Pumpidos Leitung würden die vorsorglichen Maßnahmen fallen. Dies ist das wiederholte Argument: In diesem Land hat der Oberste Gerichtshof nicht das letzte Wort.
Einige behaupten, die Aufnahme in das Wählerverzeichnis sei ein Verwaltungsakt und als solcher anfechtbar, wenn er außerhalb des Gesetzes erfolgt ist. Andere erinnern daran, dass das Verzeichnis bereits geschlossen ist und dass Stimmen, falls erlaubt, auf die eine oder andere Weise auftauchen werden. Die Kernfrage ist, ob das System Mechanismen hat, dies zu verhindern. Angesichts der Präzedenzfälle ist die Antwort nicht beruhigend.
Was steht am 29. November auf dem Spiel?
Abseits des konkreten Mechanismus wird der 29. November als entscheidender Termin dargestellt. Manche beschreiben ihn als die letzte Chance, den Sanchismus zu entkräften, mit der Warnung, dass ein Rajoy 2 ebenso tödlich wäre. Wenn Sánchez regiert, heißt es, ist das Spiel vorbei. Die Hypothese von 50 enttäuschten Mandaten würde Sánchez bis 2030 im Amt halten. Das Szenario von 230 Mandaten für PP und Vox erscheint unwahrscheinlich: Es würde 25 Mandate in Katalonien und 6 oder 7 im Baskenland erfordern.
Betrug mit Auslandsstimmen sei einfacher als mit normaler Briefwahl, betonen sie. Konsule seien größtenteils durch Gefolgsleute ersetzt worden, und die Aufbewahrung und Rückverfolgbarkeit der Stimmen lasse sehr zu wünschen übrig. Mit diesen Mitteln sei großangelegter Betrug serviert, schließen sie. Wenn die PSOE das alles tun kann, merkt eine Stimme an, dann duldet die Opposition es. Und wenn sie es duldet, existiert sie nicht.
Der Termin am 29. November ist kein Zufall. Das am 1. August geschlossene Wählerverzeichnis auch nicht. Und das Enkelgesetz mit seinen 600.000 Namen ist das Teil, das alles zusammenfügt. Der Rest, einschließlich Maricarmen, ist Skript.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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