Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente tritt zurück

Óscar Puente tritt als spanischer Verkehrsminister nach tödlichen Zugunfällen in Urda und Adamuz zurück.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Óscar Puente ist als spanischer Verkehrsminister vor der Ständigen Kommission des Abgeordnetenkongresses zurückgetreten. Sein Abgang folgt auf monatelangen Druck wegen der Lage der spanischen Eisenbahn und nach den Unfällen von Urda und Adamuz, die mehr als hundert Todesopfer forderten.

Óscar Puente ist nicht länger Verkehrsminister. Er kündigte es selbst am Dienstag vor der Ständigen Kommission des Abgeordnetenkongresses an, nachdem monatelang Druck wegen der Situation der spanischen Eisenbahn ausgeübt wurde. Das Fass zum Überlaufen brachte die Häufung der Unfälle: der von **Urda** in der Provinz Toledo und der von **Adamuz** in Córdoba. Zusammen summieren sie sich auf mehr als hundert Todesopfer.

Der Rücktritt erfolgt, nachdem der Kongress – mit Ausnahme der PSOE und Bildu – seinen Rücktritt gefordert hatte. Dies ist kein Detail: Der Minister geht ohne die Unterstützung der Mehrheit der Kammer, wobei seine eigene Fraktion eine der wenigen war, die ihn nicht öffentlich zum Rücktritt aufgefordert hatte.

## Die Unfälle, die den Rücktritt auslösten

Der Unfall von **Urda** war der unmittelbarste Auslöser. Puente erfuhr um 9 Uhr morgens davon und begab sich zur Kontrollzentrale von **ADIF**. Auf einer Pressekonferenz im Bahnhof **Atocha** in Madrid bezeichnete er das Unglück als „unvorstellbar“ und stellte fest, dass es durch eine „unerklärliche“ menschliche Entscheidung in dieser Kontrollzentrale verursacht wurde, nachdem das **LZB**-Sicherheitssystem im Abschnitt ausgefallen war.

„Ein Auffahrunfall im spanischen Netz ist ein unvorstellbarer Unfall“, erklärte er damals, ohne weitere Angaben zu seinen Verdächtigungen zu machen, bevor die Ermittlungen Klarheit schufen. Er erläuterte, dass das Kontrollsystem in Urda aufgrund eines Fehlers ausgefallen sei und der Abschnitt sein LZB-Sicherheitssystem verloren habe, was dazu führte, dass alle Züge auf diesem **63 Kilometer** langen Abschnitt automatisch stoppten.

Hinzu kommt der Unfall von **Adamuz**. Die Ursachen beider Vorfälle müssen durch entsprechende Untersuchungen geklärt werden, doch die Auswirkungen auf die öffentliche Meinung waren bereits enorm. In den Tagen zuvor war Puente für seine Aussagen zu Zwischenfällen bei **Renfe** und seine Reaktion auf Fragen zur Funktionsweise des Dienstes kritisiert worden.

## Gelida, S-Bahn und der angesammelte Verschleiß

Der Verschleiß begann nicht erst in Urda. Im Januar entgleiste ein **Rodalies**-Zug in **Gelida** in der Provinz Barcelona. Ein Lokführer starb, Dutzende wurden verletzt. Dieses Ereignis hatte bereits den Fokus auf Wartung und Sicherheit des Netzes gerichtet.

Hinzu kommen Zwischenfälle, Pannen, Verspätungen und Unterbrechungen, die die S-Bahn- und Rodalies-Dienste betreffen, insbesondere in **Madrid** und **Katalonien**. Beschwerden der Nutzer und Forderungen nach Infrastrukturverbesserungen waren während seiner Amtszeit im Ministerium konstant.

Auch der parlamentarische Druck nahm zu. Initiativen zur Missbilligung seiner Amtsführung häuften sich im Kongress, und sein Kommunikationsstil im sozialen Netzwerk **X** machte ihn zu einem der umstrittensten Mitglieder der Regierung.

## Das Video, das sein öffentliches Image beschädigte

Eines der Ereignisse, die sein öffentliches Image am stärksten beeinträchtigten, war die Veröffentlichung eines Videos, in dem die Bahnsituation mitten in der Erschütterung über den Unfall von Adamuz humorvoll behandelt wurde, zusammen mit dem Moderator von *Cara al show*, **Marc Giró**. Die Bilder lösten Kritik am Zeitpunkt des Kommentars aus und eröffneten erneut die Debatte über den Ton, den der Minister bei der Bezugnahme auf Probleme im Schienenverkehr anschlug.

Puente hatte einen Rücktritt zunächst ausgeschlossen. „Im Moment denke ich nicht an einen Rücktritt; ich bin nicht in einer emotionalen Verfassung, um daran zu denken“, versicherte er gegenüber den Medien. „Meine emotionale Verfassung ist irrelevant; wichtig ist die emotionale Verfassung der Angehörigen“, fügte er hinzu. Auch drückte er sein Entsetzen über die Familien der Toten aus: „Meine Solidarität gilt ihnen.“

Nun verlässt er das Amt. Die Bahnkrise hat ihn hinweggefegt, nachdem monatelang die Netzsicherheit und das Management von Zwischenfällen im Zentrum aller Kritik standen. Die Ermittlungen zu Urda und Adamuz sind noch offen und müssen genau klären, was in jedem Fall schiefgelaufen ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).

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